Hazel & Cha Cha retten Weihnachten – Unsere Rezension zum Weihnachts-Sonderheft der Umbrella Academy

Hazel & Cha Cha retten Weihnachten – Unsere Rezension zum Weihnachts-Sonderheft der Umbrella Academy

Letztes Jahr vor Weihnachten veröffentlichte der Ludwigsburger Verlag Cross Cult mit dem Heft namens Krampusnacht ein kurzes Abenteuer im Hellboy-Universum. Dieses Jahr war die Umbrella Academy ein großes Thema im Portfolio der Veröffentlichungen von Cross Cult. Passend zur Netflix-Serie veröffentlichte man die ersten beiden Bücher nochmals in einer neuen Edition und brachte nun vor kurzem auch den dritten aktuellen Band namens Hotel Oblivion (unsere Besprechung dazu findet ihr hier) nach Deutschland. Sowohl im zweiten Band der Comics als auch in der Netflix-Serie erfreuten sich die beiden Nebencharaktere Hazel & Cha Cha großer Beliebtheit unter den Fans. Obwohl die beiden Kerle (in der Serie ist Cha Cha eine Frau) als Attentäter wahrlich keine sympathische Berufsbezeichnung bekleiden, sympathisierten die Fans mit den beiden Charakteren. Wahrscheinlich, weil sie ebenso wie viele andere Menschen ihren Beruf Leid sind und sich gerne auch in anderen Tätigkeiten sehen und aus dem System ausbrechen wollen.

Diesen beiden maskentragenden Menschen haben in der Zeitagentur Temps Aeternalis einen schlechten Ruf. Gemeinsam erledigen die beiden Kopfgeldjäger durch Zeitreisen in der Vergangenheit Zielpersonen. Dies klappt natürlich nicht immer wie gewollt und führt hin und wieder schon mal zu Chaos. Damit werden die beiden Attentäter gerne mal von den Kollegen aufgezogen, hinterlassen sie doch gerne mal größere Kollateralschäden. Ihr neuester Auftrag bringt sie abermals in die Vergangenheit, wo wir Leser auf den jugendlichen Pete treffen, der mit seinem jüngeren Bruder und seiner Mutter zusammenwohnt. Er besucht die Klasse von Mister McLaughlin, der nichts unversucht lässt, Pete als Versager hinzustellen. Pete ist dem bevorstehenden Weihnachtsfest gegenüber aber kritisch eingestellt und möchte gerne wissen, um was es sich bei dem Deal zwischen dem Weihnachtsmann und den Eltern handelt. Schließlich erzählen die Eltern den Kindern jahrelang, dass es den Weihnachtsmann gibt, schwenken dann aber um und behaupten das Gegenteil. Pete wird die Wahrheit dahinter herausfinden und für seinen jüngeren Bruder wird die Geschichte auch gut enden, schließlich kümmern sich Hazel & Cha Cha noch um Mister McLaughlin, weswegen sie die Zeitreise überhaupt angetreten hatten. Am Ende bekommen die beiden Kopfgeldjäger noch Unterstützung vom Weihnachtsmann, der sie mit einer etwas stärkeren Waffe ausstattet, nur damit sie erneut einen größeren Schaden anrichten können. So ist man es halt von ihnen gewohnt.

 

Es weihnachtet sehr… © Cross Cult

Fazit

Diese Kurzgeschichte kann auch losgelöst von den restlichen Erzählungen rund um die Umbrella Academy genossen und gelesen werden, es macht aber mehr Spaß, wenn man die Figuren und ihre Hintergründe kennt. Dazu sollte man den zweiten Band namens „Dallas“ gelesen und/oder die TV-Serie gesehen haben, um das volle Potenzial zu bekommen. Aber auch sonst macht man mit dem Sonderheft für 5,- Euro nichts falsch, die Geschichte ist rund und kann allen Fans der Academy empfohlen werden. Wer noch eine Kleinigkeit für einen Comic-Fan zu Weihnachten oder fürs Wichteln braucht, schlägt hier zu. Ein toller Abschluss für das Jahr 2019, in dem die Umbrella Academy bei Cross Cult eine zweite Chance erhalten hat!

 

The Umbrella Academy Weihnachts-Sonderheft: Hazel & Cha Cha retten Weihnachten ist erschienen bei Cross Cult
ISBN: 978-3-966580-43-4; 17×26, SC, 4c, 32 Seiten, 5,- Euro

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Newsbild © Cross Cult

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion – Unsere Comic-Rezension

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion – Unsere Comic-Rezension

Wer in einer anderen Stadt übernachten möchte und dort keine Person kennt, schläft in der Regel in einer Herberge oder in einem Hotel. Ich bin gerne in Hotels und brauche dort in der Regel keinen großen Komfort, ein sauberes Zimmer und ein gemütliches Bett reichen mir in der Regel, oftmals ist man ja nicht des Hotels wegen in der anderen Stadt. Meine Ansprüche sind also genügsam, die Ansprüche von anderen Menschen können diesbezüglich aber abweichen, manch ein Musiker findet in einem Hotel auch sein Zuhause. In anderen Medien abseits von Comics spielen Hotels ebenfalls eine mehr oder minder wichtige Rolle. Seien es das Grandhotel Budapest, das Hotel in Shining oder das Hotel California…

