Ladet die Wumme und ab aufs Pferd: Red Dead Redemption 2 in unserem Spieletest

Ladet die Wumme und ab aufs Pferd: Red Dead Redemption 2 in unserem Spieletest

Dieser Spieletest basiert auf der PlayStation 4-Version von Red Dead Redemption 2.

Der Wilde Westen steht kurz vor seiner Zähmung. Vor der Tür steht das 19. Jahrhundert und hat einige Revolutionen im Gepäck: Industrialisierung, Zivilisierung, Recht und Ordnung. All diese Neuerungen schreiten unaufhaltsam voran und treiben eine Bande von Outlaws vor sich her. Immer auf der Flucht vor der Staatsgewalt machen sich Arthur Morgan, der Protagonist von Red Dead Redemption 2, und seine Mitstreiter bereit für zahlreiche Herausforderungen, die sie und damit auch die Spieler erwarten. Werfen wir also einen näheren Blick auf ein episches Abenteuer, das euch für viele Spielstunden in seinen Bann ziehen wird.

 

Eigentlich ein Erlebnisbericht…

Vielleicht seid ihr noch nicht in die beeindruckende virtuelle Welt eingetaucht und möchtet zuerst durch diesen Test mehr darüber erfahren. Ich konnte die Story erfolgreich beenden und – so viel nehme ich vorweg – wirklich genießen. Zudem habe ich schon viele Spieletests geschrieben, und trotzdem musste ich lange überlegen, wie ich diesen Text angehen sollte. Normalerweise schreibe ich über das Gameplay, die Steuerung, verschiedene Modi und all diese typischen Aspekte, die für Videospiele wichtig sind. Doch bei Red Dead Redemption 2 habe ich den Eindruck, dass es das Gesamtbild verzerren würde, wenn der Fokus des Textes darauf liegen würde.

In Red Dead Redemption 2 könnt ihr viel erleben – beispielsweise in einem Saloon.

Was macht dieses Spiel so bemerkenswert? Sind es die Gameplay-Mechaniken? Eigentlich nicht. Nüchtern betrachtet verbringt ihr wahnsinnig viel Zeit damit, auf eurem Pferd durch die Landschaft zu reiten und zwischendurch eine Reihe von Feinden zu erschießen. Weitere Aktivitäten sind im Vergleich ein Beiwerk, das in der Regel optional erledigt werden kann und keinen großen Raum einnimmt. Alles in allem ist das Gameplay unspektakulär und auch wirklich nicht revolutionär. Aber jetzt sollten wir diese nüchterne Betrachtungsweise schnell wieder vergessen, denn das sind nicht die Aspekte, die bei Red Dead Redemption 2 zählen. Das Spiel will ein Arcade-Abenteuer sein, für eine große Zielgruppe interessant. Das Durchspielen ist keine große Hürde für erfahrene Videospieler.

Beeindruckend ist das Erlebnis, das ihr beim Spielen haben werdet. Ihr werdet in die Welt der Outlaws hineingezogen und so sehr gepackt, dass auch ihr als Spieler euch völlig darin verlieren könnt. Diesen hohen Grad an Immersion erfahrt ihr vor allem durch drei Dinge: die Vielfalt optionaler Aufgaben, die Liebe zum Detail und die wirklich gut erzählten Geschichten. Mir ist bisher noch kein Spiel begegnet, das mich mit so vielen Story-Abschnitten bei Laune gehalten hat. Das Grundgerüst, der rote Faden, wenn man so will, ist die Geschichte um die Gruppe rund um Arthur Morgan. Diese besteht natürlich aus einer Bande knallharter Revolverhelden, die von einer Art Vaterfigur angeführt wird: Dutch van der Linde. Aber auch Frauen und ein Kind haben ihren Platz in der Gemeinschaft. Jeder Charakter hat einen eigenen Hintergrund, eigene Aufgaben und eigene Persönlichkeiten.

