Der Mann mit dem Flunsch ist zurück. Hell yeah, Baby! Bereits in den ersten beiden Bänden hatte es sich angedeutet, der Teufel macht einen Deal mit Lincoln. Wie das ausgehen kann, stellen wir uns allein mal aufgrund des Covers von Band 3 vor. Dort ist Lincoln zu sehen, wie er verwundet, betrunken und/oder tot in einer Gasse auf dem Boden liegt. Ein Schatten auf der linken Seite des Bildes suggeriert ganz klar, dass der Beelzebub da seine teuflischen Hände im Spiel haben könnte. Oder etwa nicht?

Wenn ihr mehr zum Grundsetting von Lincoln erfahren wollt, kann ich euch meine beiden Rezensionen zu Band 1 und Band 2 ans Herz legen. Cowboy Lincoln ist ein 19 Jahre alter Verlierer, für den sich niemand interessiert. Ergo entscheidet er für sich, dass ihm die anderen Lebewesen auch herzlich egal sind. Er zieht einfach sein Ding durch, überfällt andere Menschen und holt so ziemlich bei all seinen Aktivitäten stets nur das Beste für sich heraus. Gewissensbisse? Fehlanzeige. Jedoch nimmt sich Gott Lincoln an, macht ihn unsterblich und begleitet ihn ein Stück seines Lebens. Doch der Teufel lässt das nicht lange auf sich sitzen und nähert sich ebenfalls Lincoln, auch wenn dieser ein gewisses Stück Skepsis dem Beelzebub gegenüber mitbringt, schließlich seien er und sein Konterpart sowieso nur auf ihre eigenen Absichten aus.

 

Wie konnte es nur soweit kommen? © Schreiber & Leser

 

Im dritten Band verschlägt es Lincoln nun um die Jahrhundertwende in die Stadt New York, wenn auch nicht ganz freiwillig. Der Teufel verschleppt ihn in die Großstadt, ohne, dass Lincoln da eine Wahl gehabt hätte, wer lässt sich auch auf einen Trinkwettbewerb mit dem Teufel ein? In der Stadt angekommen hat der Teufel Pläne mit Lincoln. So soll er als Teil einer Bande bei einem Bankraub mitwirken. Überhaupt scheint die Großstadt für jemanden wie Lincoln der ideale Ort zu sein, um seinen Leidenschaften zu frönen und das große Geld zu machen. So zumindest der Gedankengang vom Teufel. Lincoln setzt diesem Treiben relativ bald ein Ende, verpfeift er doch die Bande bei der Polizei. Zwischenzeitlich macht Lincoln im Knast Bekanntschaft mit einem aufmüpfigen Jugendlichen, der sich ebenfalls mit kleinen Gaunereien durchschlägt. Als Gott Lincoln schließlich aus dem Gefängnis befreit, nimmt sich Lincoln des Jugendlichen an, wenn auch eher unfreiwillig. Es stellt sich heraus, dass der Jugendliche getötet werden soll, dahinter steckt wie so oft wiederum der Teufel. Also mach Lincoln abermals kurzen Prozess mit den Handlangern des Teufels und befreit den Jungen aus den Fesseln der neuen Bande. Anschließend tauchen Lincoln, Gott und der Junge unter, wenn auch ihre Tarnung relativ schnell auffliegt und es zu einem großen Showdown kommt.

Allein die erste Seite im Buch fängt den Leser direkt wieder ein und macht klar, warum die Lektüre von Lincoln etwas ist, worauf man sich freuen kann. Unser Protagonist steht im seichten Wasser am Meer und „fischt“ mit seinem Revolver im Meer, indem er die Fische einfach erschießt. Das ist schon direkt wieder typisch Lincoln, man sollte in der deutschen Sprache ein neues Wort für ihn einführen. Etwas wie „einen Lincoln machen“ oder „da hast du ganz schön rumgelincolnt“, wenn man etwa eine bizarre Aktion beschreiben möchte, die sehr fragwürdig erscheint, man damit aber irgendwie durchzukommen scheint. Im weiteren Verlauf der Geschichte präsentiert uns die Künstler-Familie wieder die bewährten Zutaten eines Lincoln-Abenteuers mit jeder Menge Verwechslungen, gemachten Plänen, die von Lincoln durchkreuzt werden, und dem einen oder anderen Gewaltausbruch. Zum Schluss erwartet uns hier auch noch ein kleines Shootout im Finale des Bandes, was schließlich dazu führt, dass Lincoln am Ende der Geschichte als Polizist vom New York Police Department dasteht. Ihr seht, es bleibt spannend und unvorhersehbar.

 

Ob ein Trinkspiel mit dem Teufel eine gute Idee ist? © Schreiber & Leser

Fazit

Endlich offenbart der Teufel seine Pläne, auch wenn diese im Verbund mit unserem Protagonisten nicht so verlaufen, wie er sich das erhofft hatte. Lincoln gibt halt auch auf den Teufel einen Scheiß und lässt sich nicht einfach „für eine Seite“ einspannen. Das hält die Geschichten weiterhin frisch und nutzt sich auch im dritten Band noch nicht ab. Als Leser weiß man nicht, was Lincoln auf der kommenden Buchseite machen wird, im Prinzip fast immer das Gegenteil dessen, was die Geschichte eigentlich für ihn vorgesehen hat. Hinzu kommt das neue Setting in der Großstadt, was auch für weitere Erzählungen noch gut sein dürfte und viel Potenzial birgt. Wer weiß, wo es Lincoln als Nächstes hin verschlägt? Band 4 und weitere werden auf jeden Fall den Weg in mein Regal finden. Weiterhin großartig!

© Newsbild: Schreiber & Leser

Lincoln Band 3: Aufs Kreuz gelegt ist erschienen bei Schreiber & Leser – ISBN: 978-3-946337-90-4; gebunden; Farbe;
48 Seiten; 14,95 €

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