Nun befassen wir uns in dieser Rezension aber mit dem Hotel Oblivion. Was es damit auf sich hat? Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen, denn so einfach sind die Begebenheiten in diesem Fall nicht. Warum, fragt ihr? Nun ja, das Hotel Oblivion ist Teil und Titel der Umbrella Academy-Comicreihe, in diesem Fall auch auf dem Cover vom dritten Band der obskuren Erzählung. Nach knapp 10 Jahren haben Gerard Way und Gabriel Ba endlich die Geschichte um die Academy fortgesetzt. Wer erst dieses Jahr durch die Netflix-Serie zur Comic-Reihe gelangt ist, wird davon nichts bemerkt haben, jedoch hatte der Verlag Cross Cult die ersten beiden Bände der Umbrella Academy bereits vor ca. einer Dekade schon einmal veröffentlicht. Dieses Jahr dann erschienen die beiden ersten Bände in tollen Neuauflagen, in die sich nun der dritte ganz aktuelle Band chronologisch und optisch einreiht.

 

Wenn man so nett in ein Hotel eingeladen wird… © Cross Cult

 

Nach den Ereignissen von Dallas im gleichnamigen Band finden wir die Mitglieder der Umbrella Academy weit verstreut über die Welt vor. Aus diesem Grund verfolgen wir alle paar Seiten dann einen anderen Handlungsstrang, bevor wir gegen Ende dann zumindest einige Mitglieder der Familie versammelt vorfinden. Damit kommen wir auch gleich zu meinem größten Kritikpunkt, bevor ich überhaupt auf die Inhalte eingehen kann. Es vergehen keine 4 Seiten, da springen Way und Ba schon wieder zu einer anderen Location. Das macht es echt anstrengend, den jeweiligen Geschichten zu folgen, weil wir als Leser halt auch nicht wissen, worauf die Geschichte hinausläuft. Das mag der geneigte Fan vielleicht als „cool“ ansehen, dass sich Way und Ba den Konventionen von Erzählungen widersetzen, es gelingt ihnen in meinen Augen aber nicht die einzelnen Stränge gekonnt zusammenzuführen.

Gleich zu Beginn sehen wir wie Reginald Hargreeves, wie er einen Superschurken in das Hotel Oblivion teleportiert. Das Hotel befindet sich im sogenannten Nachraum, einer Dimension, die nur über sogenannte Televator zu erreichen ist. Das Hotel Oblibion stellt sich dabei als ein Weltraumgefängnis für die die Superschurken heraus, was nun für die übriggebliebenen Mitglieder der Familie der Umbrella Academy zu einem Problem wird. Es gelingt den Insassen nämlich, sich aus diesem Gefängnis zu befreien und sie sind daraufhin drauf und dran an den übriggebliebenen Mitgliedern der Academy Rache zu üben.

 

Spaceboy hat sich einen Bart wachsen lassen! © Cross Cult

 

Wir sehen in diesem Band weniger von Nummer 5, der noch im zweiten Band die Hauptrolle spielte. Vanya kommt hier wieder langsam zu Kräften und kann doch schon wieder mehr mit ihrem Körper anstellen, als es der Leser erwartet. Ihr Handlungsstrang ist eigentlich der wichtigste, weil er unmittelbar zum großen Cliffhanger führt, den ich so nicht erwartet hatte und der einen potenziellen 4. Band wieder interessanter werden lässt. Auch Allison und Klaus haben noch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, sie trauert ihrer Ehe nach und versucht Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen, er betäubt sich weiterhin auf alle möglichen Weisen mit Drogen. Luther (Spaceboy) und Diego (Kraken) müssen in diesem Band unfreiwillig zusammenarbeiten und kommen dem Geheimnis rund um das Hotel auf die Schliche. Natürlich ist es dann schon zu spät und alles kulminiert in einem großen Showdown, wo es wie oben angedeutet noch eine große Überraschung gibt.

Gerard Way und Gabriel Ba machen wie gehabt mit ihrer Reihe was sie wollen. Das ist oftmals so abgefahren und unlogisch, dass es eine Freude ist zu entdecken. Auf der anderen Seite hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Struktur in der Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählen, gewünscht. Was hab ich als Kreativteam davon, wenn ich den Leser alle paar Seiten quer durch die Welten (Galaxien, Dimensionen?) springen lasse? Der rote Faden ist selbst für Leser der Vorgängerbände nicht immer sichtbar, Neueinsteiger brauchen sich gar nicht erst auf den Band einzulassen, wenn sie einer stringenten Erzählung folgen wollen. Zu sehr wird sich bemüht den Leser ratlos zurückzulassen, manches Mal durch die sprunghafte Erzählung, manches Mal allerdings auch durch die obskure Optik der Zeichnungen von Bá, wenn ich als Leser Schwierigkeiten habe zu sehen, was auf dem Panel dargestellt werden soll.