 

Eine Gemeinschaft von Outlaws

Wie bei so vielen Aspekten des Spiels ist auch das Leben in der Gruppe sehr realitätsnah angelegt. Einige Personen werdet ihr im Verlauf des Spiels näher kennenlernen, andere eher in flüchtigen Begegnungen grüßen. Einige werden euch ans Herz wachsen, zu manchen wird sich eure Beziehung ändern. Ihr werdet mit vielem konfrontiert, was das Leben zu bieten hat: Liebe, Trauer, Krankheit, Tod, Freude. Ihr feiert Feste, singt Lieder am Lagerfeuer, geht auf die Jagd, um Nahrung für die Gemeinschaft beizutragen. Doch all dies ist immer wieder bedroht, denn ihr führt ein Leben auf der Flucht. Ihr seid aus Blackwater aufgebrochen, wo ihr wegen eurer Verbrechen gesucht werdet. Also schlagt ihr euer Lager in einem sicheren Gebiet auf. Zumindest ist es so lange sicher, bis euch konkurrierende Banden wie die O’Driscolls oder die Staatsgewalt, vertreten durch die Pinkertons, aufspüren.

Bei einem Liedchen am Lagerfeuer lernt ihr die Gruppe besser kennen.

Dann zieht ihr weiter zu einem neuen Ort, der ein neues Kapitel im Zusammenleben der Gruppe und auch im Spiel einleitet. Insgesamt sechs wirklich umfangreiche Story-Kapitel und zwei zusätzliche Epilog-Kapitel, die noch einmal einen ganz neuen inhaltlichen Ansatz bieten (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten), erwarten euch. Über 100 Missionen bewältigt ihr währenddessen. Jedes neue Lager führt euch auch zu neuen Schauplätzen der riesigen Welt, die ihr (zumeist) aber auch frei erkunden dürft. Das sorgt für Abwechslung und Dynamik in der Erzählung. Während ihr, besonders zu Beginn, eher ruhig und entschleunigt ins Abenteuer eingeführt werdet und die Möglichkeiten kennen lernt, zieht das Tempo zwischenzeitlich auch stark an, sodass zu wirklich keinem Zeitpunkt Langeweile oder Eintönigkeit aufkommt.

Ihr überfallt Züge oder Banken, um Geld für eure Flucht zu verdienen. Eine Flucht an einen Ort, wo Männer noch frei und vom Gesetz unbehelligt leben können. Doch nicht immer laufen eure Überfälle nach Plan. Plötzlich erkennt ihr, dass ihr in einen Hinterhalt geraten seid und findet euch auf einem Schiff wieder, das euch in Sicherheit bringen soll. So strandet ihr schließlich auf einer Insel, getrennt vom Großteil der Gruppe. Um die Spoiler in Grenzen zu halten, möchte ich nicht näher beschreiben, wie euer Weg durch die Story verlaufen wird. Euch soll nur klar sein: Nie könnt ihr euch sicher sein, was wohl als Nächstes passiert – und das macht die Geschichte so spannend. Dies gilt auch für die kleinen Erlebnisse des Alltags. So sind eure teils langen Ritte durch die wunderschön gestaltete Natur selten ereignislos. In der Nähe hört ihr eine Frau, die um Hilfe ruft. Es ist eure Entscheidung, ob ihr Halt macht. Dafür könnt ihr mit Dankbarkeit, vielleicht sogar mit Geld oder Gegenständen belohnt werden. Oder ihr seid in einen Hinterhalt geraten und euch fliegen Kugeln um die Ohren.

 

Viele Freiheiten für Nebenbeschäftigungen

Habt ihr also keine Lust auf diesen Stress und wollt lieber schnell zur nächsten Hauptmission gelangen, dann reitet ihr einfach weiter. Diese Wahlfreiheit taucht immer wieder auf. Ihr habt die Möglichkeit Pflanzen zu sammeln, die beispielsweise heilsame Wirkungen haben, Tiere zu jagen und ihr Fell zu verkaufen, euch zu rasieren oder den Bart wuchern zu lassen, in der Stadt Varieté-Aufführungen zu besuchen, Waffen zu kaufen, Menschen auszurauben, gestohlene Kutschen zu verkaufen, Angeln zu gehen, ein Porträt vom Fotografen anfertigen zu lassen, mit Schatzkarten auf Schnitzeljagd zu gehen, ein paar Runden Poker oder Domino zu spielen und vieles mehr. Auch wenn derartige Tätigkeiten gelegentlich in die Hauptmissionen einbezogen werden, um sie kennenzulernen und für Abwechslung zu sorgen, liegt es ganz bei euch, ob ihr quasi in eurer „Freizeit“ mehr davon erleben wollt. Vieles ist unterhaltsam, manches sinnvoll, aber wirklich notwendig ist nichts davon. Was euch nicht interessiert, lasst ihr einfach links liegen (nein, ich möchte kein vollständiges Set von Bildern auf Zigarettenpackungen sammeln) und widmet euch der Haupt-Story.

