Hilda und der Bergkönig – Unsere Comic-Rezension

Hilda und der Bergkönig – Unsere Comic-Rezension

Wir Trolle sind schon eine ungewöhnliche Spezies. Auch wenn wir ähnliche Strukturen haben wie die Menschen und manche von uns in Familien zusammenwohnen, gibt es doch immer wieder auch grantige Vertreter von uns. Leider müssen wir eine große Zeit des Tages in Höhlen verbringen, weil … nun ja … wir vertragen das Sonnenlicht nicht so gut. Meine Mutter warnt mich davor immer, ich weiß auch nicht genau was dann passiert, anscheinend werden wir zu Stein verwandelt oder etwas in diese Richtung. Aber auch sonst sind wir durchaus ein geselliges Völkchen, wir sammeln gerne Gegenstände, die wir in die Hände bekommen und horten diese dann. Anders als bei den Drachen, die komischerweise nur so güldenes Zeug horten, verstehen wir uns eher darauf auch ungewöhnliche Gegenstände zu sammeln und zu horten wie beispielsweise Tannenzapfen oder Autoteile. Schätze wir Trolle sind da eher die Nerds unter den „Hortern“. Aber auch wenn wir tief in den Gebirgen unsere vorläufige Heimat haben, irgendeine innere Macht zieht uns immer mehr in Richtung der Stadt, die die Menschen Trolberg getauft haben. Bisher halten uns die Glocken an den Türmen der Stadt noch fern, doch so langsam beginnt sich ein Widerstand in unseren Reihen zu formieren. Man sagt, der sagenumwobene Bergkönig könnte etwas damit zu tun haben. Ob das blauhaarige Mädchen etwas darüber weiß?

Ich weiß auch gar nicht, wie es dazu kommen konnte. Doch heute Morgen bin ich im Zimmer des blauhaarigen Mädchens aufgewacht, zumindest kam ihre Mutter auf einmal reingestürmt. Leider verstehe ich ihre Sprache nicht. Ich wollte eigentlich nur spielen, jedoch schien sie davon nicht so begeistert zu sein. Jedenfalls zerrte sie mich kurz darauf wieder aus dem Haus raus und fuhr mit einem Wesen namens Tontu und mir wieder in die Nähe des Berges, wo ich eigentlich zu Hause bin. Zumindest konnte ich dort ein wenig spielen, auch wenn sich sonst niemand um mich gekümmert hat. Die Zeit danach musste ich viel bei der Mutter des blauhaarigen Mädchens daheim verbringen, erst einige Zeit später gelangte ich wieder zu meinem Berg und schließlich auch zu meiner richtigen Mutter.

 

Ein Bild von Hilda und mir! © Reprodukt

 

Was zwischendurch passierte, habe ich nicht alles selbst mitbekommen, Tontu hat mir das im Anschluss an die ganzen Ereignisse erzählt. Jedenfalls wachte das blauhaarige Mädchen wohl zur selben Zeit wie ich bei meiner Mutter im Berg auf und hat sie ganz schön auf Trab gehalten. Ich glaub das Mädchen heißt Hilda, ich selbst wurde von ihr Ba genannt, das einzige Wort, was ich so von mir geben kann. Jedenfalls überschlugen sich zum Schluss des Abenteuers die Ereignisse, Hilda hatte wohl unwissentlich den Bergkönig befreit, welcher sich sofort in Richtung Trolberg aufmachte und diese Stadt zerstören wollte. Dies konnte Hilda natürlich nicht zulassen und versuchte ihn daran zu hindern. Fragt mich bitte nicht, wie sie das als kleines Trollmädchen schaffen wollte. So kam es, wie es kommen musste, der Bergkönig durchbrach die Stadtmauern und die ganzen Trolle fielen in die Stadt ein. Jedoch konnte Hilda die Menschen irgendwie davon überzeugen, die einfallenden Trolle nicht anzugreifen.

Später erfuhr ich noch davon, was bei uns Trollen diesen Drang auslöste in die Stadt einzudringen. Lange Zeit vor mir erschuf unser aller Mutter Amma uns Trolle, sie war eine Riesin und formte aus den Bergen eine Heimat für unser Volk. Als sie damit fertig war, legte sie sich zur Ruhe und schlief für eine lange Zeit ein. Im Lauf der Jahrhunderte bauten jedoch die Menschen eine kleine Siedlung auf ihr, sie war längst nicht mehr als Riesin zu erkennen, so wie sie einfach regungslos dort in der Landschaft lag. Aus dieser Siedlung wuchs im Lauf der Zeit die Stadt Trolberg heran, dennoch riss der Kontakt zwischen und Trollen und unserer Mutter Amma nie ab. Sie rief nach uns und eine innere Macht zog uns zu ihr, ganz so, wie es ein Junges immer wieder zu seiner Mutter hinzieht. Wir haben es Hilda zu verdanken, dass es nicht zu einer Katastrophe gekommen ist. Nun ist es so, dass wir Trolle einmal im Jahr unbehelligt durch Trolberg ziehen und unserer Mutter nahe sein dürfen. Und dafür sind wir Hilda sehr dankbar.

