Tanz mit dem Drachenfeuer: Spyro Reignited Trilogy in unserem Spieletest

Tanz mit dem Drachenfeuer: Spyro Reignited Trilogy in unserem Spieletest

Dieser Spieletest basiert auf der PlayStation 4-Version von Spyro Reignited Trilogy.

Im Alter beginnt man die kleinen Dinge wertzuschätzen. Es sind dann oftmals die Details, die einen Menschen mehr erfreuen als das große Ganze. Hinzu kommt, dass man sich vermehrt darüber freut, alte Freunde wiederzutreffen, die man aus den Augen verloren hatte. Ist es dabei nicht verwunderlich, dass man dann sofort wieder in alte Muster verfällt oder eine Rolle wieder einnimmt, die unter Umständen schon sehr lange abgelegt wurde, weil man sich weiterentwickelt hat? Manchmal kann der Körper dann auch Bewegungsmuster wieder abrufen, die Jahre oder sogar Jahrzehnte nicht ausgeübt wurden, die aber nach kurzer Eingewöhnung dann zur großen Verwunderung wieder gekonnt angewendet werden. Wovon ich spreche? Na, von Videospielen natürlich, was dachtet ihr denn?

Kennt ihr das Gefühl: Ihr habt vor 20 Jahren ein Videospiel gespielt und auf einmal erwischt ihr euch als reifen Menschen beim Spielen des Remakes dieses Videospiels? Denn wenn ein Spiel gekonnt wieder neu aufgelegt wird, dann spürt man das Flair von damals wieder in seinen Händen. Die Bewegungen lassen euch gekonnt durch die ersten Level gleiten, eure Feuersbrunst ist so heiß wie eh und je und euer Dickkopf so unnachgiebig mit den Feinden in eurer Nähe – es ist eine Freude! Naja, zumindest für euch und bis zu dem Zeitpunkt, wo die Fluglevel anstehen. Diese verflucht ihr genauso innbrünstig wie damals, als ihr noch in einer Wohngemeinschaft gelebt habt und der Tisch neben eurem Sofa immer unter euren Faustschlägen leiden musste. Hach ja, das Gefühl Spyro the Dragon zu spielen ist wieder da.

Spyro startet in die altbekannten Abenteuer, sieht aber besser aus denn je.

Bereits letztes Jahr schlug mein PlayStation-Herz höher, als die Crash Bandicoot N. Sane Trilogy veröffentlicht wurde. Mit der Spyro Reignited Trilogy wird dies meines Erachtens noch übertroffen. Nicht nur, dass sich auch hier die ersten drei Spiele aus der Reihe in einer Collection wiederfinden, sie wurden auch mit viel Liebe zum Detail in die Moderne übertragen. Gleich das erste Bild im ersten Spiel macht euch das gut deutlich. Ihr startet mit Spyro in einer bunten, lebendigen Welt, das Gras wiegt sich leicht im Wind, in der Ferne sind Gegner zu sehen, wie sie ihrem Alltag nachgehen und ihr macht eure ersten Gehversuche mit dem kleinen lila Drachen.

In die Steuerung findet ihr schnell hinein, Spyro kann von Beginn an Feuer speien, springen, einen Rammstoß vollziehen sowie Ausweichrollen nach links und rechts durchführen. Wie es sich für einen ordentlichen Drachen gehört, kann er natürlich auch fliegen, wobei das nicht immer klappt. Dazu gibt es gesonderte Level, in denen ihr eine Reihe an Sammelaufgaben erledigen müsst. Dennoch kann Spyro in den normalen Levels gleiten, um so über Abgründe zu gelangen und auch das eine oder andere Geheimnis aufzuspüren. Nicht selten kommt es vor, dass ihr mittels Gleitflug in neue Areale gelangt. Achtet besonders auf Stellen, bei denen ihr um die Ecke denken und gleiten müsst.

Auf euren Abenteuern begleitet euch stets eine kleine Libelle namens Sparx. Sparx ist quasi eure lebendige Lebensanzeige. Hättet ihr die Libelle nicht, würde Spyro nach einem Schlag bereits sterben. Sparx ändert seine Farbe je nachdem, wie gut es um euch steht. Um Sparx zu füttern, flambiert ihr kleine Lebewesen auf eurem Abenteuer, die daraufhin zu Schmetterlingen werden – genau die richtige Mahlzeit für Sparx. Der Clou an der PlayStation 4-Fassung der Reignited Trilogy und ein richtig nettes Detail ist, dass die Leuchtleiste des Dualshock Controllers dann in derselben Farbe leuchtet wie Sparx.

Auf Knopfdruck könnt ihr die Perspektive wechseln, um euch in aller Ruhe umzusehen.

Im Verlauf der Spielzeit gelangt ihr dennoch an die eine oder andere Herausforderung. Insbesondere die Levelabschnitte, in denen ihr rennend auf Zeit Aufgaben erledigen müsst, entweder eine gewisse Anzahl Gegner umstoßen oder eine entsprechende Anzahl Dinge einsammeln, gelingen selten auf Anhieb. In manchen dieser Aufgaben kommt ihr nicht um Ausprobieren herum, was schade ist, da die Aufgaben keine große Herausforderung darstellen sollten, dies aber aufgrund der Spielmechanik mitunter sind. Nicht immer werden die gelösten Aufgaben honoriert, in einem Beispiel habe ich nach 10 Statuen gesucht, die ich mit meinem Feuerstrahl aktivieren sollte. Dabei konnte ich die 10. Statue nicht finden, nur um irgendwann zu merken, dass ich bereits alle besucht hatte, das Spiel aber die entsprechende Sequenz beim Auftraggeber nicht abspielte, weswegen ich die Herausforderung nicht abschließen konnte.

