Moonshine Band 1: Familiengeheimnisse – Unsere Comic-Rezension

Moonshine Band 1: Familiengeheimnisse – Unsere Comic-Rezension

Wenn man sagt, du kannst mich mal im Mondschein besuchen, dann klingt das doch auf das erste Gehör fast schon romantisch, oder? Ich mein, wer möchte nicht in einer lauen Sommernacht mit seinem liebsten Menschen bei Mondschein und einem leckeren Glas Wein zusammensitzen? Gemeint ist bei der Redewendung allerdings eher das Gegenteil, weitere Bedeutungen des Wortes „Moonshine“ wollen wir uns im Zusammenhang mit dem bei Cross Cult erschienenen Hardcover-Buch von Brian Azzarello und Eduardo Risso im Detail ansehen.

Mit 100 Bullets haben sich Azzarello und Risso in der Szene bereits einen Namen gemacht, ähnlich zimperlich geht es auch in Moonshine nicht zu. Das verkünden bereits die 3 Silhouetten auf dem Cover, die 3 Männer zeigen, sowohl mit einem Gewehr, als auch mit Äxten bewaffnet. Auf der Rückseite des Buches zeichnet sich eine Werwolf-Silhouette vor dem weißen Mond ab, ob das auch etwas mit der Geschichte zu tun hat? Und ob, doch der Reihe nach.

 

Die Atmosphäre von Moonshine wird direkt zu Beginn hervorragend eingefangen und stimmt den Leser gut ein. © Cross Cult

 

Wir befinden uns im Jahr 1929, noch dazu in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn unsereins an diese Epoche denkt, kommt einem da fast automatisch die Zeit der Prohibition in den Kopf. Dieses Thema ist auch das Kernstück der Geschichte, natürlich geht es um Alkohol. Damals stand es unter Strafe Alkohol herzustellen und zu verkaufen. Aus der Pädagogik wissen wir jedoch, wenn etwas unter Strafe oder Verbot steht, ist es umso reizvoller sich diesem Verbot zu entziehen. Also wurde der Alkohol illegal gebrannt und hergestellt und selbstverständlich auch konsumiert. Da konnte eine Menge Geld mit verdient werden, was sich in der Unterwelt niemand zweimal sagen ließ. Doch der Nachschub war nicht immer gegeben, weswegen es wichtig und entscheidend war, die Zulieferkette nicht abreißen zu lassen. Neue Zulieferer waren daher immer gerne gesehen, insbesondere in den Städten floss der Alkohol in Strömen. Doch auch auf dem Land war man sich der Wichtigkeit des „Fusels“ bewusst und brannte auch dort was das Zeug hielt.

Die Unterweltbosse in den Städten waren also auch gezwungen, sich immer wieder nach neuen Quellen umzusehen. Von daher wurden auch immer wieder Laufburschen ausgesandt, um neue Zulieferer und Brenner ausfindig zu machen. Ein solcher Laufbursche ist unser Protagonist Lou Pirlo, der für seinen Boss Joe Masseria in die Umgebungen aufbricht, um dort neue Verträge zu schließen. Es sollte klar sein, dass die Verträge zugunsten von Masseria geschlossen werden sollen, das klappt jedoch nicht immer. Da muss Lou dann einfach nachhelfen und Überzeugungsarbeit leisten. Nun wird es von seinem Boss nach Virginia geschickt, genauer gesagt oben in den „verfickten Bergen“, um dort mit Hilram Holt einen Vertrag abzuschließen. Sein Alkohol soll der beste Stoff sein, den Boss Masseria auf jeden Fall für seine Kunden anbieten möchte. Dabei wird Pirlo freie Hand gelassen, wie er an den Vertrag herankommt.

 

Lou Pirlo erhält einen neuen Auftrag, sollte doch ein Kindespiel werden, oder? © Cross Cult

 

Vor Ort in den Wäldern und Bergen von Virginia stellt der Hinterwäldler Hiram Holt für Pirlo doch eine größere Hürde dar als gedacht. Auch wenn es Pirlo die Tochter von Holt angetan hat, stehen sowohl Holt als auch seine Handlanger dem Vorhaben von Pirlo im Weg. Holt denkt nicht im Traum daran seinen Schnaps an andere Leute zu verkaufen und geht auch ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen, um sein Geschäft zu schützen. Zur selben Zeit befinden sich auch FBI-Agenten in den Wäldern, die die Machenschaften von Holt und seinen Handlangern stoppen wollen, dies aber schnell mit ihrem Leben bezahlen. Warum diese Agenten jedoch so zerstückelt aufgefunden werden und was sie so zerfleischt hat, ahnt Pirlo zu Beginn noch nicht. Erst nach und nach wird ihm klarer, dass Hiram Holt eventuell auch seine menschliche Gestalt eintauschen kann und dann zum Tier wird.