 

Ein neuer Superheld am Horizont? Oder doch ein Schurke? © Cross Cult

 

Fazit

Nur um das klarzustellen, ich mag den phantasievollen Stil von Bá sehr gern (nicht zuletzt bei seinen Arbeiten im Hellboy-Universum) und bei der Umbrella Academy können er und Gerard Way sich vollends austoben, schließlich ist das ihr „Baby“. Ich hätte mir im mittlerweile dritten Band aber eine klarere Linie gewünscht, was die Entwicklung der Charaktere und auch der Ereignisse angeht. Wenn ihr einfach nur bunte Panels und krasse Figuren entdecken wollt, bei denen nicht erklärt wird, was sie für Fähigkeiten besitzen, dann sind die Umbrella Academy-Comics genau euer Ding. Manches Mal hab ich das Gefühl, die Nebenfiguren und deren Eigenschaften oder Motive werden so im Vorbeigehen entwickelt und dann nicht wieder groß darüber nachgedacht. Ich hab bei vielen Figuren erst durch die Fernsehserie verstanden, was die Motivation und ihre Gefühle untereinander angeht. Diese weicht aber in einigen Details von den Comics ab, weswegen das auch nicht eins zu eins übertragen werden kann. Jeff Lemire, der hier im dritten Band im Vorwort äußerst lobende Worte findet, ist es mit der Einführung seiner Charaktere in Black Hammer viel besser gelungen, den Leser an die Hand zu nehmen. Insgesamt hat man sich bei der Academy nicht die Zeit genommen alle Figuren zu erklären, mir fällt es dann schwer, mich mit ihren Bedürfnissen und Ängsten zu identifizieren. Das Spektakel in den ersten drei Büchern überlagert die Charakterentwicklung in meinen Augen leider. Wollt ihr immer Action und viele skurrile Charaktere ohne groß nachzudenken, dann empfehle ich euch die Bücher aus dem Cross Cult-Verlag uneingeschränkt. Wollt ihr trotz dysfunktionaler Familie hier in der Umbrella Academy auch mit den Charakteren mitfiebern, dann fühlt ihr euch vielleicht wie ich verlassen und vom Kreativteam links liegengelassen. Die Optik ist geil, aber die Geschichte ist fast durchgängig wirr und erst gegen Ende ein wenig klarer strukturiert. Schade, da hatte ich nach 10 Jahren Pause mehr erwartet.

The Umbrella Academy Band 3: Hotel Oblivion ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959811-64-4
16×24, Hardcover, 4c, 192 Seiten, 22,- Euro

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Newsbild: © Cross Cult

Lincoln Band 2: Der in den Wind spricht – Unsere Comic-Rezension

Lincoln Band 2: Der in den Wind spricht – Unsere Comic-Rezension

Zum Ende des letzten Buches bekam Lincoln ungewollt Unterstützung von ein paar halbstarken Jugendlichen, die sich ihm als Bande anschließen wollten. Zu Beginn dieses Bandes sehen wir die Bande direkt in Aktion, auch wenn das Zusammenspiel noch stark ausbaufähig ist. Dennoch streichen sie die eine oder andere Beute ein und kommen über die Runden. Wir erinnern uns: Lincoln war Gott begegnet und wurde von diesem in ein Gespräch verwickelt. Schließlich schenkte Gott Lincoln sogar die Unsterblichkeit, was dieser zunächst nicht wahrhaben wollte, dann aber doch einsehen musste. Nun findet er sich gemeinsam mit den drei Jungs und Gott in einer Bande wieder, die sich so durchschlägt. Aber auch der Teufel ist noch nicht ganz aus dem Spiel und scheint im Hintergrund etwas auszuhecken, auch wenn er selbst vorgibt, nur ein wenig Spaß haben zu wollen. Schließlich beschließt die Truppe in der nächsten Stadt ein wenig die Seele baumeln zu lassen und checkt in einem Hotel ein. In der Stadt besorgt Gott ein Automobil und gerade in dem Moment, als Gott von der Truppe eine Fotografie anfertigen möchte, explodiert im Hintergrund ein Gebäude und setzt damit die vorliegende Geschichte so richtig in Gang.

 

Die Mitglieder der neuen Bande sind noch sehr grün hinter den Ohren. © Schreiber & Leser

 

Lincoln zögert nicht lange und kann den vermeintlichen Täter an der nächsten Ecke ausfindig machen. Einer seiner Jungs schnappt sich den Indianer, doch Lincoln stellt ihn zur Rede. Der Indianer lädt die Gruppe zum Essen in sein Versteck ein, um die Hintergründe des Anschlags in Ruhe zu erläutern. Dort treffen sie auch auf den Vater des Indianers, der die Gruppe herzlich in seinem Tipi versorgt. Es stellt sich heraus, dass den Indianern in der Gegend eine Menge Geld für ihre Ländereien geboten wurde, dieses Geld aber nie ausgezahlt wurde. Dahinter steckt ein Mann namens Mr. Jefferson, der mit dem örtlichen Sheriff unter einer Decke steckt, weswegen den betrogenen Landbesitzern keine Chance auf ihr Geld in Aussicht steht. Aus diesem Grund griff der namenlose Indianer zum Äußersten und sprengte das Gebäude in die Luft, um ein Zeichen zu setzen. Von der Ungerechtigkeit inspiriert, legen sich die Jungspunde der Bande am nächsten Morgen auf eigene Faust mit Jefferson und dem Sheriff an, was zur Folge hat, dass der jüngere Indianer mit dem Leben bezahlen muss. Zurück bleibt sein Vater mit dem Namen „Der in den Wind spricht“ sowie ein griesgrämiger Lincoln, der das natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann. Mit ein wenig Trickserei und passendem Timing nimmt er sich des Sheriffs und Mr. Jefferson an. Doch welche Rolle spielt der Teufel dabei und wird es ein Happy End geben?