Ein weiterer Aspekt in den Abschnitten auf Zeit ist die Steuerung, die hier nicht so filigran ist, wie sie sein könnte. Insgesamt kann über die Steuerung mittels der Analog-Sticks nicht gemeckert werden. Wenn ihr jedoch zu einem Rammstoß ansetzt und dementsprechend dabei schneller rennt, solltet ihr aufpassen, dass ihr nicht in die falsche Richtung rammt. Dies ist noch gut zu händeln, wenn dann aber in bestimmten Abschnitten nochmals eure Geschwindigkeit durch einen Boost erhöht wird, leidet die Wendigkeit von Spyro dort extrem. Das mag eventuell auch an meiner verminderten Reaktionsfähigkeit liegen, dass ich diese Abschnitte nicht immer beim ersten Mal erledigen konnte, aber eine erhöhte Schwammigkeit in der Navigation bei erhöhter Geschwindigkeit ist hier nicht wegzudiskutieren. Dies betrifft in den Spielen zum Glück nicht so viele Bereiche. Ärgerlich ist es nur, wenn euch zum Abschluss des Levels nur noch diese Herausforderungen fehlen und ihr aufgrund dessen unnötig frustriert werdet.

In Teil 3 kommt hinzu, dass ihr einen Großteil des Spieles nicht nur Spyro steuert, sondern eine Handvoll weiterer Charaktere, die sich größtenteils ebenfalls gut navigieren lassen. Auch wenn hier nicht immer ein klassisches „Platforming“ gefragt ist, sondern auch andere Gameplay-Elemente wie beispielsweise aus einem Shoot ´em up hinzugefügt wurden. Ähnlich wie im dritten Teil der Crash Bandicoot-Reihe löste man sich hier von der reinen Spielmechanik der beiden ersten Spiele, was der Reihe mit Sicherheit gutgetan hat, um ein wenig mehr Abwechslung zu integrieren.

Im 3. Teil könnt ihr auch andere Charaktere steuern, wie hier Känguru Sheila.

Die generellen Aufgaben in den drei Spielen „Spyro the Dragon“, „Spyro 2: Ripto’s Rage!“ (früher in Europa als Spyro 2: Gateway to Glimmer bekannt) und „Spyro: Year of the Dragon” bestehen meist darin, bestimmte Gegenstände zu finden oder Drachen zu befreien. Überhaupt sammelt ihr in euren 3D-Platformer-Abenteuern eine Menge Edelsteine, Dracheneier oder Talismane, je nach Spiel. Ihr startet und landet generell immer wieder in einer Art Oberwelt, von der ihr durch Portale zu den einzelnen Levels gelangt. Selbst in dieser Oberwelt gibt es aber immer auch einiges zu entdecken und zu erforschen, schaut euch hier genauso intensiv um.

Die Spyro-Reihe lädt euch in jedem einzelnen Spiel ein, die Welten zu erkunden. Dabei müsst ihr nicht immer geradlinig von Ort zu Ort gelangen, oftmals werdet ihr für Erkundungen mit versteckten Arealen belohnt, die ihr vorher nicht gesehen habt. Im Menü findet ihr eine Übersicht, wie viel ihr vom jeweiligen Level schon erkundet und absolviert habt. So könnt ihr sicher sein, bei 100 Prozent auch wirklich das gesamte Level abgegrast zu haben.

Dabei kommen euch aber auch einige Hilfsmittel in der Reignited Trilogy zugute, die ich hier nicht unerwähnt lassen möchte. Auf Wunsch könnt ihr euch in allen drei Spielen – erstmals auch in Teil 1 – eine kleine Karte der Gebiete einblenden lassen. Das ist sicherlich nicht verkehrt bei einigen der verwinkelten Levels. Wie bereits erwähnt, seht ihr im Menü immer auf einen Blick euren Fortschritt im Level, die Kamera könnt ihr so einstellen, dass ihr sie frei schwenken könnt oder dass sie euch folgt und sich automatisch nachjustiert. Bereits in den Originalen konntet ihr an eurem Begleiter Sparx ablesen, wie es um euch gesundheitlich bestellt ist, so ist es natürlich auch hier. Aus dem Menü heraus könnt ihr auch schnell in vorherige Levels springen, die ihr vorher bereits einmal besucht hattet. Schnell bezieht sich hier aber leider nur auf die Auswahl derer, denn die Ladezeiten zwischen der Oberwelt und den einzelnen Levels lassen leider zu wünschen übrig.

Ein Drache auf dem Skateboard? Auch das kommt in der Reignited Trilogy als Minispiel vor!

Auch wenn der Ladebildschirm im Gegensatz zur N. Sane Trilogy von Crash Bandicoot hübscher gestaltet ist, ihr einen fliegenden Spyro von der Seite betrachtet und mit diesem auch interagieren könnt, kürzere Ladezeiten wären hier eher angebracht gewesen. Sicher ist es nett, auch im Ladebildschirm mit Spyro ein paar Bewegungen zu vollziehen, aber so um die 20 bis 30 Sekunden bis zum nächsten Level sind keine Seltenheit. Dies kann mit Sicherheit noch nachgepatcht werden, derzeit benötigt ihr hier aber mehr Geduld und werdet aus eurem Abenteuer gerissen. Solltet ihr in den Fluglevels scheitern und einen erneuten Versuch angehen, befinden sich diese zu einem großen Teil noch im Speicher, hier sind die Ladezeiten zwischen den Versuchen nicht allzu lang.

Die Animationen im Spiel und insbesondere in den Zwischensequenzen sind den Entwicklern von Toys for Bob aber äußerst gut gelungen. Die insgesamt bereits im Original cartoonhaften Spiele werden in der Reignited Trilogy durch die Animationen auf ein ganz anderes Level gehoben. Jeder einzelne Drache hat Charakter bekommen und glänzt mit entsprechenden Animationen. Dies spiegelt sich selbstverständlich auch bei den anderen Charakteren im Spiel und erst recht bei den Gegner-Designs wieder. Das ist wirklich sehr hübsch anzusehen und braucht sich auch nicht vor manch einer Animationsserie verstecken – wirklich richtig hübsch und detailreich.

