Hazel & Cha Cha retten Weihnachten – Unsere Rezension zum Weihnachts-Sonderheft der Umbrella Academy

Hazel & Cha Cha retten Weihnachten – Unsere Rezension zum Weihnachts-Sonderheft der Umbrella Academy

Letztes Jahr vor Weihnachten veröffentlichte der Ludwigsburger Verlag Cross Cult mit dem Heft namens Krampusnacht ein kurzes Abenteuer im Hellboy-Universum. Dieses Jahr war die Umbrella Academy ein großes Thema im Portfolio der Veröffentlichungen von Cross Cult. Passend zur Netflix-Serie veröffentlichte man die ersten beiden Bücher nochmals in einer neuen Edition und brachte nun vor kurzem auch den dritten aktuellen Band namens Hotel Oblivion (unsere Besprechung dazu findet ihr hier) nach Deutschland. Sowohl im zweiten Band der Comics als auch in der Netflix-Serie erfreuten sich die beiden Nebencharaktere Hazel & Cha Cha großer Beliebtheit unter den Fans. Obwohl die beiden Kerle (in der Serie ist Cha Cha eine Frau) als Attentäter wahrlich keine sympathische Berufsbezeichnung bekleiden, sympathisierten die Fans mit den beiden Charakteren. Wahrscheinlich, weil sie ebenso wie viele andere Menschen ihren Beruf Leid sind und sich gerne auch in anderen Tätigkeiten sehen und aus dem System ausbrechen wollen.

Diesen beiden maskentragenden Menschen haben in der Zeitagentur Temps Aeternalis einen schlechten Ruf. Gemeinsam erledigen die beiden Kopfgeldjäger durch Zeitreisen in der Vergangenheit Zielpersonen. Dies klappt natürlich nicht immer wie gewollt und führt hin und wieder schon mal zu Chaos. Damit werden die beiden Attentäter gerne mal von den Kollegen aufgezogen, hinterlassen sie doch gerne mal größere Kollateralschäden. Ihr neuester Auftrag bringt sie abermals in die Vergangenheit, wo wir Leser auf den jugendlichen Pete treffen, der mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter zusammenwohnt. Er besucht die Klasse von Mister McLaughlin, der nichts unversucht lässt, Pete als Versager hinzustellen. Pete ist dem bevorstehenden Weihnachtsfest gegenüber aber kritisch eingestellt und möchte gerne wissen, um was es sich bei dem Deal zwischen dem Weihnachtsmann und den Eltern handelt. Schließlich erzählen die Eltern den Kindern jahrelang, dass es den Weihnachtsmann gibt, schwenken dann aber um und behaupten das Gegenteil. Pete wird die Wahrheit dahinter herausfinden und für seinen jüngeren Bruder wird die Geschichte auch gut enden, schließlich kümmern sich Hazel & Cha Cha noch um Mister McLaughlin, weswegen sie die Zeitreise überhaupt angetreten hatten. Am Ende bekommen die beiden Kopfgeldjäger noch Unterstützung vom Weihnachtsmann, der sie mit einer etwas stärkeren Waffe ausstattet, nur damit sie erneut einen größeren Schaden anrichten können. So ist man es halt von ihnen gewohnt.

 

Es weihnachtet sehr… © Cross Cult

Fazit

Diese Kurzgeschichte kann auch losgelöst von den restlichen Erzählungen rund um die Umbrella Academy genossen und gelesen werden, es macht aber mehr Spaß, wenn man die Figuren und ihre Hintergründe kennt. Dazu sollte man den zweiten Band namens „Dallas“ gelesen und/oder die TV-Serie gesehen haben, um das volle Potenzial zu bekommen. Aber auch sonst macht man mit dem Sonderheft für 5,- Euro nichts falsch, die Geschichte ist rund und kann allen Fans der Academy empfohlen werden. Wer noch eine Kleinigkeit für einen Comic-Fan zu Weihnachten oder fürs Wichteln braucht, schlägt hier zu. Ein toller Abschluss für das Jahr 2019, in dem die Umbrella Academy bei Cross Cult eine zweite Chance erhalten hat!

