Als Techland die Rechte und die Marke Dead Island an Deep Silver verloren hat, haben die Polen schlagartig an Dying Light gearbeitet, dem geistigen Nachfolger von Dead Island und Dead Island: Riptide. Da es Deep Silver bislang selber noch nicht hinbekommen hat, Dead Island 2 zu veröffentlichen, und gefühlt 100 Mal das Entwickler-Team wechselte, machte Techland mit Dying Light gefühlt alles besser. Das Zombie-System wurde mit sportlichen Parcour-Einlagen erweitert und die Konfrontationen mit bösen Menschen wurden erweitert. Nun erwartet uns im Frühling 2020 Dying Light 2, das 15 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers spielt.

 

Dying Light 2 Ingame

Menschliche Konfrontationen und Kriege sind neben den Zombies wieder an der Tagesordnung. © Koch Media

 

Dying Light 2 war einer der Termine, auf den wir uns sehr gefreut haben. Das Spiel wurde lange von den Fans herbeigesehnt, diese erhalten nun endlich in naher Zukunft ihr fertiges Werk. Techland hat uns auf der gamescom eine Demo präsentiert, die von den Entwicklern selbst gespielt wurde und die es so nicht in der Entertainment-Area gab. Die Macher wollen in der Fortsetzung auf ein neues Zeitalter setzen, das die menschlichen Konfrontationen noch mehr in den Vordergrund stellt. So versuchen menschliche Fraktionen die Herrschaft über wichtige Ressourcen zu sichern und leben mit den Zombies, die bei Tag und Nacht stets ein Teil des aktuellen Zeitalters sind. Die Gameplay-Demo zeigte einen Teil der Story, in dem die eigene Gruppe eine Wasserversorgung benötigte, diese aber von einer anderen Gruppierung abgestellt wurde. Da die Konfrontation unmittelbar im eigenen Ort stattfand, bei dem einer unserer Männer angegriffen wurde, mussten wir uns auf die Verfolgung eines Transporters gefasst machen. In diesem Abschnitt wurden uns die Parcours-Qualitäten vorgestellt, die einen sehr schönen Eindruck gemacht haben. In einem vorgegebenen Pfad sind wir an Wänden hochgeklettert, haben uns mit riskanten Sprüngen auf andere Gebäude gestürzt und nebenbei noch die Zombies in den abgesperrten Bereichen beseitigt. Alles wirkte wesentlich actionreicher als noch im Vorgänger.

Eine Neuerung ist der Paraglider, der dem Spieler zur Verfügung steht, sogar auch an Baukränen kann man sich hochziehen lassen. Das Movement-System wirkte sehr ausgereift, dynamisch und geschmeidig. Natürlich war die Demo einstudiert und wir hätten diese gerne mal selbst ausprobiert. Neben den beweglichen Einheiten sind eure Waffen auch hier wieder euer wichtigster Faktor in diesem Spiel. Ein Messer mit einem Elektrofluss ausgestattet lässt euch die Zombies oder menschlichen Feinde nicht nur direkt damit töten, auch Gliedmaßen lassen sich damit wieder genauestens zerschneiden. Natürlich haben diese wieder einen Verschleiß, so könnt ihr die Waffen, die eure Gegner so mit sich bringen stehlen und diese weiternutzen. Selbst die Zombies haben sich nach 15 Jahren des Ausbruchs weiterentwickelt und sind noch schlauer und aggressiver als je zuvor. Mit einer UV-Leuchte ist es uns aber geglückt, bedrohliche Situationen so zu umgehen, indem die Zombies auf eine kluge Weise geblendet werden. Storytechnisch haben wir zwar nur einen geringen Einblick erhalten, können aber sagen, dass eure Entscheidungen in diesem Spiel umso wichtiger sind. Techland erwähnte mehrmals, dass jede Entscheidung in der Welt von Dying Light 2 Konsequenzen haben wird. Und dabei habt ihr meistens nur ein paar Sekunden Zeit. So wurde am Ende des Abschnitts die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt, obwohl man uns empfohlen hatte, diese nicht mehr zu aktivieren. Die Konsequenzen sahen dann leider sehr übel aus, doch dazu dann mehr im Spiel selbst.

Die Demo wirkte unglaublich spannend und die Ungeduld, selber das Spiel in der Hand haben zu dürfen, steigerte sich ungemein. Es ist wirklich beeindruckend, was Techland in den letzten Jahren so geschafft hat, um das Spiel noch besser zu gestalten als den ersten Teil. Die Bemühungen, die Serie voranzubringen, haben wir Techland direkt angemerkt, selbst grafisch macht Dying Light 2 einiges her. Uns wurde die PC-Version auf einem hochqualitativen TV vorgestellt und die Farben, sowie die Details kamen noch besser zur Geltung als im Vorgänger. Laut Techland soll die Spielwelt viermal größer sein als noch in Teil 1. Dying Light 2 könnt ihr ebenfalls wieder im Koop-Modus mit 2 bis 4 Spieler erleben.

Prognose

Techland liebt Dying Light 2 und die Fans werden das sicherlich auch tun. Die gezeigte Demo versprach alles, was wir Fans erwarten können: Eine noch bessere Welt von Dying Light, die noch mehr Story und Konfrontationen verspricht. Ebenso war die Gestaltung der Spielwelt unglaublich beeindruckend und wir hoffen an dieser Stelle, dass die Konsolen-Versionen genauso gut laufen, wie die PC-Fassung. Im Frühling 2020 wird uns Dying Light 2 erwarten, denn die Entwickler sind gerade dabei das Spiel zu finalisieren und nach und nach neue Informationen bekannt zu geben.

Newsbild: © Koch Media