Was in die Animationen auch reinspielt, ist die vollständig lokalisierte und vertonte deutsche Sprachausgabe, erhalten doch alle Lebewesen im Spiel dadurch noch mehr Charakter. Auch wenn im Original teilweise andere Sprecher verwendet wurden, hat man hier nun dennoch eine gute Auswahl getroffen und die Stimmen gekonnt besetzt. Auch die akustische Untermalung im Hintergrund wurde für die Trilogy auf den neuesten Stand gebracht. So wurden die ursprünglichen Musikstücke von Komponist Stewart Copeland (unter anderem Schlagzeuger der Band „The Police“) bearbeitet, aufpoliert und sogar dynamisch gestaltet. Wenn Spyro sich im Level schneller bewegt, passt sich die Musik diesem Umstand an und wird ebenso schneller. In ruhigen Passagen plätschert die musikalische Untermalung dann einfach weiter so dahin. Wer darauf keine Lust hat, kann in den Optionen ganz einfach die originale Musik einstellen und sich, so wie ich, von den originalen Kompositionen Stewart Copelands in die unterschiedlichen Szenarien des Spiels entführen lassen.

Ladet ihr das Spiel aus dem PlayStation Store herunter, nimmt die Spyro Reignited Trilogy knapp 65 GB an Daten auf eurer Festplatte in Anspruch, wie viel Platz bei der Disc-Fassung in Anspruch genommen wird, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Fazit

Spyro Reignited Trilogy ist eine wunderschöne Sammlung an Spielen mit jeder Menge Spielzeit, einer guten aber nicht perfekten Steuerung und einer tollen Spielbarkeit sowohl für die alteingesessenen Spyro-Fans als auch für Neulinge. Und insbesondere die jungen Fans, die Spyro eventuell nur aus den Skylanders-Abenteuern kennen (so wie mein Sohn beispielsweise), finden genauso gut in die Spiele hinein, wie mein älteres Gamer-Herz. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad innerhalb der Spiele ein wenig von Level zu Level schwankt, machen die Aufgaben dennoch eine Menge Spaß und begeistern mit tollen Animationen und einer gelungenen deutschen Vertonung. Hier und da läuft das Spiel nicht ganz rund und an wenigen Stellen ruckelt das Geschehen ein wenig, dies stört aber den Gesamteindruck nicht entscheidend. Toys for Bob hat in meinen Augen eine gute Balance geschafft, die alten Fans nicht zu verprellen und neue Fans hinzuzugewinnen. Es ist schon erstaunlich, mit wie viel Liebe zum Detail hier gearbeitet wurde, um uns die Spiele auf einer modernen Plattform zu präsentieren. Da habe ich gerne ein paar Wochen länger gewartet, weil das Ergebnis sich wirklich sehen lassen kann. Unbedingte Kaufempfehlung für alle nostalgischen und aktuellen 3D-Platforming-Liebhaber!

PlayStation VR Mega Pack ist ab sofort erhältlich (inkl. PM)

PlayStation VR Mega Pack ist ab sofort erhältlich (inkl. PM)

Passend zum Weihnachtsgeschäft hat Sony nun das PlayStation VR Mega Pack für die PlayStation 4-Familie veröffentlicht. In diesem findet ihr neben der PlayStation VR und PlayStation Camera fünf dazugehörige PS VR-Spiele, wie zum Beispiel Astro Bot: Rescue Mission, The Elder Scrolls V: Skyrim VR oder auch DOOM VFR. Mehr Informationen erhaltet ihr aus der unteren Pressemitteilung.

Ab sofort ist das PlayStation VR Mega Pack verfügbar, das sich vor allem an diejenigen richtet, die den Sprung in die virtuelle Realität gleich mit fünf hochwertigen VR-Titeln wagen möchten.

Das PlayStation VR Mega Pack beinhaltet neben der PlayStation VR und der PlayStation Camera fünf großartige PS VR-Titel:

Astro Bot: Rescue Mission
Um die niedliche Crew des kleinen Roboters Astro zu retten, begeben sich Spieler in Astro Bot: Rescue Mission auf die Reise durch verschiedene kunterbunte Planeten. Das mit Lobeshymnen überschüttete Jump’n’Run schafft mithilfe von VR völlig neue Perspektiven auf das Plattformer-Genre, die nach dieser Erfahrung nicht mehr wegzudenken sind.

The Elder Scrolls V: Skyrim VR
Skyrim VR bietet durch VR-Unterstützung eine bisher nie dagewesene Immersion, die aus dem preisgekrönten Fantasy-Epos eine völlig neue Spielerfahrung macht. Überwältigende Bergketten, versteckte Schätze und epische Duelle mit Drachen laden zum Erkunden dieser gewaltigen Open-World ein.

WipEout Omega Collection
Der Geschwindigkeitsrausch auf den futuristischen Rennstrecken von WipEout wird mit Unterstützung der PS VR zu einem Fest der Sinne. In den extra für VR gestalteten Cockpits der Hochgeschwindigkeitsgleier treten Spieler gegeneinander oder gegen Computergegner an, um den schnellsten Fahrer und den geschicktesten Schützen zu küren – nur echt mit satten Electro-Beats im Ohr!

DOOM® VFR
Das Remake des Shooter-Klassikers bietet Spielern in VR noch schweißtreibendere Momente, wenn sie sich mitten im Geschehen auf einem Mars wiederfinden, auf dem es von Dämonenhorden nur so wimmelt. Spieler müssen eine Raumstation retten und eine Invasion von Dämonen mit reichlich Feuerkraft aufhalten. Dank VR ein wahr gewordener Albtraum!

PlayStation VR Worlds
PS VR Worlds wurde exklusiv für PS VR entwickelt und bietet fünf spektakuläre VR-Erlebnisse. Sei es die Bergung eines alten Schiffswrack in den Tiefen der Ozeane, eine schießwütige Verfolgungsjagd durch Londons Straßen oder ein Erkundungsmarsch durch einen Asteroidenschauer – in PS VR Worlds ist sowohl für VR-Einsteiger als auch für VR-Veteranen etwas dabei.

Die fünf Spiele liegen der PlayStation VR im PS VR Mega Pack als Download-Code bei.

Weitere Informationen gibt es auf dem offiziellen PlayStation-Blog.