Wer mal etwas entspannen will, kann die Angel auspacken und ein paar dicke Fische fangen.

Eure Möglichkeiten sind so vielfältig, dass die Einschränkungen gar nicht so sehr auffallen. So könnt ihr zwar die meisten Charaktere ansprechen, aber zumeist sind es doch nur oberflächliche, kurze Grüße, die ausgetauscht werden. Auch während der Dialoge habt ihr, wenn überhaupt, nur zwei Optionen, wobei ihr zumeist das Gegenüber freundlich grüßen oder es provozieren könnt. Tiefergehende Gespräche, Nachhaken oder vielfältige Befragungen sind bei flüchtigen Begegnungen mit Passanten nicht die Regel. Dafür müsst ihr aber auch nicht jede Person aktiv ansprechen, sondern werdet selbst immer wieder im Vorbeigehen gegrüßt. Auch das sorgt für die Wahrnehmung einer sehr lebendigen Welt. Und glaubt jetzt bloß nicht, dass im Spiel wenig gesprochen würde! Besonders während der Story-Missionen seid ihr häufig mit einem Partner oder einer Gruppe unterwegs zum Ort des Geschehens. Währenddessen wird munter geplaudert, wodurch die Story vorangetrieben wird und die Zeit wie im Flug vergeht.

 

Eine Flut von Dialogen, tolle Musik und prachtvolle Grafik

Unzählige Stunden an Dialogen wurden eingesprochen – auch in dieser Beziehung ist Red Dead Redemption 2 ein Mammutprojekt. Da verwundert es nicht, dass sich deutsche Spieler mit deutschsprachigen Untertiteln zu den englischen Stimmen begnügen müssen. Als wirklich schlimm empfinde ich das nicht, zumal die Sprachausgabe sehr gelungen ist und nicht jede deutschsprachige Fassung anderer Spiele qualitativ an das Original herankommt. Trotzdem wäre es natürlich schön gewesen eine Auswahl zu haben. Und da wir schon bei der Akustik sind: Diese kann auch in den Bereichen Musik und Soundeffekte voll überzeugen. Viele thematisch passende Musikstücke untermalen das Geschehen atmosphärisch im Hintergrund und tragen somit wunderbar zur packenden Atmosphäre bei. Vereinzelt kommt es auch vor, dass sich Musik inklusive Gesang mehr in den Vordergrund drängt, während ihr eurer Wege galoppiert. Wirklich unvergessen bleiben aber teils recht anzügliche, traditionelle Songs, die ihr in gemütlicher Runde am Lagerfeuer singt. Derweil sind die Soundeffekte für eure Aktionen sowie die Bewegungen und Rufe anderer Menschen und Tiere lebensnah umgesetzt und fügen sich somit nahtlos ins gelungene Gesamtbild ein.

Die Menschen, die Tiere, die Natur – alles ist sehr hübsch anzusehen.

Auch die Grafik enttäuscht nicht. Ein Grund dafür, dass eure langen Ausritte keine Langeweile hervorrufen, ist die wunderschön designte Natur. Majestätische Gebirge, sehr originalgetreu abgebildete Pflanzen, Bäume und Wege sind wirklich eine Augenweide. Zudem ist die mit verschiedenen Witterungen und Tageszeiten dargestellte Natur alles andere als unbelebt. Vögel, Rehe, Wölfe und zahlreiche weitere Tiere wurden mit so viel Liebe zum Detail programmiert, dass es einfach nur beeindruckend ist. Neben dem optischen Erscheinungsbild sind auch die Bewegungen und natürlichen Verhaltensweisen der Tiere sehr präzise umgesetzt worden. Auf der technischen Seite gibt es auch keine bösen Überraschungen, die der Grafikpracht einen Strich durch die Rechnung machen könnten. Die von mir getestete Version auf der PlayStation 4 Pro wird mit 1920×2160 Pixeln berechnet und in HDR präsentiert. Das Ganze geschieht auch problemlos und ruckelfrei. Eher selten bekam ich auch mal kuriose Grafikfehler zu Gesicht, wie das Verschwinden einer Kutsche, während deren Ladung noch in der Luft schwebte. Aber das kann man als Kleinigkeit mit einem Lächeln abtun. Wenn erst einmal die lange Ladezeit zu Beginn überstanden ist, läuft es technisch einfach rund, sodass ihr voll und ganz in die Spielewelt eintauchen könnt.

