Dieser Spieletest basiert auf der PlayStation 4-Version von PlayerUnknown’s Battleground (gespielt auf der PlayStation 4 Pro).

Mit PlayerUnknown’s Battlegrounds (PUBG) begann der große Battle-Royale-Hype. Angefangen hatte alles im März 2017, als das Spiel in seiner Early-Access-Phase für Steam veröffentlicht wurde. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich das Spiel, die Verkaufszahlen explodierten und die Bekanntheit stieg an. Doch natürlich weckt jeder Erfolg auch eine Konkurrenz. So stieg Epic Games mit Fortnite kurz danach selbst ein und verfolgt damit zwar ein ähnliches Prinzip, setzt aber eher auf ein anderes Setting. Nachdem das Spiel vor einem Jahr für die Xbox One erschien, ist es nun auch für die PlayStation 4-Familie erhältlich. So waren wir in Erangel, Miramar und in Sanhok unterwegs.

So startet jedes Spiel. Achtung, Landung!

Das Prinzip des Spiels ist leicht erklärt: 100 Leute verteilen sich während eines Flugs über die gesamte Map und versuchen um ihr Überleben zu kämpfen. Wo man dabei landet und wie weit man mit dem Fallschirm gleitet, sucht man sich selbst aus: Egal ob in einer größeren Stadt oder in einem verlassenen Ort – jede Möglichkeit birgt Vor- und Nachteile. In einem belebten Ort habt ihr die Chance auf einen besseren Loot an Waffen, habt allerdings die Gefahr im Nacken schneller von einem Gegner erledigt zu werden. In einer nicht großen Stadt ist die Chance auf den Erhalt von Waffen, Medi-Kits u.v.m. viel geringer, habt allerdings eine größere Überlebenschance. Nach den ersten Sekunden eines Spiels taucht ein weißer Kreis auf, der nach mehreren Phasen immer kleiner wird. Wenn ihr außerhalb des Kreises landet, schwindet eure Energie nach und nach bis ihr sterbt. Am Ende hat logischerweise der Spieler gewonnen, der übrig bleibt und sich gegenüber allen Spielern behaupten konnte. Je später es wird, desto mehr Versorgungskisten werden von Flugzeugen abgelassen, die wertvolle Ausrüstung beinhalten. Jedoch solltet ihr gut darüber nachdenken, ob ihr diese Kiste wirklich ausbeuten möchtet. So nutzen viele Spieler diese Kisten als Falle, um annähernde Gegner so mit Leichtigkeit zu erschießen. Rote Zonen tauchen auf, wenn viele Spieler sich in diesem Bereich aufhalten und sich nicht von der Stelle rühren. So kommt ab einem gewissen Zeitpunkt eine Artillerie, die alles in diesem Gebiet bombardiert. Sofern ihr auf dem freien Feld seid, ist die Chance hoch zu sterben. In einem Gebäude oder in einer Holzhütte seid ihr allerdings sicher.

 

Ohne Loot läuft in diesem Spiel gar nichts

 

Ihr startet am Anfang ohne Rucksack, ohne Waffen, Rüstung, ohne Bandagen, sondern nur mit einer Faust. Erst nach einem sorgfältigen Loot erhaltet ihr nach und nach Ausrüstung, die von großer Wichtigkeit sind. Neben einer Waffe ist z.B. eine Schutzweste der Stufe 3 wichtig, um so ein längeres Überleben zu sichern. Ebenfalls sind die Zubehör-Elemente einer Waffe, wie zum Beispiel ein Visier mit einer Vergrößerung, wichtig. Ihr könnt auch die getöteten Kontrahenten looten und so deren gesammelten Objekte aufnehmen. Auch ist es wichtig, einen großen Rucksack mitzunehmen, um so mehr Waffen u.v.m. mitzunehmen.