Quelle: PlayStation-Pressemitteilung

Games with Gold: Diese Spiele gibt es im Dezember gratis

Games with Gold: Diese Spiele gibt es im Dezember gratis

Microsoft verkündete heute, welche Spiele es im Dezember gratis im “Games with Gold”-Angebot geben wird. Darunter sind Q.U.B.E. 2 und Never Alone jeweils für Xbox One, Dragon Age II für die Xbox 360 und Mercenaries: Playground of Destruction für die Xbox (Download für Xbox One).  Q.U.B.E. 2 und Dragon Age II sind ab dem 1. Dezember verfügbar und die beiden anderen Spiele dagegen erst ab dem 16. Dezember. Im unteren Absatz findet ihr weitere Details zu den Spielen.

Q.U.B.E. 2
In diesem mysteriösen Rätsel erwachst Du in den Ruinen einer außerirdischen Landschaft, ohne eine Erinnerung daran, wie oder warum Du dort gelandet bist. Löse atemberaubende Rätsel und benutze Deine Manipulationshandschuhe, um die Struktur der Welt zu verändern und den Weg nach Hause zu finden. Q.U.B.E. 2 ist vom 1. bis 31. Dezember auf Xbox One verfügbar.

Never Alone
In Never Alone erlebst Du die aufregende Geschichte und Kultur der nordamerikanischen Ureinwohner und gehst der Ursache eines ewig andauernden Schneesturms auf die Spur. Du schlüpfst abwechselnd in die Rolle eines jungen Iñupiat-Mädchens und eines Polarfuchses und triffst auf einheimische Charaktere, die ihre Weisheiten und Geschichten mit Dir teilen. Never Alone ist vom 16. Dezember bis 15. Januar auf Xbox One verfügbar.

Dragon Age 2
Dragon Age 2 entführt Dich in ein episches Abenteuer in einer riesigen Spielwelt. Im Laufe eines Jahrzehnts entwickelst Du Deinen Charakter vom mittellosen Recken bis zum verehrten Krieger. Sammle Ruhm und Vermögen und sichere Dir einen festen Platz in der Geschichte. Dragon Age 2 ist vom 1. bis 15. Dezember auf Xbox One und Xbox 360 verfügbar.

Mercenaries: Playground of Destruction
Im klassischen Action-Titel Mercenaries stürzt Du ein zwielichtiges Militärregime und legst ihm mit allen notwendigen Mitteln das Handwerk. Für Dein Vorhaben nutzt Du zahlreiche Fahrzeuge auf dem Land und in der Luft und kennst weder Grenzen noch Gnade. Mercenaries: Playground of Destruction ist vom 16. bis 31. Dezember auf Xbox One und Xbox 360 verfügbar.

Quelle: Xbox-Pressemitteilung

Neue Xbox One ohne optisches Laufwerk soll 2019 auf den Markt kommen

Neue Xbox One ohne optisches Laufwerk soll 2019 auf den Markt kommen

Mit der Xbox One X hat Microsoft eine der leistungsstärksten Konsolen überhaupt auf den Markt gebracht. Während man von Sony bald eine Ankündigung der PlayStation 5 erwartet, wird wohl Microsoft laut Gerüchten eine neue Xbox One ohne Disk-Laufwerk 2019 vorstellen und veröffentlichen.

Somit würde sich Microsoft von dem klassischen Laufwerk verabschieden und ein Streaming-Gerät herausbringen. Das Online-Magazin Thurrot beruft sich auf Insider-Kreise, die bereits Informationen erhalten haben. Hierbei soll es sich um ein Nebenprojekt handeln, mit dem man die Xbox One zu einem günstigen Preis anbieten möchte. Die Konsole soll dann unter 200 US-Dollar kosten.

Xbox One-Besitzer, die bereits eine Konsole mit Disks besitzen, dürfen sich auch auf diese Aktion freuen: Anscheinend plant Microsoft ein sogenanntes Disc-to-Digital-Programm einzuführen. Dabei kann man physische Spiele in digitale Downloads umwandeln. So würde Microsoft mit bestimmten Händlern zusammenarbeiten um diese Aktion einzuführen. Der Marktstart soll bereits für das Frühjahr 2019 geplant sein. Falls die Gerüchte stimmen sollten, dürften wir schon bald eine Ankündigung erwarten.

Quelle: winfuture, thurrott

Ladet die Wumme und ab aufs Pferd: Red Dead Redemption 2 in unserem Spieletest

Ladet die Wumme und ab aufs Pferd: Red Dead Redemption 2 in unserem Spieletest

Dieser Spieletest basiert auf der PlayStation 4-Version von Red Dead Redemption 2.

Der Wilde Westen steht kurz vor seiner Zähmung. Vor der Tür steht das 19. Jahrhundert und hat einige Revolutionen im Gepäck: Industrialisierung, Zivilisierung, Recht und Ordnung. All diese Neuerungen schreiten unaufhaltsam voran und treiben eine Bande von Outlaws vor sich her. Immer auf der Flucht vor der Staatsgewalt machen sich Arthur Morgan, der Protagonist von Red Dead Redemption 2, und seine Mitstreiter bereit für zahlreiche Herausforderungen, die sie und damit auch die Spieler erwarten. Werfen wir also einen näheren Blick auf ein episches Abenteuer, das euch für viele Spielstunden in seinen Bann ziehen wird.

 

Eigentlich ein Erlebnisbericht…

Vielleicht seid ihr noch nicht in die beeindruckende virtuelle Welt eingetaucht und möchtet zuerst durch diesen Test mehr darüber erfahren. Ich konnte die Story erfolgreich beenden und – so viel nehme ich vorweg – wirklich genießen. Zudem habe ich schon viele Spieletests geschrieben, und trotzdem musste ich lange überlegen, wie ich diesen Text angehen sollte. Normalerweise schreibe ich über das Gameplay, die Steuerung, verschiedene Modi und all diese typischen Aspekte, die für Videospiele wichtig sind. Doch bei Red Dead Redemption 2 habe ich den Eindruck, dass es das Gesamtbild verzerren würde, wenn der Fokus des Textes darauf liegen würde.

In Red Dead Redemption 2 könnt ihr viel erleben – beispielsweise in einem Saloon.

