The Umbrella Academy: Weltuntergangs-Suite – Unsere Comic-Rezension

The Umbrella Academy: Weltuntergangs-Suite – Unsere Comic-Rezension

And now, the end is near, and so I face the final curtain…

Nachdem ich persönlich vor ca. 10 Jahren die Weltuntergangs-Suite verpasst habe, bekomme ich im Jahr 2019 eine weitere Möglichkeit. Schließlich sollen ja alle immer eine zweite Chance erhalten dem Ereignis beizuwohnen. Ihr wollt den Untergang nicht für euch entdecken? Das wäre aber sehr schade, habt ihr denn nichts für klassische Musik übrig? Ach, es geht um eine Comic-Rezension? Weltuntergang und klassische Musik haben darin nichts verloren, sondern sind höhere Künste? Dann schaut doch weiter Netflix auf eurem Smartphone und hört Strawinsky über Spotify auf dem Küchenradio. Wobei … dann könnt ihr auch gleich The Umbrella Academy lesen, das ist eine ebenso wilde Mischung aus Genres, die euch Cross Cult ab sofort in einer neuen Edition präsentiert.

Falls ihr die Serie auf Netflix angeschaut habt und nun neugierig seid, herzlich willkommen! Falls das alles ein alter Hut für euch ist, wäre die Neuauflage dennoch auch für euch eine Überlegung wert. Neben einer Einleitung von Grant Morrison kommen im Anhang noch Scott Allie von Dark Horse (Originalverlag) sowie Zeichner Gabriel Bá zu Wort und erzählen ein wenig von den Anfängen hinter den Kulissen. Dort im Anhang findet ihr auch erste Konzeptzeichnungen sowie 2 weitere Kurzgeschichten zu der dysfunktionalen Familie vor. Doch was genau verbirgt sich hinter der Academy?

 

Warum Hargreeves die Kinder adoptiert und ihre Identitäten auslöscht, bleibt zu Beginn noch ein Geheimnis.

 

Überall auf der Welt wurden ohne Vorwarnung und vorherige Schwangerschaft 43 außergewöhnliche Kinder geboren. 7 davon adoptierte der außerirdische Wissenschaftler und vermögende Unternehmer Sir Reginald Hargreeves alias „Das Monokel“, um mit ihnen die Welt zu retten. Dafür ließ er die Kinder vor der Öffentlichkeit verstecken und bildete sie zu Superhelden aus. Jedes Kind mit einer entsprechenden Kraft ausgestattet, bildeten sie ein unschlagbares Team an Charakteren, welches die Bösewichte dieser Welt fürchten sollten. Wahrscheinlich, um ihnen emotional nicht zu nahe zu kommen, stattete Hargreeves die Kinder jedoch nur mit Nummern von 00.01 bis 00.07 aus, im Buch sprechen sie sich untereinander aber hin und wieder auch mit richtigen Namen an.

Nach einem Zeitsprung von 20 Jahren in die Zukunft setzt die Kerngeschichte der Suite ein, die Kinder sind nun allesamt Erwachsen und agieren schon lange nicht mehr als Team. Erst der Tod ihres „Vaters“ lässt sie erneut zusammenkommen, ganz so wie es eine Prophezeiung vorhergesagt hatte. Eine neue Gefahr zieht ebenso auf, sodass die Adoptivkinder gezwungen sind zusammenzuarbeiten, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Doch dieses Mal kommt die Gefahr auch aus den eigenen Reihen…

 

Vanya alias 00.07 hat keine der besonderen Fähigkeiten erhalten, oder etwa doch?

 

Autor Gerard Way schmeißt den Leser in das Geschehen hinein. Nach einem kurzen Prolog finden wir uns schon in der Gegenwart der Geschichte vor, ohne allerdings das nötige Hintergrundwissen zu haben. Nach und nach fügt sich die Geschichte zwar im Lauf des Bandes zwar zusammen, jedoch bleibt der Leser lange Zeit im Dunkeln, worum es überhaupt geht. Das ist nicht zwangsläufig etwas Schlechtes, denn Setting und auch Zeichnungen hielten mich beispielsweise die ganze Zeit bei der Stange, ich hätte mir allerdings gewünscht, mehr von den Mitgliedern der Umbrella Academy zu wissen. Ich hatte jedoch keine rechte Ahnung, welche Kräfte den einzelnen Protagonisten zur Verfügung stehen, was den Eindruck ein wenig verstärkte, dass die Geschichte sich selbst in ihrem Verlauf einfach so ergab. So windet sich Way innerhalb des ersten Bandes geschickt damit aus der Schlinge, dass der Leser ohne Vorwissen nicht einschätzen kann, wo die Superkräfte bei den einzelnen Charakteren angelegt sind. Erst nach und nach erfahren wir von den einzelnen besonderen Fähigkeiten und wie sie einzusetzen sind. Eben dann, wenn sie zum Einsatz kommen und es die Geschichte erforderlich macht.

Das alles wird allerdings fantasiereich untermauert mit vielen witzigen, aber auch kruden Ideen, sei es bei den Charakteren oder aber in der Welt selbst. Dadurch, dass der Leser nicht alle Charaktere und ihre Fähigkeiten einschätzen kann, bleibt die Erzählung frisch und spannend, weil man nie weiß, was als nächstes passieren wird. Ein sprechender Schimpanse namens Pogo, ein außerirdischer Wissenschaftler, fliegende und zeitreisende Kinder sowie auch jede Menge frei agierender Roboter, die natürlich nichts Gutes im Schilde führen, reichern die Welt der Umbrella Academy an. Letztendlich ist der Vater der Kinder zwar tot, sein Monokel allerdings spielt noch eine entscheidende Rolle, vielleicht sogar in den weiteren Bänden.