 

Was es wohl mit diesem Riesentroll auf sich hat? © Reprodukt

 

Nun liegt das vorübergehende Ende der Hilda-Reihe mit diesem Band vor und ich muss sagen, da ist Luke Pearson ein runder Abschluss gelungen. Mit dem Bergtroll endet für Hilda die Heldenreise vorerst. Sie hat die Ängste vor Trollen überwunden und lebt nun mit ihrer „Familie“ in der Stadt Trolberg. Was zu Beginn der Abenteuer mit Hilda kaum vorstellbar erschien, ist nun für sie Realität. Sie kannte vorher immer nur ein Leben in der freien Natur, behütet in der Hütte, in der sie mit ihrer Mutter lebte. Auch wenn es zunächst Anpassungsschwierigkeiten an die Umgebung in der Stadt gab, nun hat Hilda nicht nur ihre Mutter bei sich, sondern auch Bewohner vom verborgenen Volk, Tontu, Hörnchen und gelegentlich auch das Trollkind. Hilda hat sich ihre Abenteuer insofern bewahrt, als dass sie nun ständig um sie herum sind.

Inszenatorisch schöpft Luke Pearson auch im letzten Band aus dem Vollen. Nicht nur gelingt ihm ein ähnlich rasanter Einstieg, wie auch schon im Vorgängerband mit dem Steinwald, sondern alle eingesetzten Farben im Buch sind ein wenig gesetzter und dunkler. Mit fortlaufender Reihe wurden die Bände auch immer umfangreicher und aufwendiger, es wäre irgendwann schwierig geworden immer wieder noch etwas draufzusetzen. Der Leser kann nun im Verlauf der Abenteuer von Hilda auch gut die Weiterentwicklung in Pearsons Zeichenkünsten beobachten. Panelanordnungen bleiben in der Regel eher klassisch, dennoch experimentiert Pearson an der einen oder anderen Stelle durchaus damit. Was aber viel wichtiger wiegt, die Geschichte von Hilda ist rund. Im Nachgang fallen den Lesern aller Abenteuer immer wieder kleine Hinweise auf oder wieder ein, die er im Verlauf der letzten Bücher eingestreut hatte. Das Ende muss also grob schon länger festgestanden haben, dennoch gelingt es in der heutigen Zeit immer weniger Künstlern, ihre Geschichten zu einem für den Leser befriedigenden Ende zu bringen. Hilda und der Bergkönig ist zu Recht der große Abschluss der Saga um Hilda, aber bei Weitem nicht das pompöse Ende, was manch anderer Leser erwartet hat. Zu verstecken braucht es sich aber auch nicht. Der Leser und Fan von Hilda bekommt sechs spannende und meist unvorhersehbare Alben, die eine große Geschichte erzählen und ein kleines blauhaariges Mädchen nicht nur einmal über sich hinauswachsen lassen.

 

Ein schönes abschließendes Cover mit Motiven aus dem Album. © Reprodukt

Fazit

Hilda ist für mich ein Phänomen. Ich wurde erst durch die Netflix-Serie auf sie aufmerksam, was ich nicht müde werde zu betonen (viele Wege führen zu Comics). Gekonnt verbindet Luke Pearson Elemente der Legenden und Fabeln aus den nördlichen Ländern mit unserer heutigen Zeit, auch wenn es in Hildas Abenteuern weniger digital zugeht, als in unserer aktuellen realen Welt. Doch er verlässt sich in seiner Geschichte auf die richtigen und wichtigen Werte, namentlich die Familie und deren Zusammenhalt sowie Geborgenheit. Aufgrund ihrer Freiheitsliebe stellt Hilda ihre Mutter das eine oder andere Mal auf die Probe, dennoch lieben und brauchen die beiden weiblichen Protagonistinnen einander. Es ist schon erstaunlich, dass ich zu keiner Zeit den Vater in der Geschichte oder im Leben von Hilda vermisst habe, ich wüsste aber auch nicht, welche Rolle er hätte spielen sollen. Im Verlauf der Geschichte hatte ich insbesondere im vorletzten Band meine Zweifel, ob Luke Pearson sich mit dem Abschluss der Geschichte über zwei Bände wirklich einen Gefallen getan hat. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich das hätte durchaus Kürzen lassen, und der Kern der Geschichte wäre erhalten geblieben. Im Bergkönig wiederum ist es keine Seite zu viel, da passt das Pacing wieder und führt die Abenteuer rund um das kleine blauhaarige Mädchen zu einem offenen, aber dennoch tollen Ende.

Newsbild: © Reprodukt


Hilda und der Bergkönig ist erschienen bei Reprodukt ISBN: 978-3-95640-203-6

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Hilda und der Steinwald – Unsere Comic-Rezension

Hilda und der Steinwald – Unsere Comic-Rezension

Langsam, aber sicher bewegen wir uns mit Hilda und der Steinwald auf die Zielgerade zu. Auch wenn es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vielleicht nicht für alle Leser klar war, dieser Band läutet nun ein großes Finale für Hildas Reise ein. Dabei starten wir auf den ersten Seiten direkt mit einem dynamischen Einstieg in die neue Geschichte. Hilda und Hörnchen jagen einem Wohnhaus vom Verborgenen Volk nach, welches auf einem Stück Land mit Füßen steht. Dieses Stück Land flüchtet aber samt den Bewohnern des Hauses vor den beiden Verfolgern, wobei wir nicht wissen warum. Klingt skurril, das ist es auch, wobei die turbulente Verfolgungsjagd Hilda und Hörnchen hinter die Mauern von Trolberg führt und sie deshalb abrupt vor einer Gruppe Trolle zum Stehen kommen. Zum Glück ist es tagsüber und aus diesem Grund sind die Trolle versteinert, dennoch sind sie gefährlich nahe an die Stadtmauern von Trolberg herangekommen, worüber Hilda sich durchaus wundert.