 

The Umbrella Academy Weihnachts-Sonderheft: Hazel & Cha Cha retten Weihnachten ist erschienen bei Cross Cult
ISBN: 978-3-966580-43-4; 17×26, SC, 4c, 32 Seiten, 5,- Euro

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Newsbild © Cross Cult

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion – Unsere Comic-Rezension

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion – Unsere Comic-Rezension

Wer in einer anderen Stadt übernachten möchte und dort keine Person kennt, schläft in der Regel in einer Herberge oder in einem Hotel. Ich bin gerne in Hotels und brauche dort in der Regel keinen großen Komfort, ein sauberes Zimmer und ein gemütliches Bett reichen mir in der Regel, oftmals ist man ja nicht des Hotels wegen in der anderen Stadt. Meine Ansprüche sind also genügsam, die Ansprüche von anderen Menschen können diesbezüglich aber abweichen, manch ein Musiker findet in einem Hotel auch sein Zuhause. In anderen Medien abseits von Comics spielen Hotels ebenfalls eine mehr oder minder wichtige Rolle. Seien es das Grandhotel Budapest, das Hotel in Shining oder das Hotel California…

Nun befassen wir uns in dieser Rezension aber mit dem Hotel Oblivion. Was es damit auf sich hat? Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen, denn so einfach sind die Begebenheiten in diesem Fall nicht. Warum, fragt ihr? Nun ja, das Hotel Oblivion ist Teil und Titel der Umbrella Academy-Comicreihe, in diesem Fall auch auf dem Cover vom dritten Band der obskuren Erzählung. Nach knapp 10 Jahren haben Gerard Way und Gabriel Ba endlich die Geschichte um die Academy fortgesetzt. Wer erst dieses Jahr durch die Netflix-Serie zur Comic-Reihe gelangt ist, wird davon nichts bemerkt haben, jedoch hatte der Verlag Cross Cult die ersten beiden Bände der Umbrella Academy bereits vor ca. einer Dekade schon einmal veröffentlicht. Dieses Jahr dann erschienen die beiden ersten Bände in tollen Neuauflagen, in die sich nun der dritte ganz aktuelle Band chronologisch und optisch einreiht.

 

Wenn man so nett in ein Hotel eingeladen wird… © Cross Cult

 

Nach den Ereignissen von Dallas im gleichnamigen Band finden wir die Mitglieder der Umbrella Academy weit verstreut über die Welt vor. Aus diesem Grund verfolgen wir alle paar Seiten dann einen anderen Handlungsstrang, bevor wir gegen Ende dann zumindest einige Mitglieder der Familie versammelt vorfinden. Damit kommen wir auch gleich zu meinem größten Kritikpunkt, bevor ich überhaupt auf die Inhalte eingehen kann. Es vergehen keine 4 Seiten, da springen Way und Ba schon wieder zu einer anderen Location. Das macht es echt anstrengend, den jeweiligen Geschichten zu folgen, weil wir als Leser halt auch nicht wissen, worauf die Geschichte hinausläuft. Das mag der geneigte Fan vielleicht als „cool“ ansehen, dass sich Way und Ba den Konventionen von Erzählungen widersetzen, es gelingt ihnen in meinen Augen aber nicht die einzelnen Stränge gekonnt zusammenzuführen.

Gleich zu Beginn sehen wir wie Reginald Hargreeves, wie er einen Superschurken in das Hotel Oblivion teleportiert. Das Hotel befindet sich im sogenannten Nachraum, einer Dimension, die nur über sogenannte Televator zu erreichen ist. Das Hotel Oblibion stellt sich dabei als ein Weltraumgefängnis für die die Superschurken heraus, was nun für die übriggebliebenen Mitglieder der Familie der Umbrella Academy zu einem Problem wird. Es gelingt den Insassen nämlich, sich aus diesem Gefängnis zu befreien und sie sind daraufhin drauf und dran an den übriggebliebenen Mitgliedern der Academy Rache zu üben.