Im zweiten Band hat sich Lincoln bereits ein wenig mit seiner Unsterblichkeit auseinandergesetzt. Er setzt diese Tatsache zum einen für einen guten Zweck ein, indem er sich das Preisgeld beim Sheriff schnappt und die Bürger vor den Ganoven bewahrt. Andererseits haut er das erhaltene Preisgeld dann für Alkohol und Prostituierte sowie für Annehmlichkeiten für sich und seine Gang wieder raus. Infolgedessen kommt man nicht umhin zu erkennen, dass in Lincoln unter der Fassade des Flunsch-tragenden Mannes ein Gewissen lauert, was sich ab und zu an die Oberfläche arbeitet. Er besitzt schon ein Gerechtigkeitsgefühl, nur ist es ihm oftmals einfach egal, wenn es nicht ihn, sondern jemand anderes betrifft. Kann man es ihm verübeln, wo er doch all den anderen Menschen in seinem Leben herzlich gleichgültig ist? Jedoch sind ihm die Belange der Indianer nicht egal, dort setzt er sich für die Rechte ein und versucht die Dinge wieder gerade zu biegen, auch wenn das nicht in vollem Maße gelingen kann. Während dieses Abenteuers wird Lincoln aber auch immer wieder vom Teufel in Versuchung geführt. Wer kann schon mit Sicherheit sagen, ob nicht der Beelzebub schon mehr Einfluss auf Lincoln ausübt, als der Leser mitbekommt.

 

Lincoln trifft in diesem Band erstmals auf die amerikanischen Ureinwohner. © Schreiber & Leser

Fazit

Die Künstlerfamilie Jouvray fängt die Abenteuer von Lincoln erneut gekonnt ein und führt die Geschichte souverän weiter. Auch wenn ich noch nicht genau sagen kann, in welche Richtung sich die Erzählung entwickeln wird, so springt mir der Teufel doch immer mehr ins Blickfeld. Auch wenn er sich hier nicht in den Vordergrund drängelt, ahne ich bereits, dass er in den folgenden Bänden eine gewichtige Rolle spielen wird (Ok, er ist auch auf dem Cover von Band 3 zu sehen, Spoiler). Lincoln macht mir sowohl als Charakter als auch als Protagonist im Western-Setting immer noch unheimlich Spaß. Manches Mal könnte man sich von seiner „Scheißegal-Mentalität“ eine Scheibe abschneiden und die Dinge ein wenig gelassener sehen. Dies wäre ja grundsätzlich kein negativer Charakterzug. Solange eine gewisse Ernsthaftigkeit gewährleistet bleibt. Denn auch im zweiten Band gibt es durchaus philosophische Ansätze im Hintergrund, bei denen ich mich über und mit Lincoln prächtig amüsieren kann.

© Newsbild: Schreiber & Leser

Lincoln Band 2: Der in den Wind spricht ist erschienen bei Schreiber & Leser – ISBN: 978-3-946337-69-0

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Moonshine Band 1: Familiengeheimnisse – Unsere Comic-Rezension

Moonshine Band 1: Familiengeheimnisse – Unsere Comic-Rezension

Wenn man sagt, du kannst mich mal im Mondschein besuchen, dann klingt das doch auf das erste Gehör fast schon romantisch, oder? Ich mein, wer möchte nicht in einer lauen Sommernacht mit seinem liebsten Menschen bei Mondschein und einem leckeren Glas Wein zusammensitzen? Gemeint ist bei der Redewendung allerdings eher das Gegenteil, weitere Bedeutungen des Wortes „Moonshine“ wollen wir uns im Zusammenhang mit dem bei Cross Cult erschienenen Hardcover-Buch von Brian Azzarello und Eduardo Risso im Detail ansehen.

Mit 100 Bullets haben sich Azzarello und Risso in der Szene bereits einen Namen gemacht, ähnlich zimperlich geht es auch in Moonshine nicht zu. Das verkünden bereits die 3 Silhouetten auf dem Cover, die 3 Männer zeigen, sowohl mit einem Gewehr, als auch mit Äxten bewaffnet. Auf der Rückseite des Buches zeichnet sich eine Werwolf-Silhouette vor dem weißen Mond ab, ob das auch etwas mit der Geschichte zu tun hat? Und ob, doch der Reihe nach.