 

Wenn das Auto den Mann nicht umbringt, wird er dennoch nicht mehr lange zu leben haben. © Cross Cult

Fazit

Die Atmosphäre von Moonshine ist das Kernmerkmal des Comics. Unterstützt wird dies durch die Farbgebung, das unheimliche und durchaus blutige Artwork und die Bedrohlichkeit, die sich in der Geschichte andeutet. Ab der ersten Seite fühlt man sich in die Welt versetzt und spürt beim Lesen ein Unbehagen, was sich im Lauf der Geschichte des ersten Bandes auch nicht mehr ablegt. Jedoch wird vieles im ersten Band nur angedeutet, mit Traumsequenzen untermalt, als von Alkohol getränkte Wahrnehmung von Lou Pirlo dargestellt. Ich konnte als Leser nicht immer genau sagen, was nun eine Halluzination oder was Realität sein soll. Auch die Motivationen der agierenden Figuren sind nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Lou Pirlo reitet sich von einer beschissenen Situation in die nächste, was es als Leser schwer macht, sich mit ihm als Protagonisten zu identifizieren. Hilram Holt hat auch mehr als einmal die Möglichkeit sich Lou Pirlos zu entledigen, macht dies aber nicht, sehr wahrscheinlich, weil der Protagonist noch im zweiten Band gebraucht wird.

Überhaupt mischt Autor Brian Azzarello hier viele Figuren in die Geschichte, die nur einen kurzen Auftritt haben, dann aber schnell das Zeitliche segnen. Was gut funktioniert und das Buch ein wenig über das Mittelmaß hinaushebt, ist die Darstellung der ländlichen Gegend, mit all ihren Facetten. Die Hinterwäldler benehmen sich so, wie man es erwartet, die Landschaft ist dreckig und die Hitze spürbar. Voodoo oder andere Rituale finden Anwendung und über allem steht der Alkohol, der für viele blutige Situationen und Ableben sorgt. Atmosphärisch und optisch ein gelungenes Buch, die Geschichte droht bisher noch sich zu verrennen, man darf gespannt sein, ob und wie Azzarello im zweiten Band die Kurve noch bekommt.

 

Newsbild: © Cross Cult

Moonshine: Band Eins ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959815-69-7

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Isola: Band Eins – Unsere Comic-Rezension

Isola: Band Eins – Unsere Comic-Rezension

Wir starten unsere Reise mitten in einem Regenschauer. Inmitten des Regens sehen wir eine Kriegerin neben einem sporadisch aufgestellten Zelt sitzen. In sich gekehrt und dennoch aufmerksam beobachtet diese Kriegerin das Lebewesen, das sich innerhalb des Zeltes befindet. Dort erkennen wir, dass es sich um keine menschliche Person handelt, sondern um einen Tiger, der dort in Ruhe schläft. Die Kriegerin, ihr Name ist Rook, wie wir später lernen werden, scheint aber eine besondere Beziehung zu dem Tier zu haben, schließlich deckt sie den Tiger mit einer Decke zu, damit dieser nicht friert. Plötzlich verlangt ein unbekanntes Geräusch ihre Aufmerksamkeit, dem sie zum Schutze des Tigers nachgeht, woraufhin sie auf einen mysteriösen Fuchs trifft. Die ganze Szenerie ist in bläulichem und grünlichem Dunkel gehalten, überhaupt trägt die Farbgebung der Hintergründe und Tageszeiten viel zur Atmosphäre und der Geschichte bei. Rook folgt dem Fuchs auf eine Lichtung, auf der sie mit Schrecken auf den von Pfeilen durchbohrten Tiger trifft, der soeben noch im Zelt schlief. Nachdem sich herausgestellt hat, dass es sich nur um eine Halluzination gehandelt hat, folgen wir dem ungleichen Duo am nächsten Morgen weiter auf ihrem Abenteuer.

 

Schnell wird bei Isola auf den ersten Seiten klar, dass die Farbgebung eine große Rolle spielt. © Cross Cult

 

Isola erzählt eine Abenteuerreise, wir begleiten Captain Rook und den Tiger Olwyn auf der Reise zur Insel Isola. Der Tiger ist jedoch nicht bloß ein Tier, bei ihm handelt es sich um die Königin von Maar, einem der Königreiche des Landes. Damit die Königin wieder von einem stummen Tiger zu einem Menschen werden kann, muss Captain Rook, Anführerin der königlichen Leibgarde, Königin Olwyn zur sagenumwobenen Insel Isola bringen. Auf dem Weg dorthin lauern allerdings viele Gefahren, zum einen haben sich einige diebische Jäger der Clans an ihre Fersen geheftet, zum anderen stoßen die beiden ungleichen Gefährten auf ihrer Reise auch auf mysteriöse Wesen. Diese Wesen haben auch nicht nur Gutes im Sinn, des Öfteren trachten sie nach dem Leben von Königin Olwyn. Aber es gibt auch Unterstützung auf ihrem Weg nach Isola, wenn auch für den Leser eher kryptischer Natur, da nicht immer klar wird, ob es sich bei den Helfern nicht doch auch um Lebewesen handelt, die ihre eigenen Absichten verfolgen.