Ihr Ausflug beschert Hilda anschließend ein Gespräch mit ihrer Mutter, da sie zu spät zum Sonntagsessen nach Hause kommt. Hilda verheimlicht ihrer Mutter Johanna dabei auch, dass sie sich außerhalb der Mauern aufgehalten hat und lügt sie an, sie wäre bei David gewesen. Johanna ahnt bereits etwas, lässt Hilda aber dennoch gewähren. Doch auch in den nächsten Tagen und Wochen erleben wir Hilda auf toll inszenierten und gestalteten Seiten in verschiedenen Abenteuern, was uns als Leser nochmal ein Wiedersehen mit einigen Kreaturen aus den vergangenen Büchern beschert. Johanna kommt natürlich dennoch hinter die Flunkereien von Hilda und möchte mehr Zeit mit ihr verbringen. Letztlich zwingt sie Hilda dazu, mit ihr Besorgungen zu machen und möchte mit ihr anschließend ein Picknick machen, auch wenn sich die Suche nach einem geeigneten Platz als schwierig gestaltet. Es kommt wie es kommen muss: Hilda sieht sich in ihrer Freiheit eingeschränkt, Johanna möchte mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen – es gibt Streit.

 

Hilda hält sich auch in Trolberg nicht mit Entdeckungstouren zurück. © Reprodukt

 

Nach einem weiteren Ausflug mit dem großen Raben gibt es anschließend verschärften Hausarrest für Hilda. Aus ihrem Fenster kann sie abends in der Ferne die Trolle vor der Stadt sehen und fragt sich, was sie im Schilde führen. Sie wünscht sich etwas, das sie vielleicht später bereuen wird: Hilda wäre gerne ein Troll, schließlich dürfen die sich in der freien Natur aufhalten, wenn ihnen danach ist. Um die Trolle besser sehen zu können, fragt sie Tontu, ob er sie über ein Nissennest aufs Dach bringen könnte. Gerade als Tontu mit Hilda an der Hand in den geheimen Raum entschwinden will, kommt Johanna ins Zimmer und hält Hilda an der anderen Hand fest. Es kommt zu einem Gezerre um Hilda und schließlich zur Katastrophe: Hilda, Hörnchen und Johanna geraten an einen anderen Ort, den sie mangels Kenntnis schließlich den Steinwald nennen. Eine gewisse Zeit lang wandern sie auch durch diesen „Wald“, der sich nach und nach als riesige Höhle herausstellt, als sie schließlich auf Trolle stoßen und sich vor ihnen verstecken müssen. Die Abenteuer im Berg stellen das Team Hilda und Johanna dann auf die Probe, ob sie immer noch zusammenarbeiten können. Unterstützung bekommen sie dabei unerwartet von einer Trollmutter samt ihrem Kind. Schließlich gelingt ihnen auch die Flucht und sie kehren müde und abgekämpft in ihre Wohnung zurück. Als Hilda dann am nächsten Morgen aufwacht, gibt es für sie und auch für ihre Mama Johanna eine böse Überraschung.

Hilda und der Steinwald endet mit einem Cliffhanger, es handelt sich erstmals in der Reihe um eine Geschichte, die nicht inhaltlich in einem Band zu einem Ende geführt wird. Luke Pearson holt zum Schluss nochmal alle Kaliber hervor, denn ja, mit dem sechsten Band namens Hilda und der Bergkönig wird die Geschichte rund um Hilda (vorerst?) zu einem Ende gebracht. Also nimmt sich Pearson in diesem vorletzten Band die Zeit und den Platz, um seine abschließende Geschichte auszufüllen. Das gelingt ihm meines Erachtens nicht komplett, zu sehr ausgedehnt wirkt der zweite Teil der Geschichte, wo sich Hilda und ihre Mutter unter den Trollen befinden. Hier wäre eine Straffung schon angebracht gewesen, auch wenn es dann im abschließenden Band eventuell nicht mehr genug Stoff für eine passende Auflösung des Cliffhangers gegeben hätte. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, schließlich wäre dann die Geschichte um den Bergkönig kürzer geworden, aber dazu dann in der entsprechenden Rezension mehr.

