What the Fuck…??! – Unsere Rezension zum verdammt rätselhaften Bilderbuch

What the Fuck…??! – Unsere Rezension zum verdammt rätselhaften Bilderbuch

Wer aber interessiert genug ist, sich mit dem Thema des Buches auseinanderzusetzen und direkt zum zweiten Absatz gesprungen ist, dem wird sich die Lösung dann offenbaren. Ein wenig gemein sicherlich, vielleicht habe ich damit auch schon ein paar Leser verloren. Den kompletten Absatz, den ihr jetzt gerade lest, habe ich in der umgekehrten Reihenfolge der Sätze bereits oben einmal niedergeschrieben, also den letzten Satz hier konntet ihr als ersten Satz oben im ersten Absatz lesen. Da es sich bei dem vorliegenden Buch um ein Buch handelt, bei dem ihr nicht auf dem ersten Blick die Lösung erfasst, sondern auch mit Buchstaben und Wörtern knobeln müsst, habe ich mir erlaubt einen ähnlichen Ansatz in meinem Review anzuwenden. Doch warum wird hier gleich in den ersten Zeilen geflucht und was soll an einem Bilderbuch schon so besonders sein, dass ich es allen Ernstes an erwachsene Tüftler und Wortkünstler weiterempfehle? Nicht umsonst lautet der Untertitel von What the Fuck…??! auch: „Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch.“ Genau, einen großen Rätselspaß und meine erste Weihnachtsempfehlung für Hirnakrobaten. Was erhält man, wenn man obskure Bildchen mit Buchstabensalat anreichert? Wir rezensieren hier auf playto ja schon längst nicht mehr nur reine Comics oder Graphic Novels, sondern wagen auch mal den Blick über den Tellerrand. Dabei handelt es sich um die Rezension zu einem etwas anderen Bilderbuch. Ihr fragt euch gerade sicherlich, was ich hier für eine komische Ansammlung an Sätzen und Wörtern im ersten Absatz geschrieben habe.

 

In diesem Bild sind die Buchstaben des Begriffes mit integriert. © Jaja Verlag

 

Ihr fragt euch gerade sicherlich, was ich hier für eine komische Ansammlung an Sätzen und Wörtern im ersten Absatz geschrieben habe. Dabei handelt es sich um die Rezension zu einem etwas anderen Bilderbuch. Wir rezensieren hier auf playto ja schon längst nicht mehr nur reine Comics oder Graphic Novels, sondern wagen auch mal den Blick über den Tellerrand. Was erhält man, wenn man obskure Bildchen mit Buchstabensalat anreichert? Genau, einen großen Rätselspaß und meine erste Weihnachtsempfehlung für Hirnakrobaten. Nicht umsonst lautet der Untertitel von What the Fuck…??! auch: „Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch.“ Doch warum wird hier gleich in den ersten Zeilen geflucht und was soll an einem Bilderbuch schon so besonders sein, dass ich es allen Ernstes an erwachsene Tüftler und Wortkünstler weiterempfehle? Da es sich bei dem vorliegenden Buch um ein Buch handelt, bei dem ihr nicht auf dem ersten Blick die Lösung erfasst, sondern auch mit Buchstaben und Wörtern knobeln müsst, habe ich mir erlaubt einen ähnlichen Ansatz in meinem Review anzuwenden. Den kompletten Absatz, den ihr jetzt gerade lest, habe ich in der umgekehrten Reihenfolge der Sätze bereits oben einmal niedergeschrieben, also den letzten Satz hier konntet ihr als ersten Satz oben im ersten Absatz lesen. Ein wenig gemein sicherlich, vielleicht habe ich damit auch schon ein paar Leser verloren. Wer aber interessiert genug ist, sich mit dem Thema des Buches auseinanderzusetzen und direkt zum zweiten Absatz gesprungen ist, dem wird sich die Lösung dann offenbaren.