 

Nur eine mögliche Zukunft?

 

Fazit

Inhaltlich kann ich aufgrund der zahlreichen Anspielungen und fantasiereichen Ausschmückung der Welt über die Geschichte an sich noch hinwegsehen. Dafür, dass es sich hierbei um das Comic-Debut von Gerard Way handelt, den einige vielleicht auch als Sänger der Band „My Chemical Romance“ kennen, ist das schon ein toller Einstieg, allerdings mit Luft nach oben. Zeichnerisch und gestalterisch habe ich mit Gabriel Bá überhaupt keine Probleme, er bringt die Ideen von Way scheinbar mühelos zu Papier. Dabei bewegt er sich bei den Figuren zwischen Cartoon-artiger Umsetzung wie bei Vanya Hargreeves alias 00.07 und einem aus vielen Elementen zusammengewürfelten Charakter wie Spaceboy alias 00.01 innerhalb eines weiten Spektrums. Mit Sicherheit eine tolle Erfahrung für den damals noch relativ unbekannten Bá. Unterstützt werden beide mit einer Kolorierung von Dave Stewart, der unter anderem an Hellboy, B.U.A.P. und The Goon bei Dark Horse gearbeitet hat – allesamt auf Deutsch bei Cross Cult erschienen. Falls es der geneigte Leser noch nicht wissen sollte: Dave Stewart ist ein Kolorierungs-Gott.

 

The Umbrella Academy – Neue Edition 1: Weltuntergangs-Suite ist erschienen bei Cross Cult
ISBN: 978-3-959811-73-6

Jetzt bei Amazon bestellen: The Umbrella Academy – Neue Edition 1: Weltuntergangs-Suite

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Gerücht: Apple scheint einen Abodienst für Spiele zu planen

Gerücht: Apple scheint einen Abodienst für Spiele zu planen

Mit Diensten wie dem Xbox Game Pass, Spotify oder Netflix existieren bereits Abodienste für Videospiele,  Musik und Videounterhaltung, doch einen Abodienst für Smart Devices gibt es derzeit noch nicht. Offensichtlich plant Apple hinter verschlossenen Türen einen Abodienst für Spiele aus dem hauseigenen App Store. Offensichtlich liegt der Fokus dabei auf kostenpflichtigen Spielen, weniger auf Free-to-Play-Spielen mit In-App-Käufen. So sollen bereits Entwickler-Quellen verraten haben, dass Apple mit diesen bereits über diesen Dienst verhandelt haben soll. Weiteren Gerüchten zufolge plant Apple ebenfalls einen iPod Touch der 7ten Generation, welcher ein besonders günstiges Gerät zum Spielen mit diesem Abodienst wäre.

Quelle: MacRumors

Short Treks von Star Trek Discovery nun auch in Deutschland verfügbar

Short Treks von Star Trek Discovery nun auch in Deutschland verfügbar

Zwischen der 1. Staffel von Star Trek Discovery und der heute startenden 2. Staffel veröffentlichte man auf dem Streaming-Portal CBS All Access in den USA vier Kurzepisoden zur Serie, die bisher nicht in Deutschland verfügbar waren. Da Star Trek Discovery in Deutschland auf Netflix vertrieben wird, war die Lage bezüglich der kurzen Episoden nicht immer ganz eindeutig.

Nun haben wir aber Gewissheit: Ab sofort findet ihr alle vier Episoden auch deutsch synchronisiert bei Netflix Deutschland. Jedoch sind diese keiner Staffel zugeordnet, sondern verstecken sich unter der Kategorie “Trailer und mehr” beim Profil von Star Trek Discovery. Die Episoden heißen wie folgt:

  • Runaway
  • Calypso
  • The Brightest Star
  • Escape Artist

Weiterhin findet ihr die erste Folge der 2. Staffel namens “Brother” ebenfalls ab sofort auf Netflix und könnt euch mit einem “Recap-Video” noch einmal die Geschehnisse von Staffel 1 auf den Schirm holen.

Quelle: Netflix

Netflix bezeichnet Fortnite als größte Konkurrenz

Netflix bezeichnet Fortnite als größte Konkurrenz

Zeit ist kostbar. Egal ob vor dem TV, am PC oder im Kino. Jedes Medium hat ein Ziel: Die Zeit der Konsumenten zu erobern. Das sieht auch der große Streaming-Dienst Netflix so und hat Fortnite (und nicht HBO im amerikanischen Markt) als größte Konkurrenz im weltweiten Markt bezeichnet. Dies gab Netflix gegenüber Investoren bekannt.

Auch Nintendo und andere Unternehmen hatten schon über die Zeit der Konsumenten philosophiert. So gewann laut Netflix Epic Games den Kampf um die Zeit der Menschen. In den USA hat Netflix 10 Prozent der Fernsehbildschirmzeit und weniger als die der mobilen Bildschirmzeit. Aus diesem Grund konkurriert Netflix mehr mit Fortnite als mit HBO.

Quelle: Game Informer