 

Die Atmosphäre von Moonshine wird direkt zu Beginn hervorragend eingefangen und stimmt den Leser gut ein. © Cross Cult

 

Wir befinden uns im Jahr 1929, noch dazu in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn unsereins an diese Epoche denkt, kommt einem da fast automatisch die Zeit der Prohibition in den Kopf. Dieses Thema ist auch das Kernstück der Geschichte, natürlich geht es um Alkohol. Damals stand es unter Strafe Alkohol herzustellen und zu verkaufen. Aus der Pädagogik wissen wir jedoch, wenn etwas unter Strafe oder Verbot steht, ist es umso reizvoller sich diesem Verbot zu entziehen. Also wurde der Alkohol illegal gebrannt und hergestellt und selbstverständlich auch konsumiert. Da konnte eine Menge Geld mit verdient werden, was sich in der Unterwelt niemand zweimal sagen ließ. Doch der Nachschub war nicht immer gegeben, weswegen es wichtig und entscheidend war, die Zulieferkette nicht abreißen zu lassen. Neue Zulieferer waren daher immer gerne gesehen, insbesondere in den Städten floss der Alkohol in Strömen. Doch auch auf dem Land war man sich der Wichtigkeit des „Fusels“ bewusst und brannte auch dort was das Zeug hielt.

Die Unterweltbosse in den Städten waren also auch gezwungen, sich immer wieder nach neuen Quellen umzusehen. Von daher wurden auch immer wieder Laufburschen ausgesandt, um neue Zulieferer und Brenner ausfindig zu machen. Ein solcher Laufbursche ist unser Protagonist Lou Pirlo, der für seinen Boss Joe Masseria in die Umgebungen aufbricht, um dort neue Verträge zu schließen. Es sollte klar sein, dass die Verträge zugunsten von Masseria geschlossen werden sollen, das klappt jedoch nicht immer. Da muss Lou dann einfach nachhelfen und Überzeugungsarbeit leisten. Nun wird es von seinem Boss nach Virginia geschickt, genauer gesagt oben in den „verfickten Bergen“, um dort mit Hilram Holt einen Vertrag abzuschließen. Sein Alkohol soll der beste Stoff sein, den Boss Masseria auf jeden Fall für seine Kunden anbieten möchte. Dabei wird Pirlo freie Hand gelassen, wie er an den Vertrag herankommt.

 

Lou Pirlo erhält einen neuen Auftrag, sollte doch ein Kindespiel werden, oder? © Cross Cult

 

Vor Ort in den Wäldern und Bergen von Virginia stellt der Hinterwäldler Hiram Holt für Pirlo doch eine größere Hürde dar als gedacht. Auch wenn es Pirlo die Tochter von Holt angetan hat, stehen sowohl Holt als auch seine Handlanger dem Vorhaben von Pirlo im Weg. Holt denkt nicht im Traum daran seinen Schnaps an andere Leute zu verkaufen und geht auch ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen, um sein Geschäft zu schützen. Zur selben Zeit befinden sich auch FBI-Agenten in den Wäldern, die die Machenschaften von Holt und seinen Handlangern stoppen wollen, dies aber schnell mit ihrem Leben bezahlen. Warum diese Agenten jedoch so zerstückelt aufgefunden werden und was sie so zerfleischt hat, ahnt Pirlo zu Beginn noch nicht. Erst nach und nach wird ihm klarer, dass Hiram Holt eventuell auch seine menschliche Gestalt eintauschen kann und dann zum Tier wird.

 

Wenn das Auto den Mann nicht umbringt, wird er dennoch nicht mehr lange zu leben haben. © Cross Cult

Fazit

Die Atmosphäre von Moonshine ist das Kernmerkmal des Comics. Unterstützt wird dies durch die Farbgebung, das unheimliche und durchaus blutige Artwork und die Bedrohlichkeit, die sich in der Geschichte andeutet. Ab der ersten Seite fühlt man sich in die Welt versetzt und spürt beim Lesen ein Unbehagen, was sich im Lauf der Geschichte des ersten Bandes auch nicht mehr ablegt. Jedoch wird vieles im ersten Band nur angedeutet, mit Traumsequenzen untermalt, als von Alkohol getränkte Wahrnehmung von Lou Pirlo dargestellt. Ich konnte als Leser nicht immer genau sagen, was nun eine Halluzination oder was Realität sein soll. Auch die Motivationen der agierenden Figuren sind nicht immer eindeutig nachvollziehbar. Lou Pirlo reitet sich von einer beschissenen Situation in die nächste, was es als Leser schwer macht, sich mit ihm als Protagonisten zu identifizieren. Hilram Holt hat auch mehr als einmal die Möglichkeit sich Lou Pirlos zu entledigen, macht dies aber nicht, sehr wahrscheinlich, weil der Protagonist noch im zweiten Band gebraucht wird.

Überhaupt mischt Autor Brian Azzarello hier viele Figuren in die Geschichte, die nur einen kurzen Auftritt haben, dann aber schnell das Zeitliche segnen. Was gut funktioniert und das Buch ein wenig über das Mittelmaß hinaushebt, ist die Darstellung der ländlichen Gegend, mit all ihren Facetten. Die Hinterwäldler benehmen sich so, wie man es erwartet, die Landschaft ist dreckig und die Hitze spürbar. Voodoo oder andere Rituale finden Anwendung und über allem steht der Alkohol, der für viele blutige Situationen und Ableben sorgt. Atmosphärisch und optisch ein gelungenes Buch, die Geschichte droht bisher noch sich zu verrennen, man darf gespannt sein, ob und wie Azzarello im zweiten Band die Kurve noch bekommt.