 

Die Tierwelt und auch die einige mythische Kreaturen sind essenzieller Bestandteil der Geschichte. © Cross Cult

 

Wir lernen auch, dass es zwischen Olwyn und Rook eine etwas innigere Beziehung geben muss, wie innig wird nicht vollständig klar. Fest steht, Rook verteidigte ihre Königin mit ihrem Leben, wenn es darauf ankäme. Weiterhin sehen wir die Hintergründe, wie es zur Verwandlung der Königin in einen Tiger kam und welche Rolle der Bruder der Königin dabei spielt. In einer Auseinandersetzung tötet Captain Rook den Bruder der Königin, kann aber die Verwandlung nicht stoppen, geschweige denn rückgängig machen. Im Hintergrund spielt auch die Politik noch eine Rolle in der Geschichte, auch wenn die genauen Beziehungen der einzelnen Königreiche nicht offengelegt werden. Wir erfahren nur, dass ein Krieg auszubrechen droht, sollten Rook und Olwyn ihren Weg nach Isola nicht vollziehen können. Im ersten Band ist der Weg das Ziel, um uns Leser in die Welt von Isola einzuführen. Es werden eine Menge Beziehungen und Situationen aus der Gegenwart der Reise, aber auch der Vergangenheit gezeigt, ganz durchschauen tun wir das als Leser aber noch nicht. Einiges bleibt davon gewollt im diffusen Bereich und wird in den kommenden Bänden hoffentlich aufgelöst und erklärt. So bleibt uns bisher nur eine simpel gestaltete Geschichte, die keine Preise gewinnen wird, aber umso mehr in den Punkten Zeichnungen und vor allem Kolorierung punkten kann.

Isola kam mit großen Vorschusslorbeeren nach Deutschland und ich sehe auch warum. Was hier optisch abgeliefert wird, ist schon ein starkes Stück Comic und könnte auch locker in ein anderes Medium transportiert werden. Eine Animationsserie von Isola würde ich mir nicht nur gerne anschauen, sondern sehe sie praktisch schon vor mir, wenn ich allein nur das Artwork und die Kolorierung des Buches betrachte. Brenden Fletcher (Assassin´s Creed, Gotham Academy) und Karl Kerschl (Teen Titans: Year One, Gotham Academy) kamen mit der Idee zu Isola in Amerika bei Image Comics unter, dem Verlag also, der die Unabhängigkeit seiner Autoren und Künstler an vorderster Stelle stellt. In der visuellen Ausarbeitung wurden sie von der Koloristin Michele Assarasakorn unterstützt, die auch als M.Sassy.K bekannt ist. Unter anderem hat sie vorher auch an Gotham Academy aber auch an Critical Role Vox Machina Origins gearbeitet. Fassen wir es kurz, optisch ist Isola eine Wucht und kommt in seiner Gestaltung wirklich atemberaubend daher, die inszenatorische Gestaltung hebt das Buch auch über das Mittelmaß hinaus, was der Geschichte in meinen Augen (bisher) noch fehlt.

 

Bereits das Cover zieht einen in die Welt hinein! © Cross Cult

Fazit

Isola wurde von Cross Cult nun nach Deutschland geholt und mit dem ersten Band in einem Softcover-Einband veröffentlicht. Neben den ersten 5 Heften findet ihr auch den Prolog am Schluss des Bandes vor, der in den Vereinigten Staaten in einer separaten Heftreihe veröffentlicht wurde. Ergänzend dazu hat Cross Cult auch noch weiteres Bonusmaterial auf 15 Seiten mit reingepackt, bei dem ihr die verschiedenen Cover der Einzelhefte findet, oder einen kurzen Blick hinter die Kulissen. Ihr erhaltet also einen schönen, runden Band mit einem tollen Einstieg in die Welt von Isola. Wie ich bereits oben angemerkt habe, die visuelle Gestaltung von Isola ist teilweise wirklich atemberaubend, detailreich gestaltet und somit auf jeden Fall einen Kauf wert. Die Geschichte hat mich noch nicht richtig gepackt, es sind noch ein paar Inhalte unklar und nicht abzusehen, wohin uns die Erzählung führen wird. Mich hat es nicht gestört, es lässt auch noch einige tiefergehende Entwicklungen in den kommenden Bänden zu. Denn eines ist klar, ich möchte wissen, wie es weitergeht und welche wahnsinnigen Farben und Zeichnungen mich in den kommenden Abenteuern von Rook und Olwyn erwarten.

