Die Band Madsen hat schon eine erstaunliche Karriere hinter sich. Bereits seit 15 Jahren tritt die Band gerne live auf und versprüht eine große Menge Spaß auf der Bühne. Mittlerweile hat die Band auch schon einige Alben aufgenommen und verfügt dadurch über eine große Anzahl an Songs, die alle auch gerne live gespielt werden möchten. Da ich bereits schon seit dem Album “Frieden im Krieg” die Entwicklung der Band, verbunden mit dem damaligen Auftritt im Rahmen des Bundesvision Songcontests (danke an dieser Stelle auch an Stefan Raab!) beobachte, konnte ich über die Jahre hinweg so einige Live-Auftritte der Band Madsen besuchen und auch fleißig mitsingen und tanzen. Und meine Güte, die Jungs sind einfach nicht müde zu kriegen.

 

Frisch mit ihrer neuen Platte “Lichtjahre” startete die Band somit 2018 in eine Reihe völlig neuer Festivals und Konzerte. Aufgrund einer grippalen Infektion musste die Band Ende 2018 einige Konzerte absagen und verschieben. So wurde nun das Konzert im LKA Longhorn in Stuttgart am 17. Februar 2019 nachgeholt und der Tourauftakt für das Jahr 2019 gestartet. Natürlich haben genau ab diesem Zeitpunkt die meisten Musiker noch viel Kraft und somit die Möglichkeit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Madsen- als auch Rock-Fans wurden auf diesem Konzert mit viel Leidenschaft und klaren Statements konfrontiert.

Die niedersächsische Band, bestehend aus Johannes Madsen (Gesang, Gitarre), Sebastian Madsen (Gesang, Gitarre), Sascha Madsen (Schlagzeug, Gesang), Niko Maurer (Bass) und unterstützt von der bezaubernden Lisa “Who” Nicklisch (Keyboard, Gesang), konnte mit ungefähr 19 Songs die Menge zum Toben bringen und lieferte eine musikalisch saubere Darbietung. Zwischen den Liedern brachte die Band das Publikum mit lustigen Sprüchen oder kurzen Aufforderungen á la “Hey, Stuggi, macht mal Lärm!” zum Ausrasten. Und das, obwohl die Stuttgarter sich überhaupt nicht mit dem Begriff anfreunden können. Das war dem Publikum selbst egal, sie konnten ihre Füße während der gesamten Playlist einfach nicht stillhalten. Somit erfüllte Madsen, wie auch schon bei den anderen Konzerten zuvor, ihre Aufgabe und zeigte wieder einmal, warum sie das Geld für das Konzert allemal wert sind. Zudem waren die Menschen im Publikum nicht zu bremsen, welche immer wieder mit “Madsen, Madsen”-Rufen ihre Begeisterung zum Ausdruck gebracht haben.

Neben den bekannten Hits, wie zum Beispiel “Nachtbaden”, “Die Perfektion” oder auch “Mein erstes Lied”, spielte die Band zudem auch einige Neuheiten, die sie zuvor sonst nie gespielt hatten. Mit “Keiner” oder einem Cover eines alten Liedes namens “Irgendwo auf der Welt” (von Comedian Harmonists, aus den 30er Jahren) bewies die Band nicht nur weiterhin, dass sie auf Wünsche der Fans eingehen, sondern brachten auch gleichzeitig mehrere politische Statements mit. Mit Songs wie “Du schreibst Geschichte” oder “Irgendwo auf der Welt” zeigten Madsen politisch Flagge und stehen dazu, dass sie von Nazis die Schnauze voll haben. Kein Wunder, die Band engagiert sich schon seit Längerem gegen rechtsradikales Gedankengut und forderten des Öfteren auf der Bühne “Nazis raus!” oder auch “…Nazi-Arschlöcher”. Sogar die Schriftzeichen “FCK AFD” wurden in die Bühnenshow mit eingebunden. Die Stuttgarter Besucher waren begeistert und befürworteten diese Haltung mit einem großen zustimmenden Applaus.

Madsen während des Songs Kompass.

Umso später der Abend, desto besser wurde die Stimmung und so war es natürlich traurig, als das Konzert nach der großen Zugabe auch mal ein Ende finden musste. Madsen kann einfach, wie auch schon vor über 10 Jahren, mit dutzenden Songs überzeugen und sind die geborene Live-Band. Eines der größten Highlights war, als der Song “Nachtbaden” gespielt wurde und Schlagzeuger Sascha Madsen am Anfang mit Stagediving die erste Strophe des Liedes sang, während Sebastian den Anfang auf dem Schlagzeug spielte. Spätestens als der Song “Die Perfektion” gespielt wurde, nahm jeder Fan in der Halle keine Rücksicht mehr auf seine Stimmbänder und es wurde gebrüllt was das Zeug hält. Abgeschlossen wurde das Konzert mit dem wohl größten Hit der Band bislang, “Lass die Musik” aus dem Album “Wo es beginnt”.

Wer die Band nun seit Jahren verfolgt und eine Sympathie zu den Liedern aufgebaut hat, sollte sich die nächsten Konzert-Termine anschauen. Ihr solltet die Band aus Hannover unbedingt besuchen und sie bei ihren bekanntesten Stadion-Hits unterstützen. Die Vorband Grillmaster Flash & The Jungs konnte mit leicht angehauchtem “Die Ärzte”-Flair die Fans gut auf die Hauptband einstimmen.

Diese Madsen-Konzerte sind noch nicht ausverkauft:

Ulm am 23. Februar 2019
Frankfurt am 15. März 2019
Münster am 22. März 2019
Linz am 6. April 2019
Braunschweig am 29. Juni 2019
Potsdam am 13. Juli 2019
Chemnitz am 31. August 2019
Rostock am 8. September 2019