 

Newsbild: © Cross Cult

Moonshine: Band Eins ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959815-69-7

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Isola: Band Eins – Unsere Comic-Rezension

Isola: Band Eins – Unsere Comic-Rezension

Wir starten unsere Reise mitten in einem Regenschauer. Inmitten des Regens sehen wir eine Kriegerin neben einem sporadisch aufgestellten Zelt sitzen. In sich gekehrt und dennoch aufmerksam beobachtet diese Kriegerin das Lebewesen, das sich innerhalb des Zeltes befindet. Dort erkennen wir, dass es sich um keine menschliche Person handelt, sondern um einen Tiger, der dort in Ruhe schläft. Die Kriegerin, ihr Name ist Rook, wie wir später lernen werden, scheint aber eine besondere Beziehung zu dem Tier zu haben, schließlich deckt sie den Tiger mit einer Decke zu, damit dieser nicht friert. Plötzlich verlangt ein unbekanntes Geräusch ihre Aufmerksamkeit, dem sie zum Schutze des Tigers nachgeht, woraufhin sie auf einen mysteriösen Fuchs trifft. Die ganze Szenerie ist in bläulichem und grünlichem Dunkel gehalten, überhaupt trägt die Farbgebung der Hintergründe und Tageszeiten viel zur Atmosphäre und der Geschichte bei. Rook folgt dem Fuchs auf eine Lichtung, auf der sie mit Schrecken auf den von Pfeilen durchbohrten Tiger trifft, der soeben noch im Zelt schlief. Nachdem sich herausgestellt hat, dass es sich nur um eine Halluzination gehandelt hat, folgen wir dem ungleichen Duo am nächsten Morgen weiter auf ihrem Abenteuer.

 

Schnell wird bei Isola auf den ersten Seiten klar, dass die Farbgebung eine große Rolle spielt. © Cross Cult

 

Isola erzählt eine Abenteuerreise, wir begleiten Captain Rook und den Tiger Olwyn auf der Reise zur Insel Isola. Der Tiger ist jedoch nicht bloß ein Tier, bei ihm handelt es sich um die Königin von Maar, einem der Königreiche des Landes. Damit die Königin wieder von einem stummen Tiger zu einem Menschen werden kann, muss Captain Rook, Anführerin der königlichen Leibgarde, Königin Olwyn zur sagenumwobenen Insel Isola bringen. Auf dem Weg dorthin lauern allerdings viele Gefahren, zum einen haben sich einige diebische Jäger der Clans an ihre Fersen geheftet, zum anderen stoßen die beiden ungleichen Gefährten auf ihrer Reise auch auf mysteriöse Wesen. Diese Wesen haben auch nicht nur Gutes im Sinn, des Öfteren trachten sie nach dem Leben von Königin Olwyn. Aber es gibt auch Unterstützung auf ihrem Weg nach Isola, wenn auch für den Leser eher kryptischer Natur, da nicht immer klar wird, ob es sich bei den Helfern nicht doch auch um Lebewesen handelt, die ihre eigenen Absichten verfolgen.

 

Die Tierwelt und auch die einige mythische Kreaturen sind essenzieller Bestandteil der Geschichte. © Cross Cult

 

Wir lernen auch, dass es zwischen Olwyn und Rook eine etwas innigere Beziehung geben muss, wie innig wird nicht vollständig klar. Fest steht, Rook verteidigte ihre Königin mit ihrem Leben, wenn es darauf ankäme. Weiterhin sehen wir die Hintergründe, wie es zur Verwandlung der Königin in einen Tiger kam und welche Rolle der Bruder der Königin dabei spielt. In einer Auseinandersetzung tötet Captain Rook den Bruder der Königin, kann aber die Verwandlung nicht stoppen, geschweige denn rückgängig machen. Im Hintergrund spielt auch die Politik noch eine Rolle in der Geschichte, auch wenn die genauen Beziehungen der einzelnen Königreiche nicht offengelegt werden. Wir erfahren nur, dass ein Krieg auszubrechen droht, sollten Rook und Olwyn ihren Weg nach Isola nicht vollziehen können. Im ersten Band ist der Weg das Ziel, um uns Leser in die Welt von Isola einzuführen. Es werden eine Menge Beziehungen und Situationen aus der Gegenwart der Reise, aber auch der Vergangenheit gezeigt, ganz durchschauen tun wir das als Leser aber noch nicht. Einiges bleibt davon gewollt im diffusen Bereich und wird in den kommenden Bänden hoffentlich aufgelöst und erklärt. So bleibt uns bisher nur eine simpel gestaltete Geschichte, die keine Preise gewinnen wird, aber umso mehr in den Punkten Zeichnungen und vor allem Kolorierung punkten kann.