 

Hier nimmt der Streit zwischen Hilda und Johanna eine entscheidende Wendung. © Reprodukt

 

Die Beziehung von Hilda zu ihrer Mutter erfährt im Steinwald-Band eine neue Ebene, schließlich rebelliert Hilda nun auch gegen die Ansichten und Bitten ihrer Mutter. Zunächst fand ich es befremdlich, weil ich persönlich Hilda zwar immer als freiheitsliebendes Mädchen kennengelernt habe, ihre Abenteuer aber nie wirklich zu schlimmen Konsequenzen geführt haben. Jedoch merkte man im Band zu Hilda und der schwarze Hund bereits, dass Johanna sich Sorgen um Hilda machte und sie nicht allein in der Stadt herumlaufen durfte. Nun spitzt sich die Situation also zu, was inszenatorisch insofern natürlich Sinn macht, da es eines Konfliktes bedarf, um die weitere abschließende Geschichte erzählen zu können. Sehr gelungen fand ich den Einstieg in den vorliegenden Band, der sich in der Panelabfolge im letzten Band zum Bergkönig wiederholt (wenn auch mit anderen Personen). Weiterhin wurden uns noch einmal in kurzer Abfolge einige der bisherigen Highlights und Kreaturen aus dem bisherigen Hilda-Universum präsentiert, was den Leser ein wenig melancholisch macht, aber auch ein gutes Gefühl hinterlässt.

 

Welchen Gefahren muss sich Hilda im vorliegenden Band stellen? © Reprodukt

Fazit

Ich gebe es gerne zu, Hilda und der Steinwald hatte es zunächst schwer bei mir. Zu sehr habe ich mich über den unnötigen Konflikt zwischen Hilda und ihrer Mutter geärgert, der dann aber notwendig ist, um die Geschichte ins Rollen zu bringen. Dennoch konnte mich Pearson in der ersten Hälfte des Buches wieder packen und ich wollte wissen, was passiert und was es mit dem geheimnisvollen Steinwald auf sich hat. Die zweite Hälfte hätte dann nach meinem Geschmack ein wenig kürzer ausfallen können, da stimmt das „Pacing“ in der Erzählung nicht mehr so ganz. Dennoch endet das Buch mit einem fiesen Cliffhanger, auf dessen Auflösung ich nun nicht so lange warten musste, wie manch anderer Leser, weil ich erst dieses Jahr die Bücher komplett gelesen habe. Ihr dürft gespannt sein, wie Luke Pearson seine Geschichte rund um Hilda abschließt, wenn wir sie in Hilda und der Bergkönig das vorerst letzte Mal auf gedrucktem Papier in Aktion sehen können.

 

Newsbild: © Reprodukt

Hilda und der Steinwald ist erschienen bei Reprodukt ISBN Hardcover: 978-3-95640-125-1

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Hilda und der Schwarze Hund – Unsere Comic-Rezension

Hilda und der Schwarze Hund – Unsere Comic-Rezension

„Ein riesiger schwarzer Hund versetzt die Stadt Trolberg in Angst und Schrecken. Hilda möchte das Geheimnis um das unheimliche Ungetüm lüften und bekommt dabei unverhofft Hilfe von einem griesgrämigen Kobold. Er führt Hilda in eine mystische „Welt in der Welt“ ein und zeigt ihr die geheimen Orte der kleinen Hausgeister, an denen die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt sind. Gemeinsam machen sie sich auf die abenteuerliche Suche nach Antworten. Und plötzlich steht Hilda selbst dem schwarzen Untier gegenüber…“

Soweit der Klappentext zu Hilda und der Schwarze Hund. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich Hilda erst über die Netflix-Serie kennen- und lieben gelernt habe. Auch die Geschichte rund um den Schwarzen Hund wurde für die Animationsserie umgesetzt und gefiel mir dort überhaupt nicht. Entsprechend vorsichtig ging ich also an die Lektüre und erhielt im Grunde genommen dieselbe Erzählung auch dort, jedoch stark gekürzt. Doch der Reihe nach:

 

So kann das nicht weitergehen, Hilda braucht einen Ausgleich! © Reprodukt

 

Nachdem Hilda seit dem letzten Band in der Stadt Trolberg wohnt und nun bereits beginnt ihr Zelt innerhalb der Wohnung aufzuschlagen, hat ihre Mutter eine Idee. Sie selbst war als Kind bei den „Sperlingen“, der örtlichen Pfadfindergruppe, das wäre doch auch etwas für Hilda! Gesagt getan, Hilda ist dazu durchaus zu begeistern. Ihr Ziel ist es, ein Abzeichen mehr zu machen als ihre Mutter. Doch das stellt sich als schwieriger heraus als gedacht, wird Hilda doch gewissermaßen an jeder Ecke abgelenkt.

Da wären zum einen die Hausgeister, von denen Hilda einem auf dem Rückweg vom Einkaufen begegnet. Ihre Mutter ist von diesem Kontakt gar nicht begeistert. Diese sogenannten Nissen wohnen unsichtbar in den Häusern der Menschen und zwar immer dort, wo es von den Menschen ungenutzten Platz gibt. „Der Spalt hinter dem Bücherregal, die Ritzen zwischen den Bodendielen, die Oberseite des Schranks, die man von unten nicht sieht.“ Mit einem Nissen namens Tontu freundet Hilda sich an und begleitet ihn im Verlauf des Abenteuers auch an die ungenutzten Plätze. Stellt euch das wie Räumlichkeiten vor, die in einer Art Zwischenebene liegen, wie eine andere Dimension. Von dort aus lassen sich aber die Bewohner des Hauses durchaus in Ruhe beobachten. Dorthin schleppen die Nissen auch die Gegenstände, die die Menschen in ihrem Haushalt „verlieren“. Wirklich verloren sind diese Gegenstände nicht (wer sucht nicht immer diese EINE Socke?), sie wurden nur von den Hausgeistern ausgeliehen.