Newsbild: © Cross Cult

Isola: Band Eins ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959813-58-7

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Drifter Band 2: Die Wache – Unsere Comic-Rezension

Drifter Band 2: Die Wache – Unsere Comic-Rezension

Die Menschheit scheint sich in Drifter von Autor Ivan Brandon und Zeichner Nic Klein im gesamten Universum ausgebreitet zu haben, zumindest findet sich auch auf dem Planeten Ouro menschliches Leben. Ouro ist durch eine karge Wüstenlandschaft gekennzeichnet und eher eine Bleibe für gestrandete Existenzen und Überbleibsel der Zivilisation. Auf diesen Planeten stürzt der Pilot Abram Pollux mit einer Bruchlandung ab. Kurz nach der Bruchlandung verliert er das Bewusstsein. Nach drei Tagen wacht er wieder auf, versorgt wurde er von der Ärztin Lee Carter, die ihm auch ein wenig mehr über den Planeten und dessen Bewohner verrät. Doch sind wirklich nur 3 Tage vergangen? Warum sieht das Raumschiff von Pollux dann aus, als läge es schon seit Jahren an der Absturzstelle? Was hat es mit den anderen Bewohnern auf Ouro, den Wheelern, auf sich?

Im Verlauf des ersten Bandes lernen wir noch weitere gestrandete menschliche Persönlichkeiten kennen, aber auch eine ominöse Schattengestalt im Dunkeln, die immer mal wieder zu den menschlichen Wesen auf Ouro Kontakt aufnimmt und mit den Wheelern in Zusammenhang zu stehen scheint. Vielleicht einer ihrer Anführer? Fakt ist, dass sich tief unter der Planetenoberfläche eine Energiequelle befindet, die für die Bewohner und die hier gestrandeten Seelen eine enorme Anziehungskraft besitzt. Für die menschliche Seite bedeutet diese Energiequelle auch das Überleben, speist diese auch das kleine Dorf, in dem sich die menschlichen Bewohner irgendwie am Leben halten. Dabei sind Konflikte natürlich vorprogrammiert, scheinen doch nicht alle Bewohner nur Gutes im Schilde zu führen.

Welche Absichten verfolgt die Gestalt im Dunkeln? © Cross Cult

 

In Band 1 kommt es auch zu einem solchen Zwischenfall zwischen Wheelern und Menschen, der nicht ohne Verluste bleibt. Weiterhin treibt ein zwielichtiger Prediger sein Unwesen in der Siedlung, der anscheinend auch über Leichen geht. Was dahinter steckt, erfahren wir zunächst ebenfalls nicht. Dann wäre da noch der Mann, der unseren Protagonisten Abram Pollux direkt nach seiner Ankunft in den Rücken geschossen hat. Es wird nicht ganz klar, was dieser Emmerich genannte Mann für eine Rolle spielt, hält er sich doch meist außerhalb der Siedlung auf und führt ein Einsiedlerdasein.

Der zweite Band von Drifter erzählt die Geschichte nahtlos weiter, der Priester ist tot und wird von den Wheelern abgeholt und weggebracht. Zuvor hatte der „Vater“ den Hilfssheriff der Siedlung getötet und erfuhr nun dafür Vergeltung. Doch ein neuer Hilfssheriff wurde bereits von dem „Mann im Dunkeln“ eingesetzt, was nicht bei allen auf Zustimmung trifft. Doch die Ressourcen werden knapp und es werden Ersatzteile benötigt, um die Siedlung am Laufen zu halten. Diese Ersatzteile glauben die Menschen an einem weit entfernten Ort zu finden, jenseits dessen, was sie als sichere Umgebung kennengelernt haben. Also macht sich eine Expedition auf, diese „andere Seite“ zu erkunden und dort nach Ersatzteilen zu suchen. Dabei spielen die unterschiedlichen Charaktere innerhalb der Expeditionsgruppe natürlich auch eine Rolle, schließlich sind nicht alle Absichten immer offensichtlich und jeder ist auf sich allein gestellt.