 

Spaceboy hat sich einen Bart wachsen lassen! © Cross Cult

 

Wir sehen in diesem Band weniger von Nummer 5, der noch im zweiten Band die Hauptrolle spielte. Vanya kommt hier wieder langsam zu Kräften und kann doch schon wieder mehr mit ihrem Körper anstellen, als es der Leser erwartet. Ihr Handlungsstrang ist eigentlich der wichtigste, weil er unmittelbar zum großen Cliffhanger führt, den ich so nicht erwartet hatte und der einen potenziellen 4. Band wieder interessanter werden lässt. Auch Allison und Klaus haben noch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, sie trauert ihrer Ehe nach und versucht Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen, er betäubt sich weiterhin auf alle möglichen Weisen mit Drogen. Luther (Spaceboy) und Diego (Kraken) müssen in diesem Band unfreiwillig zusammenarbeiten und kommen dem Geheimnis rund um das Hotel auf die Schliche. Natürlich ist es dann schon zu spät und alles kulminiert in einem großen Showdown, wo es wie oben angedeutet noch eine große Überraschung gibt.

Gerard Way und Gabriel Ba machen wie gehabt mit ihrer Reihe was sie wollen. Das ist oftmals so abgefahren und unlogisch, dass es eine Freude ist zu entdecken. Auf der anderen Seite hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Struktur in der Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählen, gewünscht. Was hab ich als Kreativteam davon, wenn ich den Leser alle paar Seiten quer durch die Welten (Galaxien, Dimensionen?) springen lasse? Der rote Faden ist selbst für Leser der Vorgängerbände nicht immer sichtbar, Neueinsteiger brauchen sich gar nicht erst auf den Band einzulassen, wenn sie einer stringenten Erzählung folgen wollen. Zu sehr wird sich bemüht den Leser ratlos zurückzulassen, manches Mal durch die sprunghafte Erzählung, manches Mal allerdings auch durch die obskure Optik der Zeichnungen von Bá, wenn ich als Leser Schwierigkeiten habe zu sehen, was auf dem Panel dargestellt werden soll.

 

Ein neuer Superheld am Horizont? Oder doch ein Schurke? © Cross Cult

 

Fazit

Nur um das klarzustellen, ich mag den phantasievollen Stil von Bá sehr gern (nicht zuletzt bei seinen Arbeiten im Hellboy-Universum) und bei der Umbrella Academy können er und Gerard Way sich vollends austoben, schließlich ist das ihr „Baby“. Ich hätte mir im mittlerweile dritten Band aber eine klarere Linie gewünscht, was die Entwicklung der Charaktere und auch der Ereignisse angeht. Wenn ihr einfach nur bunte Panels und krasse Figuren entdecken wollt, bei denen nicht erklärt wird, was sie für Fähigkeiten besitzen, dann sind die Umbrella Academy-Comics genau euer Ding. Manches Mal hab ich das Gefühl, die Nebenfiguren und deren Eigenschaften oder Motive werden so im Vorbeigehen entwickelt und dann nicht wieder groß darüber nachgedacht. Ich hab bei vielen Figuren erst durch die Fernsehserie verstanden, was die Motivation und ihre Gefühle untereinander angeht. Diese weicht aber in einigen Details von den Comics ab, weswegen das auch nicht eins zu eins übertragen werden kann. Jeff Lemire, der hier im dritten Band im Vorwort äußerst lobende Worte findet, ist es mit der Einführung seiner Charaktere in Black Hammer viel besser gelungen, den Leser an die Hand zu nehmen. Insgesamt hat man sich bei der Academy nicht die Zeit genommen alle Figuren zu erklären, mir fällt es dann schwer, mich mit ihren Bedürfnissen und Ängsten zu identifizieren. Das Spektakel in den ersten drei Büchern überlagert die Charakterentwicklung in meinen Augen leider. Wollt ihr immer Action und viele skurrile Charaktere ohne groß nachzudenken, dann empfehle ich euch die Bücher aus dem Cross Cult-Verlag uneingeschränkt. Wollt ihr trotz dysfunktionaler Familie hier in der Umbrella Academy auch mit den Charakteren mitfiebern, dann fühlt ihr euch vielleicht wie ich verlassen und vom Kreativteam links liegengelassen. Die Optik ist geil, aber die Geschichte ist fast durchgängig wirr und erst gegen Ende ein wenig klarer strukturiert. Schade, da hatte ich nach 10 Jahren Pause mehr erwartet.