 

Eine Szene aus dem furiosen Finale! © Reprodukt

 

Auf der anderen Seite hält der Schwarze Hund die Stadt sowie Hilda und die Pfadfinder auf Trab. Auch wenn er nicht immer zu sehen ist, bindet Luke Pearson die Präsenz des Hundes (der sich später als Barghest herausstellt) geschickt durch Zeitungsmeldungen und Medienberichte im Hintergrund der Geschichte ein. So muss auch ein Lager der Pfadfinder vorzeitig abgebrochen werden, da der Hund in der Nähe gesichtet worden war. Selbstverständlich finden zwischen dem Schwarzen Hund und Hilda auch mehrere Begegnungen statt, bis hin zu einer Verfolgungsjagd, die einem Finale eines Action-Films in nichts nachstehen würde, ganz großes „Kino“.

Gerne verbindet Zeichner und Autor Pearson mehrere parallel laufende Handlungselemente zum Schluss miteinander und löst damit die Geschichte auf. So ist es hier ebenfalls gestaltet und kulminiert in einem tollen, actiongeladenen Finale rund um den Barghest und die Nissen. Dabei wird sogar Hildas Mutter mit in die Geschichte hineingezogen, wirklich ein spannendes und fulminantes Ende.

 

Alltagsszenen mit Hilda und ihrer Mutter. © Reprodukt

 

Die Beziehung von Hilda zu ihrer Mutter wird in diesem Buch abermals auf die Probe gestellt, nachdem es erste Konflikte bereits in der Geschichte rund um die Vogelparade gab. Hilda mausert sich immer mehr zu einem Teenager und zeigt diesbezüglich auch Verhaltensweisen, bei der Mutter Johanna nicht umhin kommt auch mal laut zu werden. Letztendlich sorgt sie sich aber nur um Hilda und versucht ihr ein gutes Vorbild zu sein. Dies endet letztendlich auch darin, dass Hilda versucht mehr Abzeichen der Pfadfinder zu erlangen als ihre Mutter, nur um zum Schluss der Episode zugeben zu müssen, dies bei Weitem nicht geschafft zu haben. Aber dies ist Hildas Mutter auch nicht wichtig gewesen, denn es kommt nicht darauf an, wer mehr Abzeichen schafft oder sich besser anstellt. Es sind diese kleinen und unaufdringlichen Botschaften, die die Comics von Hilda so lesenswert machen.

Ein wenig schade fand ich, dass die Beziehung von Hilda zu ihren neuen Freunden in der Pfadfindergruppe so wenig Beachtung fand. Hier konnte die Netflix-Serie viel mehr punkten, wobei der Vergleich natürlich hinkt, da in der Animationserie dazu viel mehr Zeit zur Verfügung stand. So bleiben aber beide Medien unabhängig voneinander sehenswert und ergänzen sich dabei vielmehr. Das vorliegende Album ist auch so schon vollgepackt und viel umfangreicher als noch das erste Album. Die neu vorgestellten Figuren, seien sie nun menschlicher oder aber mystischer Natur, fügen sich aber blendend in die Welt von Hilda ein und lassen vergessen, dass sich unsere tapfere Freundin immer mehr in Richtung Freigeist entwickelt, eben immer mehr in Richtung Adoleszenz. Dies soll im nächsten Abenteuer „Hilda und der Steinwald“ noch eine ganze Menge anderer Probleme aufwerfen, aber dazu dann an entsprechender Stelle mehr.

 

Gekonnt überlappen sich die Story-Elemente auf diesem Cover. © Reprodukt

Fazit

Eingangs erwähnte ich den Unmut, den ich mit dieser Geschichte verband. Nach der Lektüre kann ich dies nur noch bedingt behaupten, da ich dabei natürlich die Netflix-Serie im Hinterkopf hatte. Dort sind einige begleitende Figuren weiter ausgebaut und wir erleben sie viel freundschaftlicher im Umgang mit Hilda. Dies fehlt mir wie gesagt hier im Buch und dadurch ist Hilda noch immer viel mehr mit ihrer Mutter verbunden, während sie in der Serie bereits freundschaftliche Bünde geknüpft hat. Ich habe weiterhin für mich festgestellt, dass mir Hilda hier im vorliegenden Band zu schnippisch ihrer Mutter gegenüber vorkommt. Das mag dabei aber auch mein sehr persönliches Empfinden sein, weil ich mir eine andere Entwicklung gewünscht hätte. Das kann der geneigte Leser aber für sich entscheiden. Eines sollte aber klar sein: Was hier an Tempo und Witz inszeniert worden ist, sucht bisher im Hilda-Universum seinesgleichen. Nachdem wir gedanklich im letzten Band in Trolberg angekommen waren, stellt dies hier im Verlauf des Abenteuers niemand mehr in Frage, ob das junge blauhaarige Mädchen auch in urbanen Gegenden funktioniert. Das hat Pearson schon geschickt eingebunden und wird entsprechend an die Begebenheiten von Hilda und Co. angepasst, so wie wir sie noch in der Wildnis kennengelernt haben. Mit Tontu gibt es für mich optisch auch bereits den zweiten witzig gestalteten Charakter im „Hildaversum“, nach dem Holzmännchen in den ersten Bänden. So darf Tontu zum Abschluss der Geschichte auch bei Hilda und ihrer Mutter wohnen bleiben und wird in den Alltag integriert. So einen witzig gestalteten Hausgeist hätte ich auch gerne, ich find den zum Schießen.