 

So in dieser Art finden sich auf der einen Seite das Bild und auf der gegenüberliegenden die notwendigen Buchstaben. © Jaja Verlag

 

Stellt euch einfach vor, ihr seht ein gezeichnetes Bild und sollt erraten, was damit gemeint ist. Gesucht wird hier in der Regel ein bestimmtes Wort, manches Mal auch zusammengesetzte Wörter. Der Clou dabei ist, dass die Bilder nicht auf den ersten Blick offensichtlich preisgeben, was für ein Wort sie darstellen sollen und manchmal auch nicht auf den zweiten, dritten, vierten Blick… Auf der gegenüberliegenden Seite des Buches steht der gesuchte Begriff dann geschrieben, allerdings nicht in der richtigen Buchstabenfolge. Ihr müsst also entweder anhand des Bildes direkt auf die Lösung kommen, oder aber ihr knobelt anhand der Buchstaben, die euch zur Verfügung stehen. Eine weitere Gemeinheit ist, dass die Buchstaben teilweise übereinander und ineinander verkeilt abgedruckt sind, sodass das Auge auch nicht auf den ersten Blick alle Buchstaben korrekt erfassen kann.

„Manche sind offensichtlich, andere ziemlich weit hergeholt. Meistens geht es um zusammengesetzte Begriffe, manchmal um ein einzelnes Wort und hin und wieder wird eine Person oder ein Anglizismus gesucht“

 

Na, habt ihr schon eine Idee oder die Lösung? © Jaja Verlag

 

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um die Taschenbuchausgabe von „What the Fuck“. Mittlerweile ist auch schon ein Nachfolger mit dem Namen „Hirngespinste“ frisch beim Jaja-Verlag erschienen. Der Vorteil dieser Taschenbuchausgabe liegt im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Hand“, schließlich ist es nur 17×13 cm groß und vollgestopft bis hintenhin mit den Rätselbildern auf über 200 Seiten. Wer also hier schon Spaß am Knobeln hatte, kann sich im Anschluss direkt weiteres Material besorgen.

 

Das Taschenbuch ist gut gefüllt mit den rätselhaften Bildern. © Jaja Verlag

Fazit

Da rauchen schon mal die Köpfe und der Ehrgeiz wird geweckt. Auf manche Begriffe kommt man auch noch dem 10. Mal überlegen nicht. Wie gut, dass da immerhin noch die Buchstaben zur Verfügung gestellt werden. What the Fuck ist dadurch zwar kein klassisches Buch zum Durchlesen, was man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil es so spannend ist. Dennoch kann man es immer wieder in die Hand nehmen, darin blättern und entdeckt immer wieder neue Herausforderungen, die es zu knacken gilt. Oder ihr habt einen Geistesblitz und löst endlich das Bild auf Seite 115, was euch schon seit Tagen nicht mehr loslässt. Die Taschenbuchausgabe bietet sich dabei hervorragend als Geschenk zu Weihnachten an, für Menschen, die sowieso schon alles besitzen und eventuell noch eine Herausforderung suchen. Aber ihr solltet dann an den Feiertagen aufpassen, dass im Familienkreis nicht allzu oft ein „What the Fuck“ durch das Haus schallt.

Newsbild © Jaja Verlag

What the Fuck…??! – Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch ist erschienen im Jaja Verlag – ISBN: 978-3-946642-80-0
Softcover, 17 x 13 cm; 216 Seiten in Farbe
; 15,- Euro

Jetzt What the Fuck – Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch beim Jaja Verlag kaufen! oder auch im lokalen Buchhandel.

Jaja Planer 2020 – Unsere Rezension zum illustrierten Kalender

Jaja Planer 2020 – Unsere Rezension zum illustrierten Kalender

Ich habe in meiner Laufbahn schon so einige Texte geschrieben, Hausarbeiten für die Uni, Einladungen für Geburtstage, Rezensionen zu Videospielen und natürlich auch Besprechungen von Comics oder Graphic Novels. Ganz neu im Repertoire seit heute: Illustrierte Wandkalender.

Das ist ja mal ein neuer Ansatz und ich will auch keinen Hehl daraus machen, dass ich zunächst keine Idee hatte, wie ich das Vorhaben angehen sollte. Dabei wurde mir klar: Warum den Leser nicht selbst in diese Rezension mit einbeziehen? Warum beschreibe ich nicht meine Auseinandersetzung mit dem Kalender und nehme dies als Grundlage für den Text zur Rezension des Kalenders? Klingt ein wenig nach Meta-Ebene, aber so weit will ich gar nicht gehen, ich möchte ja keinen Text für den Feuilleton einer Wochenzeitung schreiben. Klären wir vielleicht zunächst die grundlegenden Eigenschaften.