Isola kam mit großen Vorschusslorbeeren nach Deutschland und ich sehe auch warum. Was hier optisch abgeliefert wird, ist schon ein starkes Stück Comic und könnte auch locker in ein anderes Medium transportiert werden. Eine Animationsserie von Isola würde ich mir nicht nur gerne anschauen, sondern sehe sie praktisch schon vor mir, wenn ich allein nur das Artwork und die Kolorierung des Buches betrachte. Brenden Fletcher (Assassin´s Creed, Gotham Academy) und Karl Kerschl (Teen Titans: Year One, Gotham Academy) kamen mit der Idee zu Isola in Amerika bei Image Comics unter, dem Verlag also, der die Unabhängigkeit seiner Autoren und Künstler an vorderster Stelle stellt. In der visuellen Ausarbeitung wurden sie von der Koloristin Michele Assarasakorn unterstützt, die auch als M.Sassy.K bekannt ist. Unter anderem hat sie vorher auch an Gotham Academy aber auch an Critical Role Vox Machina Origins gearbeitet. Fassen wir es kurz, optisch ist Isola eine Wucht und kommt in seiner Gestaltung wirklich atemberaubend daher, die inszenatorische Gestaltung hebt das Buch auch über das Mittelmaß hinaus, was der Geschichte in meinen Augen (bisher) noch fehlt.

 

Bereits das Cover zieht einen in die Welt hinein! © Cross Cult

Fazit

Isola wurde von Cross Cult nun nach Deutschland geholt und mit dem ersten Band in einem Softcover-Einband veröffentlicht. Neben den ersten 5 Heften findet ihr auch den Prolog am Schluss des Bandes vor, der in den Vereinigten Staaten in einer separaten Heftreihe veröffentlicht wurde. Ergänzend dazu hat Cross Cult auch noch weiteres Bonusmaterial auf 15 Seiten mit reingepackt, bei dem ihr die verschiedenen Cover der Einzelhefte findet, oder einen kurzen Blick hinter die Kulissen. Ihr erhaltet also einen schönen, runden Band mit einem tollen Einstieg in die Welt von Isola. Wie ich bereits oben angemerkt habe, die visuelle Gestaltung von Isola ist teilweise wirklich atemberaubend, detailreich gestaltet und somit auf jeden Fall einen Kauf wert. Die Geschichte hat mich noch nicht richtig gepackt, es sind noch ein paar Inhalte unklar und nicht abzusehen, wohin uns die Erzählung führen wird. Mich hat es nicht gestört, es lässt auch noch einige tiefergehende Entwicklungen in den kommenden Bänden zu. Denn eines ist klar, ich möchte wissen, wie es weitergeht und welche wahnsinnigen Farben und Zeichnungen mich in den kommenden Abenteuern von Rook und Olwyn erwarten.

Newsbild: © Cross Cult

Isola: Band Eins ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3-959813-58-7

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What the Fuck…??! – Unsere Rezension zum verdammt rätselhaften Bilderbuch

What the Fuck…??! – Unsere Rezension zum verdammt rätselhaften Bilderbuch

Wer aber interessiert genug ist, sich mit dem Thema des Buches auseinanderzusetzen und direkt zum zweiten Absatz gesprungen ist, dem wird sich die Lösung dann offenbaren. Ein wenig gemein sicherlich, vielleicht habe ich damit auch schon ein paar Leser verloren. Den kompletten Absatz, den ihr jetzt gerade lest, habe ich in der umgekehrten Reihenfolge der Sätze bereits oben einmal niedergeschrieben, also den letzten Satz hier konntet ihr als ersten Satz oben im ersten Absatz lesen. Da es sich bei dem vorliegenden Buch um ein Buch handelt, bei dem ihr nicht auf dem ersten Blick die Lösung erfasst, sondern auch mit Buchstaben und Wörtern knobeln müsst, habe ich mir erlaubt einen ähnlichen Ansatz in meinem Review anzuwenden. Doch warum wird hier gleich in den ersten Zeilen geflucht und was soll an einem Bilderbuch schon so besonders sein, dass ich es allen Ernstes an erwachsene Tüftler und Wortkünstler weiterempfehle? Nicht umsonst lautet der Untertitel von What the Fuck…??! auch: „Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch.“ Genau, einen großen Rätselspaß und meine erste Weihnachtsempfehlung für Hirnakrobaten. Was erhält man, wenn man obskure Bildchen mit Buchstabensalat anreichert? Wir rezensieren hier auf playto ja schon längst nicht mehr nur reine Comics oder Graphic Novels, sondern wagen auch mal den Blick über den Tellerrand. Dabei handelt es sich um die Rezension zu einem etwas anderen Bilderbuch. Ihr fragt euch gerade sicherlich, was ich hier für eine komische Ansammlung an Sätzen und Wörtern im ersten Absatz geschrieben habe.