Newsbild: © Reprodukt

Hilda und der Schwarze Hund ist erschienen bei Reprodukt ISBN Softcover: 978-3-95640-207-4

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Hilda und die Vogelparade – Unsere Comic-Rezension

Hilda und die Vogelparade – Unsere Comic-Rezension

Dieses Mal möchte ich meine Gedanken zum vorliegenden Comic Hilda und die Vogelparade mit einem Zitat aus dem Buch beginnen: „Wenn die Leute das Schlimmste annehmen, sehen sie auch überall Anzeichen dafür.“

Es hatte sich zum Abschluss von Hilda und der Mitternachtsriese schon angedeutet: Hilda und ihre Mutter sind nun in die Stadt umgezogen. Bisher hatte Hilda die Stadt ja immer vermeiden wollen, auf der anderen Seite kannte Hilda nichts anderes als das Leben auf dem Lande. Wir treffen Hilda nun ein Jahr nach den Ereignissen des letzten Abenteuers in der Stadt Trolberg wieder. Gerade einmal drei Tage wohnen sie nun hier und Hilda versucht sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen, indem sie ihren gewohnten Routinen nachgeht. Geschickt setzt Autor und Zeichner Luke Pearson hier die gewohnte Morgenroutine von Hilda in ihrem alten Leben mit der neuen Morgenroutine in Kontrast. Hatte Hilda auf dem Land für den neuen Tag bereits am Morgen Pläne geschmiedet, fällt es ihr in der Stadt noch eher schwer, sich für den Tag fertigzumachen. Aber Hilda wäre nicht Hilda, wenn sie den Kopf in den Sand stecken würde, und so macht sie sich gerade für einen Ausflug in der Stadt fertig, als ihre Mutter ihr diese Erkundung untersagt. Hildas Mutter Johanna weiß um die Gefahren einer Stadt und fürchtet Hilda könne sich verlaufen. Hilda entgegnet ihr, dass sie sich gerne verläuft und sieht sich ungerecht behandelt. Sie nimmt die Warnung ihrer Mutter auch nicht ernst, sodass es zum Streit kommt. Dieser hält aber nicht lange an, die beiden vertragen sich wieder und vereinbaren am Abend gemeinsam zur jährlichen Vogelparade zu gehen.

Der Einstieg birgt das erste Konfliktpotenzial, welches auch direkt ausgespielt wird. Johanna macht sich Sorgen um Hilda, weil sie um ihre Tochter Angst hat, dass diese sich verläuft und nicht mit den speziellen Gegebenheiten einer Stadt klarkommt. Sie nimmt das Schlimmste an und sieht Anzeichen dafür. Schließlich klopfen einige von Hildas Mitschüler/Innen an der Tür, um zu fragen, ob Hilda mit ihnen draußen spielen kommen darf. Johanna gibt nach und Mutter und Tochter verabreden sich für den Abend, um dann nach dem Essen gemeinsam zur Vogelparade zu gehen.

 

Zum ersten Mal bekommen wir als Leser einen Streit zwischen Johanna und Hilda zu sehen, aber auch die Aussöhnung. © Reprodukt

 

Draußen erkunden Hilda und ihre Klassenkameraden ein wenig die Gegend und Hilda bekommt gezeigt, was man in ihrem Alter draußen so macht. Ein wenig befremdlich für Hilda werden hier Klingelstreiche gemacht, mit leeren Konservendosen Fußball gespielt und die geheimen Plätze der Stadtkinder aufgesucht. Sie streunen eher durch die Gegend, weil es anscheinend auch keinen richtigen Ort für sie gibt, an dem sie sich aufhalten können. Dies kann durchaus als Kritikpunkt an der modernen städtischen Lebensweise gesehen werden, da es in den urbanen Gegenden heutzutage auch für Kinder und Jugendliche kaum noch Plätze gibt, an denen sie sich aufhalten können. Schließlich einigt sich die Gruppe darauf mit Steinen zu spielen, jedoch anders als Hilda dies vermutet. Mit den herumliegenden Steinen werfen die Kinder nach den Vögeln auf den Bäumen und versuchen diese abzuwerfen. Hilda ist entsetzt und als schließlich ein Rabe getroffen wird und abstürzt, laufen die anderen Kinder davon, nur Hilda nimmt sich dem Vogel an. Dieser kann sprechen und hat durch den Absturz vergessen wie man fliegt. Auch sonst überkommt ihn das Gefühl, er habe eine wichtige Aufgabe, wenn er sich doch nur daran erinnern könnte.