Was macht dieses Spiel so bemerkenswert? Sind es die Gameplay-Mechaniken? Eigentlich nicht. Nüchtern betrachtet verbringt ihr wahnsinnig viel Zeit damit, auf eurem Pferd durch die Landschaft zu reiten und zwischendurch eine Reihe von Feinden zu erschießen. Weitere Aktivitäten sind im Vergleich ein Beiwerk, das in der Regel optional erledigt werden kann und keinen großen Raum einnimmt. Alles in allem ist das Gameplay unspektakulär und auch wirklich nicht revolutionär. Aber jetzt sollten wir diese nüchterne Betrachtungsweise schnell wieder vergessen, denn das sind nicht die Aspekte, die bei Red Dead Redemption 2 zählen. Das Spiel will ein Arcade-Abenteuer sein, für eine große Zielgruppe interessant. Das Durchspielen ist keine große Hürde für erfahrene Videospieler.

Beeindruckend ist das Erlebnis, das ihr beim Spielen haben werdet. Ihr werdet in die Welt der Outlaws hineingezogen und so sehr gepackt, dass auch ihr als Spieler euch völlig darin verlieren könnt. Diesen hohen Grad an Immersion erfahrt ihr vor allem durch drei Dinge: die Vielfalt optionaler Aufgaben, die Liebe zum Detail und die wirklich gut erzählten Geschichten. Mir ist bisher noch kein Spiel begegnet, das mich mit so vielen Story-Abschnitten bei Laune gehalten hat. Das Grundgerüst, der rote Faden, wenn man so will, ist die Geschichte um die Gruppe rund um Arthur Morgan. Diese besteht natürlich aus einer Bande knallharter Revolverhelden, die von einer Art Vaterfigur angeführt wird: Dutch van der Linde. Aber auch Frauen und ein Kind haben ihren Platz in der Gemeinschaft. Jeder Charakter hat einen eigenen Hintergrund, eigene Aufgaben und eigene Persönlichkeiten.

 

Eine Gemeinschaft von Outlaws

Wie bei so vielen Aspekten des Spiels ist auch das Leben in der Gruppe sehr realitätsnah angelegt. Einige Personen werdet ihr im Verlauf des Spiels näher kennenlernen, andere eher in flüchtigen Begegnungen grüßen. Einige werden euch ans Herz wachsen, zu manchen wird sich eure Beziehung ändern. Ihr werdet mit vielem konfrontiert, was das Leben zu bieten hat: Liebe, Trauer, Krankheit, Tod, Freude. Ihr feiert Feste, singt Lieder am Lagerfeuer, geht auf die Jagd, um Nahrung für die Gemeinschaft beizutragen. Doch all dies ist immer wieder bedroht, denn ihr führt ein Leben auf der Flucht. Ihr seid aus Blackwater aufgebrochen, wo ihr wegen eurer Verbrechen gesucht werdet. Also schlagt ihr euer Lager in einem sicheren Gebiet auf. Zumindest ist es so lange sicher, bis euch konkurrierende Banden wie die O’Driscolls oder die Staatsgewalt, vertreten durch die Pinkertons, aufspüren.

Bei einem Liedchen am Lagerfeuer lernt ihr die Gruppe besser kennen.

Dann zieht ihr weiter zu einem neuen Ort, der ein neues Kapitel im Zusammenleben der Gruppe und auch im Spiel einleitet. Insgesamt sechs wirklich umfangreiche Story-Kapitel und zwei zusätzliche Epilog-Kapitel, die noch einmal einen ganz neuen inhaltlichen Ansatz bieten (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten), erwarten euch. Über 100 Missionen bewältigt ihr währenddessen. Jedes neue Lager führt euch auch zu neuen Schauplätzen der riesigen Welt, die ihr (zumeist) aber auch frei erkunden dürft. Das sorgt für Abwechslung und Dynamik in der Erzählung. Während ihr, besonders zu Beginn, eher ruhig und entschleunigt ins Abenteuer eingeführt werdet und die Möglichkeiten kennen lernt, zieht das Tempo zwischenzeitlich auch stark an, sodass zu wirklich keinem Zeitpunkt Langeweile oder Eintönigkeit aufkommt.

Ihr überfallt Züge oder Banken, um Geld für eure Flucht zu verdienen. Eine Flucht an einen Ort, wo Männer noch frei und vom Gesetz unbehelligt leben können. Doch nicht immer laufen eure Überfälle nach Plan. Plötzlich erkennt ihr, dass ihr in einen Hinterhalt geraten seid und findet euch auf einem Schiff wieder, das euch in Sicherheit bringen soll. So strandet ihr schließlich auf einer Insel, getrennt vom Großteil der Gruppe. Um die Spoiler in Grenzen zu halten, möchte ich nicht näher beschreiben, wie euer Weg durch die Story verlaufen wird. Euch soll nur klar sein: Nie könnt ihr euch sicher sein, was wohl als Nächstes passiert – und das macht die Geschichte so spannend. Dies gilt auch für die kleinen Erlebnisse des Alltags. So sind eure teils langen Ritte durch die wunderschön gestaltete Natur selten ereignislos. In der Nähe hört ihr eine Frau, die um Hilfe ruft. Es ist eure Entscheidung, ob ihr Halt macht. Dafür könnt ihr mit Dankbarkeit, vielleicht sogar mit Geld oder Gegenständen belohnt werden. Oder ihr seid in einen Hinterhalt geraten und euch fliegen Kugeln um die Ohren.

 

Viele Freiheiten für Nebenbeschäftigungen

Habt ihr also keine Lust auf diesen Stress und wollt lieber schnell zur nächsten Hauptmission gelangen, dann reitet ihr einfach weiter. Diese Wahlfreiheit taucht immer wieder auf. Ihr habt die Möglichkeit Pflanzen zu sammeln, die beispielsweise heilsame Wirkungen haben, Tiere zu jagen und ihr Fell zu verkaufen, euch zu rasieren oder den Bart wuchern zu lassen, in der Stadt Varieté-Aufführungen zu besuchen, Waffen zu kaufen, Menschen auszurauben, gestohlene Kutschen zu verkaufen, Angeln zu gehen, ein Porträt vom Fotografen anfertigen zu lassen, mit Schatzkarten auf Schnitzeljagd zu gehen, ein paar Runden Poker oder Domino zu spielen und vieles mehr. Auch wenn derartige Tätigkeiten gelegentlich in die Hauptmissionen einbezogen werden, um sie kennenzulernen und für Abwechslung zu sorgen, liegt es ganz bei euch, ob ihr quasi in eurer „Freizeit“ mehr davon erleben wollt. Vieles ist unterhaltsam, manches sinnvoll, aber wirklich notwendig ist nichts davon. Was euch nicht interessiert, lasst ihr einfach links liegen (nein, ich möchte kein vollständiges Set von Bildern auf Zigarettenpackungen sammeln) und widmet euch der Haupt-Story.