 

Macht die Tanzfläche frei! © Jaja Verlag

 

Ich habe mich für einen Wandkalender aus dem Jaja-Verlag entschieden, genauer gesagt, für den Jaja-Planer 2020. Dieser wurde „gezeichnet & geschnipselt“ von Annette Köhn, die wiederum auch die Verlegerin und Chefin im Jaja-Verlag ist, der seinen Sitz in Berlin hat. Hier illustriert die Chefin also auch noch selbst. Der Kalender an sich ist im Hochformat gestaltet, insgesamt 41 cm hoch und 20 cm breit. Insgesamt 13 Blätter in Schwarz/Weiß für den Preis von 12,- Euro.

Im oberen Bereich findet ihr auf jedem Kalenderblatt eine Illustration, darunter die Daten zum jeweiligen Monat und ganz unten dann der Name des Monats. Da es sich um einen Planer handelt, findet ihr vier Spalten, in denen ihr pro Tag etwas eintragen könnt, ideal für Wohngemeinschaften oder kleine Familien, wie wir eine sind. Insgesamt sind die Spalten und Zeilen jedoch etwas klein geraten, mehr als eine Aktivität am Tag ist schwer unterzukriegen. Die Wochenenden und bundeseinheitlichen Feiertage sind nochmal ein wenig dunkler schraffiert und damit nochmal extra auf den schnellen Blick erkennbar.

 

Politische Statements sind in diesem Kalender nur wenige zu finden, aber dennoch wichtig! © Jaja Verlag

 

Die Illustrationen widmen sich in der Hauptsache Alltagsmomenten und gemeinschaftlichen Aktivitäten. Aus diesem Grund finden sich im Januar auch Kinder im Schnee vor, die „Let it snow“ singen. Im Februar wird gemeinschaftlich renoviert und tapeziert (macht unsere Familie gerne mal im Januar) und im März legt die Familie einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher ein. Mit Blick auf den Frühling starten die Bastelaktionen im April, spielt man Rundlauf an der Tischtennisplatte im Mai und besucht wagemutig bereits im Juni den Badesee, um dort das schöne Wetter im kühlen Nass zu genießen. Der Juli wird für gemeinschaftliches Kochen ausgesucht und im August einfach mal eine Jam-Session in der freien Natur eingelegt. Musizieren kann man schließlich überall. Da der Jaja-Verlag auch Teil der Kampagne „Verlage gegen Rechts“ ist, findet sich nun im September auch ein Statement an der Hauswand im Hintergrund, es geht also auch durchaus politisch zu Sache, wenn dies auch nicht im Fokus des Kalenders liegt.

Abschließend runden die Monate des letzten Quartals den Kalender ab. So beobachten wir im Oktober eine Party (vielleicht zu Halloween?) und im November beginnt das große „Reinemachen“, denn da wird das Badezimmer in einer Gemeinschaftsaktion gesäubert. Vielleicht auch die Nachwirkungen von der Party, wer weiß? Im Dezember wird es dann ein wenig weihnachtlich und wir entdecken Kinder mit Laternen, aber auch der erste Tannenbaum wird schon auf der Straße nach Hause getragen.

 

Im November wird erst einmal alles gesäubert, bevor die Vorweihnachtszeit beginnt. © Jaja Verlag

Fazit

Ich hab mich gerne auf dieses Experiment eingelassen und versucht, die Rezension so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Letztendlich gibt es ja Kalender wie Sand am Meer, das ist dann in der Auswahl auch immer ein wenig Geschmackssache, wie euch die Illustrationen gefallen. Ich habe mich dazu entschieden und unterstütze mit diesem Text ein wenig einen kleinen deutschen Verlag aus Berlin. Wenn ihr große farbige Kalender mit tollen fotografischen Motiven lieber mögt, ist das ja völlig in Ordnung, aber es schadet auch nie, ein wenig über den Tellerrand zu schauen und die Vielfalt auch in dieser Sparte zu präsentieren. So banal es klingen mag, es ist halt ein Planer und Kalender für das Jahr 2020, fein gestaltet und illustriert von einer einzelnen Person und vielleicht trifft es ja euren Geschmack.