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959811-64-4
16×24, Hardcover, 4c, 192 Seiten, 22,- Euro

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Newsbild: © Cross Cult

The Umbrella Academy: Weltuntergangs-Suite – Unsere Comic-Rezension

The Umbrella Academy: Weltuntergangs-Suite – Unsere Comic-Rezension

And now, the end is near, and so I face the final curtain…

Nachdem ich persönlich vor ca. 10 Jahren die Weltuntergangs-Suite verpasst habe, bekomme ich im Jahr 2019 eine weitere Möglichkeit. Schließlich sollen ja alle immer eine zweite Chance erhalten dem Ereignis beizuwohnen. Ihr wollt den Untergang nicht für euch entdecken? Das wäre aber sehr schade, habt ihr denn nichts für klassische Musik übrig? Ach, es geht um eine Comic-Rezension? Weltuntergang und klassische Musik haben darin nichts verloren, sondern sind höhere Künste? Dann schaut doch weiter Netflix auf eurem Smartphone und hört Strawinsky über Spotify auf dem Küchenradio. Wobei … dann könnt ihr auch gleich The Umbrella Academy lesen, das ist eine ebenso wilde Mischung aus Genres, die euch Cross Cult ab sofort in einer neuen Edition präsentiert.

Falls ihr die Serie auf Netflix angeschaut habt und nun neugierig seid, herzlich willkommen! Falls das alles ein alter Hut für euch ist, wäre die Neuauflage dennoch auch für euch eine Überlegung wert. Neben einer Einleitung von Grant Morrison kommen im Anhang noch Scott Allie von Dark Horse (Originalverlag) sowie Zeichner Gabriel Bá zu Wort und erzählen ein wenig von den Anfängen hinter den Kulissen. Dort im Anhang findet ihr auch erste Konzeptzeichnungen sowie 2 weitere Kurzgeschichten zu der dysfunktionalen Familie vor. Doch was genau verbirgt sich hinter der Academy?

 

Warum Hargreeves die Kinder adoptiert und ihre Identitäten auslöscht, bleibt zu Beginn noch ein Geheimnis.

 

Überall auf der Welt wurden ohne Vorwarnung und vorherige Schwangerschaft 43 außergewöhnliche Kinder geboren. 7 davon adoptierte der außerirdische Wissenschaftler und vermögende Unternehmer Sir Reginald Hargreeves alias „Das Monokel“, um mit ihnen die Welt zu retten. Dafür ließ er die Kinder vor der Öffentlichkeit verstecken und bildete sie zu Superhelden aus. Jedes Kind mit einer entsprechenden Kraft ausgestattet, bildeten sie ein unschlagbares Team an Charakteren, welches die Bösewichte dieser Welt fürchten sollten. Wahrscheinlich, um ihnen emotional nicht zu nahe zu kommen, stattete Hargreeves die Kinder jedoch nur mit Nummern von 00.01 bis 00.07 aus, im Buch sprechen sie sich untereinander aber hin und wieder auch mit richtigen Namen an.

Nach einem Zeitsprung von 20 Jahren in die Zukunft setzt die Kerngeschichte der Suite ein, die Kinder sind nun allesamt Erwachsen und agieren schon lange nicht mehr als Team. Erst der Tod ihres „Vaters“ lässt sie erneut zusammenkommen, ganz so wie es eine Prophezeiung vorhergesagt hatte. Eine neue Gefahr zieht ebenso auf, sodass die Adoptivkinder gezwungen sind zusammenzuarbeiten, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Doch dieses Mal kommt die Gefahr auch aus den eigenen Reihen…

 

Vanya alias 00.07 hat keine der besonderen Fähigkeiten erhalten, oder etwa doch?