Wer mal etwas entspannen will, kann die Angel auspacken und ein paar dicke Fische fangen.

Eure Möglichkeiten sind so vielfältig, dass die Einschränkungen gar nicht so sehr auffallen. So könnt ihr zwar die meisten Charaktere ansprechen, aber zumeist sind es doch nur oberflächliche, kurze Grüße, die ausgetauscht werden. Auch während der Dialoge habt ihr, wenn überhaupt, nur zwei Optionen, wobei ihr zumeist das Gegenüber freundlich grüßen oder es provozieren könnt. Tiefergehende Gespräche, Nachhaken oder vielfältige Befragungen sind bei flüchtigen Begegnungen mit Passanten nicht die Regel. Dafür müsst ihr aber auch nicht jede Person aktiv ansprechen, sondern werdet selbst immer wieder im Vorbeigehen gegrüßt. Auch das sorgt für die Wahrnehmung einer sehr lebendigen Welt. Und glaubt jetzt bloß nicht, dass im Spiel wenig gesprochen würde! Besonders während der Story-Missionen seid ihr häufig mit einem Partner oder einer Gruppe unterwegs zum Ort des Geschehens. Währenddessen wird munter geplaudert, wodurch die Story vorangetrieben wird und die Zeit wie im Flug vergeht.

 

Eine Flut von Dialogen, tolle Musik und prachtvolle Grafik

Unzählige Stunden an Dialogen wurden eingesprochen – auch in dieser Beziehung ist Red Dead Redemption 2 ein Mammutprojekt. Da verwundert es nicht, dass sich deutsche Spieler mit deutschsprachigen Untertiteln zu den englischen Stimmen begnügen müssen. Als wirklich schlimm empfinde ich das nicht, zumal die Sprachausgabe sehr gelungen ist und nicht jede deutschsprachige Fassung anderer Spiele qualitativ an das Original herankommt. Trotzdem wäre es natürlich schön gewesen eine Auswahl zu haben. Und da wir schon bei der Akustik sind: Diese kann auch in den Bereichen Musik und Soundeffekte voll überzeugen. Viele thematisch passende Musikstücke untermalen das Geschehen atmosphärisch im Hintergrund und tragen somit wunderbar zur packenden Atmosphäre bei. Vereinzelt kommt es auch vor, dass sich Musik inklusive Gesang mehr in den Vordergrund drängt, während ihr eurer Wege galoppiert. Wirklich unvergessen bleiben aber teils recht anzügliche, traditionelle Songs, die ihr in gemütlicher Runde am Lagerfeuer singt. Derweil sind die Soundeffekte für eure Aktionen sowie die Bewegungen und Rufe anderer Menschen und Tiere lebensnah umgesetzt und fügen sich somit nahtlos ins gelungene Gesamtbild ein.

Die Menschen, die Tiere, die Natur – alles ist sehr hübsch anzusehen.

Auch die Grafik enttäuscht nicht. Ein Grund dafür, dass eure langen Ausritte keine Langeweile hervorrufen, ist die wunderschön designte Natur. Majestätische Gebirge, sehr originalgetreu abgebildete Pflanzen, Bäume und Wege sind wirklich eine Augenweide. Zudem ist die mit verschiedenen Witterungen und Tageszeiten dargestellte Natur alles andere als unbelebt. Vögel, Rehe, Wölfe und zahlreiche weitere Tiere wurden mit so viel Liebe zum Detail programmiert, dass es einfach nur beeindruckend ist. Neben dem optischen Erscheinungsbild sind auch die Bewegungen und natürlichen Verhaltensweisen der Tiere sehr präzise umgesetzt worden. Auf der technischen Seite gibt es auch keine bösen Überraschungen, die der Grafikpracht einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Die von mir getestete Version auf der PlayStation 4 Pro wird mit 1920×2160 Pixeln berechnet und in HDR präsentiert. Das Ganze geschieht auch problemlos und ruckelfrei. Eher selten bekam ich auch mal kuriose Grafikfehler zu Gesicht, wie das Verschwinden einer Kutsche, während deren Ladung noch in der Luft schwebte. Aber das kann man als Kleinigkeit mit einem Lächeln abtun. Wenn erst einmal die lange Ladezeit zu Beginn überstanden ist, läuft es technisch einfach rund, sodass ihr voll und ganz in die Spielewelt eintauchen könnt.

 

Eine lebendige Welt

Witzigerweise sorgt gerade das für den Eindruck einer lebendigen Welt, was man selbst nicht erlebt. Wenn ich ein herkömmliches anderes Spiel zu 100 % durchspiele, dann weiß ich, dass ich jeden Pixel gesehen habe und alles erlebt habe, was sich die Entwickler für mich und die anderen Spieler ausgedacht haben. Red Dead Redemption 2 verfolgt einen anderen Ansatz. Ich hatte das Gefühl, dass überall etwas passiert, ob ich nun selbst dort bin oder nicht. So entdeckte ich zufällig ein nächtliches Treffen des Ku-Klux-Klan. Ich hätte problemlos die Party sprengen können, wollte aber lieber heimlich beobachten, was sich die Entwickler für diese Szene alles haben einfallen lassen. So betrachtete ich das Treiben und wartete, bis es beendet war. Dann schnappte ich mir den Anführer, erklärte ihm mit Waffengewalt, was ich von seinem Club halte und plünderte anschließend sein Hab und Gut. Dabei erhielt ich auch sein Notizbuch mit Aufzeichnungen über den Klan. Dieses gesamte Erlebnis hätte ich ebenso gut verpassen können.