Nachdem sich die Katzen bereits auf die Lauer gelegt haben, läuft der Rabe widerwillig mit Hilda durch die Stadt, auf der Suche nach Hildas Haus. Auf ihrem Weg kommen sie an jeder Menge unbekannter Türen und Gebäude vorbei, beide sind sich einig, dass es schwierig ist sich in einer Stadt zu orientieren, wenn alles so gefühlt gleich ausschaut. Auch wenn Hilda auf die Feinheiten bei der Gestaltung der Eingangstüren hinweist, die sich ihnen auf ihrem Weg offenbaren, wirklich hilfreich ist dies nicht. Wenn der Rabe doch nur wieder fliegen könnte. Nach einem weiteren Zwischenfall mit einem Rattenkönig und einem Salzlöwen am Hafen (beides erfundene Lebewesen, eines davon der Fantasie von Rabe und Hilda geschuldet), beschließen sie auf einen Kirchturm zu steigen und die Stadt von oben zu betrachten.

 

Hilda und der Rabe in seiner wahren Größe. © Reprodukt

 

Oben angekommen macht Hilda ihr Wohnhaus aus, bis auf einmal die Kirchenglocke läutet und sie zum Abstieg zwingt. Zur selben Zeit macht sich Hildas Mutter bereits große Sorgen, auch sie hört die Glocken und es ist bereits 19 Uhr, die Zeit, zu der sich beide zu Hause verabredet haben. Johanna schickt nun den Hirschfuchs Hörnchen los, um nach Hilda zu suchen. Derweil versucht Hilda sich den Weg zu ihrem neuen Zuhause zu bahnen und sieht dabei die ersten Vorbereitungen zur Parade. Schließlich hält es auch Hildas Mama nicht mehr in der Wohnung aus und macht sich auf den Weg zur Parade, in der Hoffnung dort auf Hilda zu stoßen. Wie immer soll hier nicht die komplette Geschichte wiedergegeben werden, sondern ihr sollt euch für das lohnenswerte Ende schließlich auch den Comic kaufen. Nur so viel: Es war natürlich kein Zufall, dass Hilda und der Rabe sich getroffen haben. Schließlich wird dieser noch eine entscheidende Rolle zum Schluss spielen und darf auch mein eingangs erwähntes Zitat zum Besten geben.

Die Bewohner der Stadt Trolberg sehen in der jährlichen Wiederkehr des Raben zur Vogelparade den Segen für ein bevorstehendes fruchtbares Jahr. Fällt diese Wiederkehr aus welchem Grund auch immer aus, sehen sie nur das Schlechte für ihre nahe Zukunft. Hildas Mutter Johanna nimmt für Hilda an, dass sie sich in der Stadt nur schlecht orientieren kann und sich verlaufen wird, weil sie es einfach nicht gewohnt ist. Hilda wehrte sich in der Vergangenheit immer dagegen in die Stadt zu ziehen und verläuft sich am dritten Tag auch prompt, nachdem sie von ihren neuen Bekanntschaften im Stich gelassen wurde. Dennoch sieht Hilda im Verlauf des Tages auch positive Dinge im Stadtleben und beginnt die schönen Dinge dort wertzuschätzen.

Dieses Mal arbeitet Pearson vermehrt auch mit Farben, um die entsprechenden Stimmungen zu unterstützen, in die Hilda geworfen wird. Das kühle Blau der beginnenden Nacht, als Hilda noch ohne Mutter umherirrt, vermehrt orangene bis rote Töne als die Parade beginnt und Hilda sich in Sicherheit oder in bester Gesellschaft mit dem Raben befindet. Auch die Zeichnungen von Hilda nähern sich immer mehr den runden Formen an, nicht mehr so kantig und detailarm wie noch im ersten Buch. Auch spielt Pearson viel mehr mit unterschiedlichen Panelgrößen herum, was der Dynamik in dieser Geschichte sehr zugute kommt.

 

Die Vogelparade ist ein traditionelles Fest in Trolberg. © Reprodukt

Fazit

Geschickt wirft der Autor seine Protagonistin in ein ihr unbekanntes Umfeld, allerdings nicht ohne die spezifischen Merkmale von Hilda auch dort zu platzieren. Hilda ist und bleibt ein neugieriges Mädchen, das sich nicht um Konventionen schert, sondern ihr eigenes Ding macht. Auf dem Kirchturm machen der Rabe und sie in der Ferne auch die umgebenden Trolle aus. Im Hafen treffen sie auf einen Salzlöwen und einen Rattenkönig und dass Hilda den Raben verstehen und sich mit ihm unterhalten kann, ist bestimmt auch kein Zufall. Hier möchte ich ein weiteres Zitat anbringen, diesmal eines von einem weisen Tiger namens Hobbes: „You can take the tiger out of the jungle, but you can’t take the jungle out of the tiger.“ Dies lässt sich mit ein wenig Humor durchaus auch auf Hilda übertragen. Man kann Hilda aus ihrer abenteuerlichen Umgebung herausholen, aber man kann nicht das Abenteuer aus Hilda nehmen.