 

Eine lebendige Welt

Witzigerweise sorgt gerade das für den Eindruck einer lebendigen Welt, was man selbst nicht erlebt. Wenn ich ein herkömmliches anderes Spiel zu 100 % durchspiele, dann weiß ich, dass ich jeden Pixel gesehen habe und alles erlebt habe, was sich die Entwickler für mich und die anderen Spieler ausgedacht haben. Red Dead Redemption 2 verfolgt einen anderen Ansatz. Ich hatte das Gefühl, dass überall etwas passiert, ob ich nun selbst dort bin oder nicht. So entdeckte ich zufällig ein nächtliches Treffen des Ku-Klux-Klan. Ich hätte problemlos die Party sprengen können, wollte aber lieber heimlich beobachten, was sich die Entwickler für diese Szene alles haben einfallen lassen. So betrachtete ich das Treiben und wartete, bis es beendet war. Dann schnappte ich mir den Anführer, erklärte ihm mit Waffengewalt, was ich von seinem Club halte und plünderte anschließend sein Hab und Gut. Dabei erhielt ich auch sein Notizbuch mit Aufzeichnungen über den Klan. Dieses gesamte Erlebnis hätte ich ebenso gut verpassen können.

Trotz riesiger Gebiete ist immer etwas los. Nicht nur Bäume und Tiere, auch Städte und Züge prägen die Landschaften.

Das gilt auch für ein anderes Ereignis. Im Vorbeireiten hätte ich einen Mann nicht bemerkt, der an einem Strick an einem Baum baumelte. Meine Frau sah ihn aber und machte mich darauf aufmerksam, also beschloss ich anzuhalten und das Seil durch einen Schuss zu durchtrennen. Während ich zielte, fielen mich von hinten plötzlich Zombie-artige Wesen an, die ich zum Glück bezwingen konnte. Anschließend holte ich den hängenden Mann herunter, durchsuchte ihn und fand Aufzeichnungen, in denen er vor Wesen der Nacht warnt. Auch an einer anderen Stelle im Spiel erwähnte ein Charakter diese mysteriösen Wesen. Seither habe ich aber nichts mehr von ihnen gehört oder gesehen. Ob sie wohl eine größere Rolle spielen, wenn man zur richtigen (oder sollte ich besser sagen: falschen?) Zeit am richtigen Ort ist? Die Antwort ist: Ich weiß es nicht! Und das macht dieses Erlebnis, inmitten einer lebendigen Welt zu sein, so eindrucksvoll. Man hat nicht alles unter Kontrolle, kann nicht jeder Andeutung auf den Grund gehen und sucht sich selbst aus, worauf der nächste Fokus liegen soll.

Auch die nicht versteckten Erlebnisse bringen immer wieder Abwechslung, manchmal Schmunzler und häufig Referenzen an reale historische Ereignisse ins Spiel. So trefft ihr auf eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen, die lautstark für ihr Wahlrecht demonstrieren. Ihr kutschiert sie sogar durch die Straßen und hofft, dass die nur sehr begrenzt begeisterten Männer am Wegesrand sich benehmen. Ihr lernt auch Indianer kennen, die bekanntlich alles andere als gut behandelt wurden und sich gegen die Unterdrückung des weißen Mannes wehren wollen. Ähnliches gilt für die Geschichte der Sklaverei, die ebenfalls spürbare Präsenz in einigen Gebieten ausstrahlt. Dabei verzichtet Rockstar lobenswerterweise auf stumpfe Schwarz-Weiß-Malerei. Es gibt nicht einfach nur „die Indianer“, sondern denkende, fühlende Charaktere mit Idealen, Gefühlen und Fehlern. Sollen sie lieber den Frieden Bewahren und dafür viel Verzicht erleiden? Oder sollen sie für ihre Rechte Kämpfen und dabei das eigene Überleben und das ihres Stamms gefährden? Die Indianer sind sich da uneinig.

 

Gut oder böse – was wollt ihr sein?