 

Eine Reise ins Ungewisse? © Cross Cult

 

Drifter nimmt sich auch im zweiten Band gesellschaftliche Entwicklungen und Gruppendynamiken vor. Es ist nicht leicht die Geschehnisse in Drifter zu beschreiben, weswegen ich die Ereignisse zum einen nur angerissen habe und zum anderen sehr oberflächlich dabei geblieben bin. Das ist nicht unbedingt als negativ zu werten, jedoch wirft Drifter in den ersten beiden Büchern oftmals mehr Fragen auf, als beantwortet werden. Dies zieht sich auch im 3. Band größtenteils weiter durch, den ich privat schon gelesen habe, und wird anscheinend erst im Abschlussband aufgelöst. Das macht es für den Rezensenten schwierig zu beurteilen, wohin die Geschichte sich entwickelt, oder worauf bereits jetzt ein Augenmerk der Macher gelegt wurde, wenn man die Auflösung nicht kennt (Band 4 habe ich bisher nicht gelesen). Das eröffnet dabei allerdings auch die Frage nach Sinn und Zweck der Rezension eines Einzelbandes auf, schließlich kenne ich den Gesamtkontext noch nicht. Ich kann also nicht wirklich beurteilen, ob sich die Lektüre des Drifter-Gesamtwerkes insgesamt lohnt, Band 4 kann das Kartenhaus zum Einfallen bringen, oder auch die bisherigen Geschehnisse in ein völlig neues Licht stellen.

Dennoch kann ich versuchen zu beschreiben, was den geneigten Leser dieser Rezension erwartet und klarmachen, dass die Geschichte in der vorliegenden Form keinesfalls abgeschlossen ist, aber dennoch die beiden kommenden Bände schmackhaft macht. Ich bin generell ein optimistischer Mensch und glaube einfach mal dem Hörensagen, dass Drifter im Abschlussband erst in Gänze zur Geltung kommt. Aus diesem Grund möchte ich hier noch eine These meinerseits in den Raum stellen, die Leser des vollständigen Werkes vielleicht amüsieren wird (weil sie die Antwort kennen) und für Leser, die auf dem aktuellen Stand wie ich sind, eine Denkanregung darstellt, denn: Ich weiß es auch nicht besser.

Meine Vermutung ist, dass Emmerich und Pollux ein und dieselbe Person sind, lediglich in einer anderen Zeitebene oder Dimension.

 

Zwei Seiten einer Medaille? © Cross Cult

Fazit

Auch nach Abschluss des zweiten Bandes fühle ich mich als Leser weiter in die Welt von Drifter hineingezogen, kann aber nicht behaupten, den Kern der Geschichte bereits erfassen zu können. Von daher gilt mein Fazit zu Band 1 nahezu unverändert auch für Band 2. Der Leser wird zu einem großen Teil im Dunkeln gelassen, was es mit der Vergangenheit von Abram Pollux auf sich hat. Aber auch die Gegenwart auf Ouro lässt sich nicht immer präzise definieren, was wiederum an der gewählten Erzählweise von Drifter liegt. Autor Ivan Brandon erzählt die Ereignisse nicht chronologisch, sondern springt mittendrin immer mal in verschiedenen Zeitebenen umher. Hinzu kommen die gesellschaftlichen Abbildungen innerhalb der unterschiedlichen Gruppierungen, die eine gewisse Eigendynamik erhalten, aber ohne großen Kontext wiederum schwer zu fassen sind. Auf gut Deutsch, Band 2 von Drifter lässt mich weiter zappeln, gibt mir aber zu wenig an die Hand, als dass ich auf jeden Fall dranbleiben müsste. Vielleicht wurde hier auch schon etwas angedeutet, was sich dann im Abschlussband als großer Aha-Moment herauskristallisiert, dann hab ich das bisher nicht mitbekommen. Das gilt es dann aber auch zu kritisieren, denn ein Leser bleibt nicht immer so lange bei der Stange und besitzt nicht unbedingt den Willen wie ich, der sich mit dem Medium intensiver auseinandersetzen möchte. Gelegenheitslesern, die von der tollen visuellen Präsentation von Nic Klein angezogen wurden, kann ich beim besten Willen bis zum Ende des zweiten Bandes keine Empfehlung aussprechen. Leser, die der neunten Kunst so oder so verfallen sind, sollten sich Drifter dennoch ansehen und reinlesen, sie wissen ja nun was sie erwartet, wobei ich vom tatsächlichen Geschehen so gut wie gar nichts verraten habe.

Newsbild: © Cross Cult

 

Drifter Band 2: Die Wache ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-864256-88-2

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Drifter Band 1: Crash – Unsere Comic-Rezension

Drifter Band 1: Crash – Unsere Comic-Rezension

Ja, ich weiß, ich bin spät dran. Aber es gab immer etwas anderes zu spielen, zu schauen oder zu lesen. Das soll auch keine Ausrede sein, aber ihr kennt das Gefühl sicher, oder? Man bewegt sich seit Jahren immer mal wieder in einem bestimmten Unterhaltungsmedium, sei es Film, Serie, Videospiel oder eben Comic, und man schippert immer wieder um ein bestimmtes Highlight herum. Das muss gar nicht mal mit Absicht sein, es passiert einfach ohne weiteres Zutun. Mal ist man knapp bei Kasse, mal ist der Lesestapel schon so hoch, dass ein weiterer Comic eher eine Ehekrise auslöst, als dass man es riskieren möchte noch mehr zu kaufen. Nun darf ich Drifter Band 1 – Crash für playto rezensieren und möchte euch bereits hier eine Empfehlung aussprechen.