Trotz riesiger Gebiete ist immer etwas los. Nicht nur Bäume und Tiere, auch Städte und Züge prägen die Landschaften.

Das gilt auch für ein anderes Ereignis. Im Vorbeireiten hätte ich einen Mann nicht bemerkt, der an einem Strick an einem Baum baumelte. Meine Frau sah ihn aber und machte mich darauf aufmerksam, also beschloss ich anzuhalten und das Seil durch einen Schuss zu durchtrennen. Während ich zielte, fielen mich von hinten plötzlich Zombie-artige Wesen an, die ich zum Glück bezwingen konnte. Anschließend holte ich den hängenden Mann herunter, durchsuchte ihn und fand Aufzeichnungen, in denen er vor Wesen der Nacht warnt. Auch an einer anderen Stelle im Spiel erwähnte ein Charakter diese mysteriösen Wesen. Seither habe ich aber nichts mehr von ihnen gehört oder gesehen. Ob sie wohl eine größere Rolle spielen, wenn man zur richtigen (oder sollte ich besser sagen: falschen?) Zeit am richtigen Ort ist? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht! Und das macht dieses Erlebnis, inmitten einer lebendigen Welt zu sein, so eindrucksvoll. Man hat nicht alles unter Kontrolle, kann nicht jeder Andeutung auf den Grund gehen und sucht sich selbst aus, worauf der nächste Fokus liegen soll.

Auch die nicht versteckten Erlebnisse bringen immer wieder Abwechslung, manchmal Schmunzler und häufig Referenzen an reale historische Ereignisse ins Spiel. So trefft ihr auf eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen, die lautstark für ihr Wahlrecht demonstrieren. Ihr kutschiert sie sogar durch die Straßen und hofft, dass die nur sehr begrenzt begeisterten Männer am Wegesrand sich benehmen. Ihr lernt auch Indianer kennen, die bekanntlich alles andere als gut behandelt wurden und sich gegen die Unterdrückung des weißen Mannes wehren wollen. Ähnliches gilt für die Geschichte der Sklaverei, die ebenfalls spürbare Präsenz in einigen Gebieten ausstrahlt. Dabei verzichtet Rockstar lobenswerterweise auf stumpfe Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt nicht einfach nur „die Indianer“, sondern denkende, fühlende Charaktere mit Idealen, Gefühlen und Fehlern. Sollen sie lieber den Frieden Bewahren und dafür viel Verzicht erleiden? Oder sollen sie für ihre Rechte Kämpfen und dabei das eigene Überleben und das ihres Stamms gefährden? Die Indianer sind sich da uneinig.

 

Gut oder böse – was wollt ihr sein?

Auch ihr selbst seid natürlich vorgeprägt und könnt den Charakter von Arthur Morgan nur sehr begrenzt formen. Grundsätzlich dürft ihr aber immer wieder wählen, ob ihr gute, rechtschaffende Taten begehen wollt, Menschen in Not helft und Bettlern Geld schenkt, oder ob ihr Passanten überfallt, ausraubt, tötet und Menschen in Gesprächen lieber provoziert als beschwichtigt. Dies wird sogar durch eine Anzeige für eure Ehre symbolisiert, die euren Charakter zwischen gut und böse positioniert. Dies kann auch Einfluss darauf haben, wie andere Menschen mit euch umgehen. Wer übrigens lieber den Colt als Worte sprechen lässt, wird sich schnell an GTA erinnert fühlen. Wenn ein Zeuge von euch nicht rechtzeitig aufgehalten wird und euer Verbrechen meldet, werdet ihr gesucht und ein roter Kreis auf der Karte zeigt ein Gebiet an, aus dem ihr entkommen müsst, um euch vor den Gesetzeshütern in Sicherheit zu bringen. Habt ihr das geschafft, wird trotzdem ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt. Dann müsst ihr in betreffender Region immer vorsichtig sein, damit ihr nicht entdeckt werdet, oder ihr zahlt euer Kopfgeld einfach selbst an einem Postamt.

Waffengewalt ist an der Tagesordnung. Aber es liegt an euch, ob ihr auch unschuldige Passanten erschießt oder nicht.

Ich persönlich wollte zumeist recht ehrenhaft handeln, bekam aber trotzdem immer wieder auch ungewollt Probleme mit den Gesetzeshütern. Teilweise hatte ich keine Wahl, weil das Verbrechen in die Missionen integriert war. Ansonsten reicht aber auch schon ein Unfall, bei dem das eigene Pferd versehentlich einen Passanten niedertrampelt, dass man plötzlich des Mordes beschuldigt wird. Zugegeben, ich könnte vorsichtiger reiten, aber… Ach, was soll’s? Das Leben ist halt nicht immer fair. So auch in einer Situation, als Bösewichte mich überfallen wollten, ich sie aber bezwingen konnte. Da dachte ich mir, dass ich für diese Frechheit doch wenigstens ihre Wertgegenstände plündern könnte. Das hat leider ein Passant gesehen und schon hatte ich wieder den Sheriff am Hals. Die haben doch angefangen!

Also lassen wir das Ganze hinter uns und kümmern uns um die nächste Mission. Missionen folgen häufig dem Schema, dass ein Verbündeter aus dem Camp Hilfe sucht, die ihr dann freundlich anbietet und allein oder im Team angeht. Es folgt ein Ritt zum Ort des Geschehens und das Ausführen der Aufgabe, die nicht selten in einem Feuergefecht endet. Dabei wird euch immer sehr genau angezeigt, was ihr als Nächstes zu tun habt oder wohin ihr gehen müsst. Werdet ihr selbst verwundet, helfen Gegenstände aus eurem Inventar. Wenn ihr nicht überlebt, ladet ihr den letzten Kontrollpunkt, der in der Regel nicht zu weit in der Vergangenheit liegt, und versucht es erneut.