 

In diesem Bild sind die Buchstaben des Begriffes mit integriert. © Jaja Verlag

 

Ihr fragt euch gerade sicherlich, was ich hier für eine komische Ansammlung an Sätzen und Wörtern im ersten Absatz geschrieben habe. Dabei handelt es sich um die Rezension zu einem etwas anderen Bilderbuch. Wir rezensieren hier auf playto ja schon längst nicht mehr nur reine Comics oder Graphic Novels, sondern wagen auch mal den Blick über den Tellerrand. Was erhält man, wenn man obskure Bildchen mit Buchstabensalat anreichert? Genau, einen großen Rätselspaß und meine erste Weihnachtsempfehlung für Hirnakrobaten. Nicht umsonst lautet der Untertitel von What the Fuck…??! auch: „Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch.“ Doch warum wird hier gleich in den ersten Zeilen geflucht und was soll an einem Bilderbuch schon so besonders sein, dass ich es allen Ernstes an erwachsene Tüftler und Wortkünstler weiterempfehle? Da es sich bei dem vorliegenden Buch um ein Buch handelt, bei dem ihr nicht auf dem ersten Blick die Lösung erfasst, sondern auch mit Buchstaben und Wörtern knobeln müsst, habe ich mir erlaubt einen ähnlichen Ansatz in meinem Review anzuwenden. Den kompletten Absatz, den ihr jetzt gerade lest, habe ich in der umgekehrten Reihenfolge der Sätze bereits oben einmal niedergeschrieben, also den letzten Satz hier konntet ihr als ersten Satz oben im ersten Absatz lesen. Ein wenig gemein sicherlich, vielleicht habe ich damit auch schon ein paar Leser verloren. Wer aber interessiert genug ist, sich mit dem Thema des Buches auseinanderzusetzen und direkt zum zweiten Absatz gesprungen ist, dem wird sich die Lösung dann offenbaren.

 

So in dieser Art finden sich auf der einen Seite das Bild und auf der gegenüberliegenden die notwendigen Buchstaben. © Jaja Verlag

 

Stellt euch einfach vor, ihr seht ein gezeichnetes Bild und sollt erraten, was damit gemeint ist. Gesucht wird hier in der Regel ein bestimmtes Wort, manches Mal auch zusammengesetzte Wörter. Der Clou dabei ist, dass die Bilder nicht auf den ersten Blick offensichtlich preisgeben, was für ein Wort sie darstellen sollen und manchmal auch nicht auf den zweiten, dritten, vierten Blick… Auf der gegenüberliegenden Seite des Buches steht der gesuchte Begriff dann geschrieben, allerdings nicht in der richtigen Buchstabenfolge. Ihr müsst also entweder anhand des Bildes direkt auf die Lösung kommen, oder aber ihr knobelt anhand der Buchstaben, die euch zur Verfügung stehen. Eine weitere Gemeinheit ist, dass die Buchstaben teilweise übereinander und ineinander verkeilt abgedruckt sind, sodass das Auge auch nicht auf den ersten Blick alle Buchstaben korrekt erfassen kann.

„Manche sind offensichtlich, andere ziemlich weit hergeholt. Meistens geht es um zusammengesetzte Begriffe, manchmal um ein einzelnes Wort und hin und wieder wird eine Person oder ein Anglizismus gesucht“

 

Na, habt ihr schon eine Idee oder die Lösung? © Jaja Verlag

 

Beim vorliegenden Buch handelt es sich um die Taschenbuchausgabe von „What the Fuck“. Mittlerweile ist auch schon ein Nachfolger mit dem Namen „Hirngespinste“ frisch beim Jaja-Verlag erschienen. Der Vorteil dieser Taschenbuchausgabe liegt im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Hand“, schließlich ist es nur 17×13 cm groß und vollgestopft bis hintenhin mit den Rätselbildern auf über 200 Seiten. Wer also hier schon Spaß am Knobeln hatte, kann sich im Anschluss direkt weiteres Material besorgen.

 

Das Taschenbuch ist gut gefüllt mit den rätselhaften Bildern. © Jaja Verlag

Fazit

Da rauchen schon mal die Köpfe und der Ehrgeiz wird geweckt. Auf manche Begriffe kommt man auch noch dem 10. Mal überlegen nicht. Wie gut, dass da immerhin noch die Buchstaben zur Verfügung gestellt werden. What the Fuck ist dadurch zwar kein klassisches Buch zum Durchlesen, was man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil es so spannend ist. Dennoch kann man es immer wieder in die Hand nehmen, darin blättern und entdeckt immer wieder neue Herausforderungen, die es zu knacken gilt. Oder ihr habt einen Geistesblitz und löst endlich das Bild auf Seite 115, was euch schon seit Tagen nicht mehr loslässt. Die Taschenbuchausgabe bietet sich dabei hervorragend als Geschenk zu Weihnachten an, für Menschen, die sowieso schon alles besitzen und eventuell noch eine Herausforderung suchen. Aber ihr solltet dann an den Feiertagen aufpassen, dass im Familienkreis nicht allzu oft ein „What the Fuck“ durch das Haus schallt.

Newsbild © Jaja Verlag

What the Fuck…??! – Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch ist erschienen im Jaja Verlag – ISBN: 978-3-946642-80-0
Softcover, 17 x 13 cm; 216 Seiten in Farbe
; 15,- Euro

Jetzt What the Fuck – Ein verdammt rätselhaftes Bilderbuch beim Jaja Verlag kaufen! oder auch im lokalen Buchhandel.