Doch dazu muss ich weiter vorne ausholen. Drifter huschte im Lauf der Jahre immer mal wieder über meinen Bildschirm, vor Ewigkeiten noch als englische Hefte im amerikanischen Raum als Veröffentlichung bei Image Comics. Dann bekam ich Nebenbei mit, dass Drifter bei einem meiner Lieblingsverlage in Deutschland eine hiesige Veröffentlichung im Hardcover spendiert bekam. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit Comics und Graphic Novels aber nicht viel am Hut, weswegen ich da auch nicht zugriff. Nun stellt sich heraus, dass Drifter von Nic Klein gezeichnet wurde. Auch wenn Nic Klein in Kassel lebt und arbeitet, merkt man das selbstverständlich seinem Wirken nicht an. Entschuldigung an Kassel, aber ich darf das, ich wohne auch dort. (Klischeebemerkung: Check)

Der Zeitpunkt der Bruchlandung, optisch wird dem Absturz eine komplette Seite zur Verfügung gestellt.

 

Im Gegenteil, Klein hat als einer der wenigen (der einzige?) deutschen Zeichner bereits mit großen Namen in der Branche wie Rick Remender oder Jason Aaron zusammengearbeitet und sowohl für Marvel als auch DC gezeichnet. Bei Image Comics konnte er eine seiner ersten eigenen Serien in Form von „Viking“ umsetzen (auf Deutsch ebenfalls bei Cross Cult verfügbar). Genau diese Zusammenarbeit mit Autor Ivan Brandon führte dann zum vorliegenden Drifter, der mit 4 Hardcover-Bänden bei Cross Cult vollständig vorliegt. Brandon machte sich vor Viking ebenfalls einen Namen, als er unter anderem für DC mit am Aftermath zur Final Crisis mitschrieb oder für Marvel an Deadpool oder den X-Men beteiligt war.

Doch worum geht es in Drifter denn eigentlich? Die Menschheit scheint sich im gesamten Universum ausgebreitet zu haben, zumindest findet sich auch auf dem Planeten Ouro menschliches Leben. Ouro ist durch eine karge Wüstenlandschaft gekennzeichnet und eher eine Bleibe für gestrandete Existenzen und Überbleibsel der Zivilisation. Auf diesen Planeten stürzt der Pilot Abram Pollux mit einer Bruchlandung ab. Kurz nach der Bruchlandung, die er knapp überlebt, wird er von einem maskierten Wanderer in den Rücken geschossen und verliert wiederum das Bewusstsein. Zuvor hatte Pollux noch eine Begegnung mit einer der ansässigen außerirdischen Spezies, es wird nicht seine letzte bleiben. Nach drei Tagen wacht er wieder auf, versorgt wurde er von der Ärztin Lee Carter, die ihm auch ein wenig mehr über den Planeten und dessen Bewohner verrät. Doch sind wirklich nur 3 Tage vergangen? Warum sieht das Raumschiff von Pollux dann aus, als läge es schon seit Jahren an der Absturzstelle? Drifter wirft im hier vorliegenden Band selbstverständlich zunächst ein paar Fragen auf und liefert weniger Antworten, was dann wohl den weiteren Bänden vorbehalten bleibt.

Im Verlauf des ersten Bandes lernen wir noch weitere gestrandete Persönlichkeiten kennen, wie Della und Chuck, die die einzige Energiequelle des Planeten abbauen. Diese Energiequelle befindet sich tief unter der Oberfläche des Planeten und muss unter Lebensgefahr abgebaut werden, zieht sie doch auch andere Lebensformen an, die für die Menschen eine Gefahr darstellen. Im Verlauf des ersten Bandes kommt es auch zu einem solchen Zwischenfall, der nicht ohne Verluste bleibt. Weiterhin treibt ein zwielichtiger Prediger sein Unwesen in der Siedlung, der anscheinend auch über Leichen geht. Was dahinter steckt, erfahren wir zunächst ebenfalls nicht. Gepaart mit dem mysteriösen Mann vom Beginn, der Pollux niedergeschossen hat, entwickelt sich ein Geflecht aus Beziehungen, die für den Leser nicht vollends zu deuten sind. Zum Abschluss von „Crash“, wie der erste Band genannt wurde, findet Pollux sein eigenes Grab an einem improvisierten Friedhof in der Nähe der Siedlung vor.