 

Mein Pferd und ich

Manchmal sollt ihr auch den offenen Kampf vermeiden und euch heimlich an Gegnern vorbeischleichen oder sie lautlos mit dem Messer erledigen. Es gibt natürlich auch immer mal wieder ganz andere Missionen, in denen ihr beispielsweise Postbote für ein verliebtes Pärchen spielt, das allerdings zu zwei verfeindeten Familien gehört. Oder ihr verfolgt auf einer Jagd die Spuren eines Bären, fangt entlaufene Tiere ein oder baut eine eigene Farm auf. Nach Abschluss einer Mission wird euch angezeigt, welche Missionsziele es gab, ob ihr sie erfüllt habt und welche Farbe eure Medaille dafür hat. Gold zu erhalten ist dabei nicht so einfach, auch, weil man im Vorfeld nicht weiß, was man dafür schaffen muss. Beispielsweise sollen Aufgaben in einer bestimmten Zeit erledigt werden, eine bestimmte Anzahl an Kopfschüssen gelandet werden oder eure Schüsse mit einer bestimmten Trefferquote ihr Ziel gefunden haben.

Das Pferd ist unser treuer Begleiter und bringt nach der Jagd auch die Beute ins Camp.

Wer etwas Ruhe haben will, um den Gegner auch präzise zu treffen, kann das Dead Eye aktivieren. Dann läuft das Geschehen für einen Moment in Zeitlupe ab, ihr visiert euer Ziel genau an und drückt den Abzug. Man kann seine Werte für Gesundheit, Ausdauer und Dead Eye auch stufenweise erhöhen. Ausdauerwerte hat übrigens auch euer Pferd, das wir an dieser Stelle auch nicht vergessen sollten. Ihr könnt Wildpferde fangen, die Pferde Anderer stehlen oder einfach ein Pferd in einem Stall kaufen. Dort habt ihr die Auswahl zwischen unterschiedlichen Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften, die ihr auch teilweise beeinflussen könnt, indem ihr beispielsweise einen besseren Sattel kauft. Gebt dem guten Tier einen Namen, füttert es, striegelt es und streichelt es. Auf Dauer wird sich seine Verbundenheit zu euch erhöhen, dann wird es auch aus größerer Entfernung auf eure Pfiffe reagieren und mehr Aktionen wie das seitliche Ausweichen auf Kommando ausführen. Vorsicht ist geboten, wenn Wildtiere das Pferd ängstigen oder auch wenn ihr böse seid und die Satteltasche eines fremden Pferdes untersucht. Ein präziser Tritt des Gauls kann nämlich überraschend plötzlich zum Ableben führen.

 

Fazit

Ich hätte noch seitenweise auf interessante Details über Red Dead Redemption 2 eingehen können, aber das hätte den Rahmen wohl endgültig gesprengt. Zusammengefasst kann ich sagen, dass wir es mit einem ausgezeichneten Spiel zu tun haben, das einfach ein atemberaubendes Erlebnis ist. Ihr werdet hineingezogen in eine packend inszenierte Geschichte rund um eine Outlaw-Bande, die den Weg in die Freiheit sucht, dabei aber immer wieder mit ihren Feinden und Gesetzeshütern in Konflikt gerät. Ihr reitet durch wunderschöne Landschaften, erledigt Missionen, habt nebenher aber immer Möglichkeiten, euch mit unzähligen Nebenbeschäftigungen die Zeit zu vertreiben. Alles zusammen erschafft einen hohen Grad an Immersion. Ihr seid mittendrin in einer lebendigen Welt. Das Ganze macht einfach Spaß und ich kann euch Red Dead Redemption 2 sehr empfehlen. Natürlich solltet ihr keine Scheu vor Gewalt haben, denn zimperlich ist das Spiel nicht. Es ist auch nicht gerade revolutionär, was Gameplay-Mechaniken betrifft. Beschreibt man neutral, wie viel Zeit der Spieler damit verbringt, in der Gegend herumzureiten und auf Gegner zu schießen, klingt das erstmal wenig spannend. Es sind die Erzählweise, die Abwechslung und die Detailverliebtheit, die die herausragende Qualität dieses Titels ausmachen. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, so viele geplante und zufällige Begegnungen, dass jede Minute dieses extrem umfangreichen Abenteuers bestens zu unterhalten weiß.

Sparsinns-Angebote von PlayStation mit Preisnachlässen auf Spiele, PlayStation Plus und vieles mehr [PM]

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Sony ist zwar nicht auf der E3 im Jahr 2019 dabei, allerdings ist das kein Problem, um jetzt für die PlayStation 4 im eigenen Store gute Rabatte rauszuhauen. Die Sparsinns-Angebote sind nun online und es gibt so einige Angebote, die euch sicherlich interessieren werden. Mehr zu diesen findet ihr in der unteren Pressemeldung.

Sony Interactive Entertainment (SIE) startet seine Sparsinns-Angebote mit hohen Rabatten auf zahlreiche beliebte Spiele, Abonnements für PlayStation® Plus (PS Plus) und PlayStation® Now (PS Now) und vielem mehr.

Während der Sparsinns-Angebote im PlayStation™ Store bis zu 60 % Rabatt auf Spiele und vieles mehr sichern

  • Ab Freitag, dem 16. November, 11 Uhr (deutscher Zeit) geht’s los: Die Sparsinns-Angebote umfassen Hits wie Marvel’s Spider-Man, Call of Duty®: Black Ops 4, EA Sports™ FIFA 19, Need for Speed: Payback, Assassin’s Creed Odyssey, Red Dead Redemption 2: Special Edition und vieles mehr.
  • Die Angebote enden am Dienstag, den 27. November, um 00:59 Uhr (deutscher Zeit).

20 % Rabatt auf ein Playstation® Plus-Jahresabonnement

  • Dieses Angebot ist jetzt für alle Spieler einschließlich aktueller Mitglieder verfügbar.
  • Spieler können dieses Angebot im PlayStation™ Store (PS Store) bis Dienstag, den 27. November, 11:00 Uhr (deutscher Zeit) nutzen.

30 % Rabatt auf ein 12-monatiges Abonnement für PlayStation® Now

  • Dieses Angebot ist jetzt für alle Spieler, einschließlich aktueller Mitglieder, bis Dienstag, den 27. November, 11:00 Uhr (deutscher Zeit) verfügbar.

Weitere Informationen und eine Liste aller Angebote gibt es auf dem offiziellen PlayStation-Blog.

Quelle: PlayStation-Pressemitteilung