Die Map Vikendi, die es bereits für den PC gibt, läuft auf der PlayStation 4 bislang nur auf den Testservern und ist noch nicht im fertigen Teil des Spiels vorhanden. Die verspätete Veröffentlichung der PlayStation 4-Version profitiert von mehr Inhalt, den es am Anfang der PC-Variante noch nicht gab. Die ersten Maps Erangel und Miramar profitieren von einer großen Fläche, die euch viele Möglichkeiten gibt, zu verstecken und zu erkunden. Die Dschungel-Map Sanhok fällt dagegen etwas kleiner aus, wodurch aber die Spielzeit wesentlich kürzer ausfällt und insgesamt taktisch für mehr Abwechslung sorgt. Was sehr ernüchternd in der Konsolen-Version auffällt ist, dass viel zu wenige Spieler online sind. So sind die Ego-Perspektive oder die freie Auswahl der Teamgröße nicht vorhanden, wenn zu wenige Spieler online sind. Das Spiel will mit dieser Methode sicherstellen, dass die Standard-Varianten des Spiels gut gefüllt sind und euch viele Spieler zur Auswahl stehen. Ihr könnt zwar während des Spiels in die Ego-Perspektive wechseln, habt allerdings einen Nachteil gegenüber den Spielern, die die Third-Person-Perspektive eingeschaltet haben. Mit einem Modus, der nur die Ego-Perspektive beinhaltet, hätte man das Problem beseitigen können. Vielleicht setzt das Entwickler-Team mit einem Update bald auf die Möglichkeit, sich frei entscheiden zu können, aber halt auf eine längere Wartezeit zu setzen. Dieses Problem wäre natürlich leichter zu beseitigen, wenn PUBG Crossplay anbieten würde, was leider zumindest nicht auf der PS4-Version verfügbar ist. Schade!

Das Spiel sieht für Konsolen-Verhältnisse sehr gut aus – auch in 4K mit HDR.

Ich selbst hatte bereits über mehrere hundert Stunden das Spiel am PC gespielt und kenne mich somit sehr gut mit den Kontrollmöglichkeiten aus. Die Controller-Möglichkeiten ersetzen die Maus und die Tastatur relativ gut und wurden sehr gut in das Spiel eingebunden. Nur eine kurze Einspieldauer benötigt ihr, um auch sämtliche Kniffe herauszufinden. Das Inventar ist ebenso leicht erreichbar und kann mit einigen Knopfdrücken schnell durchgewechselt werden. Bei einem Gratis-Wochenende konnte ich bereits die Xbox One-Version testen und musste damals mit Erschrecken feststellen, wie schlecht die Performance auf der Konsole ist. Für diesen Test haben wir das Spiel auf der Pro-Variante der PlayStation 4 gespielt und festgestellt, dass die 4K-Einstellung zwar sauber läuft, aber das Spiel noch etwas Anti-Aliasing vertragen könnte. So würden wir euch empfehlen das Spiel mit einer 1080p-Auflösung zu spielen, aber nichtsdestotrotz müsst ihr damit rechnen, dass es vergleichbar mit den minimalsten Einstellungen des PCs aussieht. Auch die Framerate ist relativ gering, stört aber nicht das Gameplay. Nichtsdestotrotz reicht es hier völlig aus, um großen Spaß mit diesem Battle-Royale-Feuerwerk zu haben.

 

Fazit

Endlich ist nun auch PlayerUnknown’s Battlegrounds für die PlayStation 4 erhältlich und macht im Vergleich zur Xbox One-Version eine etwas bessere Figur. Allerdings müssen einige Kritikpunkte unbedingt noch entfernt werden: Wir brauchen endlich Server mit der Only-Ego-Perspektive, freie Auswahl der Karten oder eine leicht bessere grafische Version des Spiels. Wenn diese Kritikpunkte beseitigt werden können, hätten wir hier die ultimative Version des Battle Royales für die PlayStation 4. Aber auch mit den Kritikpunkten erwartet euch hier ein spannender Überlebenskampf mit vielen und großen Karten und das Gamepad kann mit der Tastatur- und Maus-Steuerung mithalten. Wer also keinen leistungsfähigen PC hat und Lust darauf hat, die Ursprünge des Battle Royales kennenzulernen, macht hier absolut keinen Fehler.