 

Eine Szenerie von der Siedlung, in der sich allerlei gestrandete Existenzen aufhalten.

Fazit

Drifter startet stark in die erste Runde. Der Leser wird zu einem großen Teil im Dunkeln gelassen, was es mit der Vergangenheit von Abram Pollux auf sich hat. Aber auch die Gegenwart auf Ouro lässt sich nicht immer präzise definieren, was wiederum an der gewählten Erzählweise von Drifter liegt. Autor Ivan Brandon erzählt die Ereignisse nicht chronologisch, sondern springt mittendrin immer mal in verschiedenen Zeitebenen umher. Das macht das Lesen nicht einfacher, zumal wir als Leser ebenso wie Abram Pollux neu auf Ouro sind und die Welt mit seinen Augen kennenlernen. Auf diese Weise bleibt es aber auch spannend und ich habe nicht das Gefühl sagen zu können, wie Drifter in den weiteren 3 Bänden weitergeht, geschweige denn in Band 2. Optisch brennt Klein hier wie bereits oben geschrieben ein Feuerwerk an Farben und Figuren ab. Er und Brandon können hier aus dem Vollen schöpfen, schließlich befinden wir uns auf einem fremden Planeten – keine Vorgaben und keine Regeln, außer den selbst auferlegten. Das macht die Lektüre von Drifter so spannend und unvorhersehbar, ich bin gespannt wie es weitergeht.

 

Drifter Band 1: Crash ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-86425-678-3

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Spawn Heft #296: History of Spawn Part 1 – Unsere Comic-Rezension

Spawn Heft #296: History of Spawn Part 1 – Unsere Comic-Rezension

Setzt euch, Kinder, der Märchenonkel Redeemer erzählt euch mal die Geschichte vom anderen Onkel mit Namen Al Simmons, Spitzname Spawn. Onkel Al ist mittlerweile ein alter Sack, zählen wir doch gemeinsam die Tage bis zu seinem 300. Heftabenteuer. Das mit dem alten Sack stimmt so eigentlich auch nicht wirklich, ist Spawn doch zwar immer noch aktiv, seine Ursprungsseele Al Simmons ist aber tot. Doch bevor wir das aktuelle Geschehen unter die Lupe nehmen, lassen wir das bisherige Geschehen noch einmal Revue passieren.

In diesem Jahr steht die 300. Ausgabe in der fortlaufenden Spawn-Comicreihe an, damit sind wir bei Spawn nun ungefähr dort angelangt, wo Todd McFarlane bei Spider-Man Ende der 80er- / Anfang der 90er-Jahre das Ruder mit seinem phänomenalen Run übernommen hatte. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt. Erst quittierte Todd McFarlane bei Marvel den Dienst, um mit anderen großartigen Mitstreitern wie Jim Lee den eigenen Verlag Image Comics zu gründen. Dort kreierte er schließlich auch Spawn, welche als eine der wenigen (die einzige?) Serien bis heute überlebt hat, nur um Jahre später auch im Actionfiguren-Business eine große Nummer zu werden. Wie kein anderer verstand es McFarlane, dass es sich lohnt, nicht nur auf „ein Pferd zu setzen“, sondern sich etwas breiter aufzustellen. Mit den Figuren erschuf er ein ebenso großes Unternehmen, was weltweit für seine Produkte bekannt sein dürfte. Image Comics machte im Lauf der Zeit auch immer wieder schwierige Zeiten durch, wenn der Verlag auch seit ein paar Jahren wieder in ruhigeren Fahrwassern unterwegs ist, auch dank einer kleinen unscheinbaren Reihe namens The Walking Dead (nie gehört).

Zurück zum Thema: Im Sommer steht die Veröffentlichung der Nummer 300 auf Englisch an und mit der nun vorliegenden Ausgabe 296 beginnt die „Road to #300“. In den kommenden Ausgaben wird nun zum einen die Historie von Spawn nochmal aufgearbeitet, dies betrifft Hefte 296 und 297, und anschließend geht es mit dem „War of 300“ weiter bis zur Jubiläumsausgabe und darüber hinaus. Vor kurzem kündigte McFarlane an, dass auch sein alter Kollege Jim Lee in irgendeiner Form mit am Jubiläum beteiligt sein wird (meine Vermutung: Er wird ein Variant-Cover beisteuern), weiterhin wird McFarlane selbst an den Heften entweder inhaltlich oder auch optisch mitarbeiten.