Newsbild: © Jaja Verlag

Der Jaja Planer 2020 illustriert von Annette Köhn ist erschienen im Jaja Verlag – ISBN: 978-3-946642-66-4

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Ein kleiner Schritt für die Menschheit – Unsere Graphic Novel-Rezension

Ein kleiner Schritt für die Menschheit – Unsere Graphic Novel-Rezension

Wir schreiben das Jahr 1325, ganz Gallien ist von den Römern besetzt … Moment, falscher Comic. Dennoch befinden wir uns in Europa, genauer gesagt in Venedig, also doch nicht so weit weg von Rom. Wir sehen einen alten und grauen Marco Polo, der aufgrund der Schilderungen zu den Ereignissen, die er auf seinen Reisen erlebt und gesehen haben will, vor Gericht steht. Doch um Marco Polo soll es in diesem Buch gar nicht gehen, vielmehr um die Gelehrten, die ihm vor Gericht zur Seite springen und seine Erlebnisse als Kinkerlitzchen abtun, nur um für ihre Forschungsreise zu werben. Denn wenn man schon nach Osten aufbreche, dann gäbe es ja eigentlich nur ein Ziel, den Mond! Schließlich geht der Erdtrabant im Osten auf und wenn man nur weit genug in diese Richtung reise, dann müsste man ihn erreichen können.

Parallel zur Reise der drei Wissenschaftler webt Brandenberg immer mal wieder Doppelseiten vom Mond ein. Dort erfahren wir, was den Mond derweil so beschäftigt, ihn erheitert und ihm missfällt. Dabei löst sich das nonverbale Geschehen gekonnt vom Setting der drei Reisenden im 14. Jahrhundert, sehen wir doch Raketen auf dem Mond landen oder auch Städte sich dort ansiedeln. Es scheint aber, dass der Mond gerne seine Ruhe haben will, er war bereits weit vor der Menschheit schon dort oben und er wird auch weit nach der Menschheit (hoffentlich) noch dort oben aufgehen. Wie es schon so schön auf der Buchrückseite heißt: „Hat sich Neil Armstrong eigentlich je gefragt, ob der Mond überhaupt besucht werden will?“

In der Wüste Gobi finden die Gelehrten ihre Erleuchtung.

Für unsere drei Reisenden stellt sich die Frage nach dem Besuchsrecht natürlich nicht, sie wandern über Moldawien, den Aralsee, Kasachstan bis zur Wüste Gobi und werden schließlich auch fündig. Dennoch bleibt es dem Leser und seiner Fantasie überlassen, ob die Reise als Erfolg gewertet werden kann. Nicht selten zweifeln unsere Wissenschaftler an ihrem Reiseziel oder aber auch an ihrem Verstand. Doch das würde ja bedeuten, sich eine Niederlage eingestehen zu müssen, so selbstverliebt kommen die drei Herren daher.

Für sich genommen findet jeder der drei Wissenschaftler den Mond, wenn auch anders als ursprünglich gedacht. Mit viel Fantasie stattet Brandenberg die Reise aus, es passiert im Grunde nicht viel, der Umgang der drei Herren untereinander ist der Stoff, aus dem die Geschichte ihren Reiz bezieht. Optisch zunächst trist und der Umgebung angemessen, werden die Gedankengänge im Verlauf der Reise immer abstrakter und phantastischer.  Je „näher“ man dem Mond kommt, desto bunter werden auch die Ausgestaltung der Zeichnungen sowie die Monologe bzw. Dialoge. Es findet für mich als Leser zu einem befriedigenden Abschluss. Jeder der drei Wissenschaftler findet den Mond auf eine für sich einzigartige Weise vor und zieht seine Lehre daraus, auch wenn sie letztendlich den Mond an sich physisch nicht betreten haben.

Der Mond bleibt eigentlich ganz gerne allein, dennoch ist bei ihm so einiges los!

Fazit

Optisch erinnerte mich die Gestaltung der Protagonisten an eine animierte Episode, die auch in der Sendung mit der Maus laufen könnte. Das ist hier ausdrücklich als Kompliment gemeint, kam mir die Assoziation doch direkt in den Kopf. Selbstverständlich passt der Inhalt nicht zu einer Kindersendung, wobei der Ansatz an sich auch für Kinder durchaus passend aufgearbeitet werden könnte. Ich hatte mit der fantasievollen Gestaltung der Geschichte, den Zeichnungen und den passenden Ende(n) meine Freude und habe das Buch zwischendurch immer wieder beiseitegelegt, damit ich noch ein wenig länger etwas davon hatte. Eine Empfehlung auch für Menschen, die normalerweise keine Comics oder Graphic Novels lesen, aber durchaus einen philosophischen Ansatz zu würdigen wissen.

Joachim Brandenberg: Ein kleiner Schritt für die Menschheit ist erschienen im Jaja Verlag – ISBN: 978-3-946642-58-9

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