 

Autor Gerard Way schmeißt den Leser in das Geschehen hinein. Nach einem kurzen Prolog finden wir uns schon in der Gegenwart der Geschichte vor, ohne allerdings das nötige Hintergrundwissen zu haben. Nach und nach fügt sich die Geschichte zwar im Lauf des Bandes zwar zusammen, jedoch bleibt der Leser lange Zeit im Dunkeln, worum es überhaupt geht. Das ist nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, denn Setting und auch Zeichnungen hielten mich beispielsweise die ganze Zeit bei der Stange, ich hätte mir allerdings gewünscht, mehr von den Mitgliedern der Umbrella Academy zu wissen. Ich hatte jedoch keine rechte Ahnung, welche Kräfte den einzelnen Protagonisten zur Verfügung stehen, was den Eindruck ein wenig verstärkte, dass die Geschichte sich selbst in ihrem Verlauf einfach so ergab. So windet sich Way innerhalb des ersten Bandes geschickt damit aus der Schlinge, dass der Leser ohne Vorwissen nicht einschätzen kann, wo die Superkräfte bei den einzelnen Charakteren angelegt sind. Erst nach und nach erfahren wir von den einzelnen besonderen Fähigkeiten und wie sie einzusetzen sind. Eben dann, wenn sie zum Einsatz kommen und es die Geschichte erforderlich macht.

Das alles wird allerdings fantasiereich untermauert mit vielen witzigen, aber auch kruden Ideen, sei es bei den Charakteren oder aber in der Welt selbst. Dadurch, dass der Leser nicht alle Charaktere und ihre Fähigkeiten einschätzen kann, bleibt die Erzählung frisch und spannend, weil man nie weiß, was als nächstes passieren wird. Ein sprechender Schimpanse namens Pogo, ein außerirdischer Wissenschaftler, fliegende und zeitreisende Kinder sowie auch jede Menge frei agierender Roboter, die natürlich nichts Gutes im Schilde führen, reichern die Welt der Umbrella Academy an. Letztendlich ist der Vater der Kinder zwar tot, sein Monokel allerdings spielt noch eine entscheidende Rolle, vielleicht sogar in den weiteren Bänden.

 

Nur eine mögliche Zukunft?

 

Fazit

Inhaltlich kann ich aufgrund der zahlreichen Anspielungen und fantasiereichen Ausschmückung der Welt über die Geschichte an sich noch hinwegsehen. Dafür, dass es sich hierbei um das Comic-Debut von Gerard Way handelt, den einige vielleicht auch als Sänger der Band „My Chemical Romance“ kennen, ist das schon ein toller Einstieg, allerdings mit Luft nach oben. Zeichnerisch und gestalterisch habe ich mit Gabriel Bá überhaupt keine Probleme, er bringt die Ideen von Way scheinbar mühelos zu Papier. Dabei bewegt er sich bei den Figuren zwischen Cartoon-artiger Umsetzung wie bei Vanya Hargreeves alias 00.07 und einem aus vielen Elementen zusammengewürfelten Charakter wie Spaceboy alias 00.01 innerhalb eines weiten Spektrums. Mit Sicherheit eine tolle Erfahrung für den damals noch relativ unbekannten Bá. Unterstützt werden beide mit einer Kolorierung von Dave Stewart, der unter anderem an Hellboy, B.U.A.P. und The Goon bei Dark Horse gearbeitet hat – allesamt auf Deutsch bei Cross Cult erschienen. Falls es der geneigte Leser noch nicht wissen sollte: Dave Stewart ist ein Kolorierungs-Gott.

 

The Umbrella Academy – Neue Edition 1: Weltuntergangs-Suite ist erschienen bei Cross Cult
ISBN: 978-3-959811-73-6

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