Newsbild: © Reprodukt

 

Hilda und die Vogelparade ist erschienen bei Reprodukt ISBN Softcover: 978-3-95640-187-9

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Hilda und der Troll – Unsere Comic-Rezension

Hilda und der Troll – Unsere Comic-Rezension

Jedes Kind hat schon einmal von Trollen gehört. Sei es bei Harry Potter, Herr der Ringe oder in einem anderen Zusammenhang. Auch im Internet haben diese Wesen eine Heimat gefunden, auch wenn sie dort in ihrer Funktion nicht gern gesehen sind. Trolle haben ihren Ursprung in der nordischen Mythologie, fanden aber auch recht schnell Einzug in unsere Geschichten und Erzählungen und sind somit allgemein bekannt. Warum ich hier bei einem Kindercomic von Trollen erzähle? Nun ja, weil unsere Protagonistin Hilda direkt in ihrem ersten Abenteuer einem begegnet. Glaubt ihr mir nicht? Dann kennt ihr Hilda aber schlecht. Los geht´s!

 

Mit ihrer Mutter wohnt Hilda mitten in der Wildnis! © Reprodukt

 

Herzlich Willkommen in der Welt von Hilda! Hilda ist ein ungefähr 10-12 Jahre altes Mädchen mit blauen Haaren, das mit ihrer Mutter Johanna und einem Hirschfuchs namens Hörnchen in einer einsam gelegenen Hütte in Skandinavien wohnt. Bereits ihr ganzes Leben hat Hilda dort verbracht und ist quasi inmitten der Natur aufgewachsen – um sie herum die blauen Kiefernwälder, der Felstümpel, die alte Brücke, der Trollfelsen, die Wildnis, der große Wald, der Tann und die Ruinen. Allein bei diesen Aussichten sprüht die Umgebung doch nur so von Abenteuern, und das ist auch so.

Eines Tages, nachdem sich das Holzmännchen wieder einmal ohne große Worte in Hildas Haus niedergelassen hatte und sich ausruhte, beschließt Hilda sich mit Stift und Papier auf den Weg zu machen, um Felsen zu zeichnen. Auf dem Weg begegnet sie einem Meeresgeist und anderen Kreaturen, von denen noch nicht alle im Detail vorgestellt werden, die aber später in der Reihe noch eine Rolle spielen. Schließlich findet Hilda einen Trollfelsen und macht sich sofort daran, diesen zu zeichnen. Dabei wird sie von kleinen, menschenähnlichen Figuren beobachtet, die ebenfalls erst im zweiten Abenteuer so richtig ins Rampenlicht gerückt werden. Beim Trollfelsen angekommen, bittet sie Hörnchen dem Felsen ein Glöckchen an die Nase zu binden, damit sie gewarnt werden, sollte sich der Felsen bewegen. Denn tagsüber sind Trolle ja, wie wir alle wissen, in Felsen verwandelt. Erst wenn die Sonne untergeht, verwandeln sie sich wieder in ihre Trollgestalt.

Es kommt, wie es kommen musste: Hilda wird vom Zeichnen ganz müde und schläft schließlich ein. Doch auf einmal hört sie das Klingeln des Glöckchens und ist sofort wieder hellwach. Gemeinsam mit Hörnchen rennt sie drauflos und verirrt sich bald im schneebedeckten, großen Wald. Einem Riesen, der beinahe mit seinem riesigen Fuß Hilda zerquetscht hätte, geht es ebenso, denn von so weit oben sieht alles immer gleich aus. Ob Hilda es noch heil nach Hause schafft und was es mit dem Felsentroll letztendlich auf sich hat, soll hier natürlich nicht verraten werden, da solltet ihr schon das Album zu Hilda und der Troll selbst lesen.

 

Hilda ist eigentlich immer unterwegs, über Stock und Stein. © Reprodukt

Fazit

Das erste kleine Abenteuer von Hilda spielt sich nur auf wenigen Seiten ab, dazu sehen wir lediglich einige wenige Locations, die von Hilda hier aufgesucht werden. Es passiert nicht viel und das klingt im ersten Moment alles andere als spannend, wurde vom Erschaffer Luke Pearson aber bereits im ersten Album so liebevoll umgesetzt, dass der Leser förmlich in Hildas Welt hineingezogen wird. Denn obwohl Hilda in unserer realen Welt angesiedelt ist, existieren in den Comics von Luke Pearson auch zahlreiche Fabelwesen und andere Kreaturen, bei denen er sich von der skandinavischen Folklore inspirieren lässt. Fantasievoll und unerschrocken begegnet Hilda diesen Figuren sowie Kreaturen und nimmt diese doch trotz ihrer anfänglichen Angst jederzeit ernst. Das ist so erfrischend frech und hoffnungsvoll, dass es eine Freude ist und sowohl jung als auch alt begeistern kann. Aber das hier ist erst der Anfang, die nächsten Abenteuer warten bereits auf Hilda und Hörnchen, denn ein Mitternachtsriese ist auf der Suche nach seiner Liebsten. Doch dazu mehr im nächsten Band!

Newsbild: © Reprodukt

 

Hilda und der Troll ist erschienen bei Reprodukt ISBN Softcover: 978-3-95640-126-8

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