In Heft Nummer 296 werden uns die aktuellen Antagonisten Spawns präsentiert und wie ihre Pläne aussehen, sich in der Auseinandersetzung mit Spawn zu behaupten. Dazu rekapituliert der Redeemer (die personifizierte Antwort des Himmels auf die Ausgeburt der Hölle namens Spawn) die komplette Geschichte und Hintergründe sowohl von Al Simmons als auch von Spawn. Mit einem Kniff aus der Sicht des Bösewichts präsentieren uns McFarlane (hier für Skript und Plot verantwortlich) und Jason Shawn Alexander mit seinen Zeichnungen einen kurzen Abriss der bisherigen Geschichte von Spawn. Dies dient auch dazu alte Leser wieder mit ins Boot zu holen, die die Serie eventuell aus den Augen verloren haben oder, so wie bei mir, neue Leser zu gewinnen, die mit dem ungefähren Ursprung der Figur vertraut sind, aber den jahrzehntelangen Verlauf nicht kennen. Mit seinen Zeichnungen, die keiner gewöhnlichen Panel-Struktur folgen, sondern sich meist über Doppelseiten erstrecken, füllt Alexander die Seiten auf und lässt einzelne Szenen aus dem „Leben“ von Spawn ineinander überfließen. Dabei geleitet wird der Leser von den längeren Text-Monologen aus dem Mund des Redeemers, die den optischen Overkill aus knapp 3 Jahrzehnten einordnen und dem Leser klarmachen, dass weder die Hölle noch der Himmel sich jemals bewusst waren, was sie mit Spawn für ein Unheil über sich brachten. Erst auf der letzten Seite wird klar, dass sie nur gemeinsam einen Schlachtplan gegen Spawn entwickeln können, um überhaupt eine Chance zu haben.

Ich lese parallel zu diesem Heft auch die Origin-Story zu Spawn, die in den sehr empfehlenswerten Hardcover-Büchern aus dem Hause Panini Comics auf Deutsch erschienen sind. Diese möchte ich euch hiermit auch sehr ans Herz legen, bekommt ihr mit der Spawn Origins Collection Band 1 doch mit den ersten 12 Heften überhaupt einen guten Einblick in den damaligen Start. Passenderweise greift auch Heft 296 auf ein paar Figuren aus diesem Buch auf, weswegen ich das Experiment gewagt habe, zum einen mir in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach weitere Bücher aus der Origins Collection zu kaufen, aber auch parallel mir die aktuellen Hefte rund um Nummer 300 besorgen werde. Aber auch für Nichtkenner ist am Ende des Heftes ein kleines Glossar mit beigefügt, in denen alle Figuren und deren erstes Erscheinen nochmal aufgelistet sind, wie praktisch!

Vielleicht begleitet ihr mich in den nächsten Monaten hier auf playto dabei, wenn ich alle kommenden Ausgaben zumindest bis Heft 303 oder auch darüber hinaus besprechen werde. Solltet ihr nun Feuer und Flamme sein (oder auch Himmel und Hölle in Bewegung setzen), um an weiteres Spawn-Material zu kommen, möchte ich euch wie bereits oben angesprochen unbedingt die tolle Origins Collection ans Herz legen, oder ihr lest die Ereignisse kurz vor Heft 296 in der deutschen Variante durch, indem ihr Ende Mai mit Spawn 121 ebenfalls aus dem Panini Comics-Verlag in die Hölle absteigt. So oder so, wir sehen uns hoffentlich bald wieder!

Heft 296 erscheint in 3 Cover-Varianten, von der eine hier zu sehen ist.

Fazit

Dies ist ein guter Einstieg für Neuleser und auch für alteingesessene Spawn-Fans, um wieder auf den aktuellen Stand zu kommen. Optisch sehr schön illustriert, lassen die Künstler uns die Geschichte Revue passieren, aus diesem Grund passiert in dieser und wahrscheinlich auch der nächsten Ausgabe nicht viel Neues. Aber das war auch abzusehen, da muss jeder für sich entscheiden, ob das für sie oder ihn infrage kommt. Spannend wurde es für mich dieses Mal nicht, bereut habe ich den Kauf aber auch nicht. Da ich in der Regel immer nur gesammelte Paperbacks oder Hardcover kaufe, stellt dies ein Experiment für mich dar und ich freue mich auf die kommenden Ausgaben, wenn denn der Krieg mal richtig losgeht und welche Überraschung McFarlane und seine Mitstreiter noch so für uns parat haben. Um Spawn zu verstehen, sollten schon gute Englischkenntnisse vorhanden sein, sonst könnt ihr die Ausführungen des Redeemers nicht komplett nachvollziehen – der Gute neigt dazu ein wenig ausschweifend zu fabulieren. Aber das wird sich in den kommenden Ausgaben ja noch ändern…

 

Die Spawn Origins Collection Band 1 ist erschienen bei Panini Comics – ISBN: 978-3862015559.

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