Auch ihr selbst seid natürlich vorgeprägt und könnt den Charakter von Arthur Morgan nur sehr begrenzt formen. Grundsätzlich dürft ihr aber immer wieder wählen, ob ihr gute, rechtschaffende Taten begehen wollt, Menschen in Not helft und Bettlern Geld schenkt, oder ob ihr Passanten überfallt, ausraubt, tötet und Menschen in Gesprächen lieber provoziert als beschwichtigt. Dies wird sogar durch eine Anzeige für eure Ehre symbolisiert, die euren Charakter zwischen gut und böse positioniert. Dies kann auch Einfluss darauf haben, wie andere Menschen mit euch umgehen. Wer übrigens lieber den Colt als Worte sprechen lässt, wird sich schnell an GTA erinnert fühlen. Wenn ein Zeuge von euch nicht rechtzeitig aufgehalten wird und euer Verbrechen meldet, werdet ihr gesucht und ein roter Kreis auf der Karte zeigt ein Gebiet an, aus dem ihr entkommen müsst, um euch vor den Gesetzeshütern in Sicherheit zu bringen. Habt ihr das geschafft, wird trotzdem ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt. Dann müsst ihr in betreffender Region immer vorsichtig sein, damit ihr nicht entdeckt werdet, oder ihr zahlt euer Kopfgeld einfach selbst an einem Postamt.

Waffengewalt ist an der Tagesordnung. Aber es liegt an euch, ob ihr auch unschuldige Passanten erschießt oder nicht.

Ich persönlich wollte zumeist recht ehrenhaft handeln, bekam aber trotzdem immer wieder auch ungewollt Probleme mit den Gesetzeshütern. Teilweise hatte ich keine Wahl, weil das Verbrechen in die Missionen integriert war. Ansonsten reicht aber auch schon ein Unfall, bei dem das eigene Pferd versehentlich einen Passanten niedertrampelt, dass man plötzlich des Mordes beschuldigt wird. Zugegeben, ich könnte vorsichtiger reiten, aber… Ach, was soll’s? Das Leben ist halt nicht immer fair. So auch in einer Situation, als Bösewichte mich überfallen wollten, ich sie aber bezwingen konnte. Da dachte ich mir, dass ich für diese Frechheit doch wenigstens ihre Wertgegenstände plündern könnte. Das hat leider ein Passant gesehen und schon hatte ich wieder den Sheriff am Hals. Die haben doch angefangen!

Also lassen wir das Ganze hinter uns und kümmern uns um die nächste Mission. Missionen folgen häufig dem Schema, dass ein Verbündeter aus dem Camp Hilfe sucht, die ihr dann freundlich anbietet und allein oder im Team angeht. Es folgt ein Ritt zum Ort des Geschehens und das Ausführen der Aufgabe, die nicht selten in einem Feuergefecht endet. Dabei wird euch immer sehr genau angezeigt, was ihr als Nächstes zu tun habt oder wohin ihr gehen müsst. Werdet ihr selbst verwundet, helfen Gegenstände aus eurem Inventar. Wenn ihr nicht überlebt, ladet ihr den letzten Kontrollpunkt, der in der Regel nicht zu weit in der Vergangenheit liegt, und versucht es erneut.

 

Mein Pferd und ich

Manchmal sollt ihr auch den offenen Kampf vermeiden und euch heimlich an Gegnern vorbeischleichen oder sie lautlos mit dem Messer erledigen. Es gibt natürlich auch immer mal wieder ganz andere Missionen, in denen ihr beispielsweise Postbote für ein verliebtes Pärchen spielt, das allerdings zu zwei verfeindeten Familien gehört. Oder ihr verfolgt auf einer Jagd die Spuren eines Bären, fangt entlaufene Tiere ein oder baut eine eigene Farm auf. Nach Abschluss einer Mission wird euch angezeigt, welche Missionsziele es gab, ob ihr sie erfüllt habt und welche Farbe eure Medaille dafür hat. Gold zu erhalten ist dabei nicht so einfach, auch, weil man im Vorfeld nicht weiß, was man dafür schaffen muss. Beispielsweise sollen Aufgaben in einer bestimmten Zeit erledigt werden, eine bestimmte Anzahl an Kopfschüssen gelandet werden oder eure Schüsse mit einer bestimmten Trefferquote ihr Ziel gefunden haben.

Das Pferd ist unser treuer Begleiter und bringt nach der Jagd auch die Beute ins Camp.

Wer etwas Ruhe haben will, um den Gegner auch präzise zu treffen, kann das Dead Eye aktivieren. Dann läuft das Geschehen für einen Moment in Zeitlupe ab, ihr visiert euer Ziel genau an und drückt den Abzug. Man kann seine Werte für Gesundheit, Ausdauer und Dead Eye auch stufenweise erhöhen. Ausdauerwerte hat übrigens auch euer Pferd, das wir an dieser Stelle auch nicht vergessen sollten. Ihr könnt Wildpferde fangen, die Pferde Anderer stehlen oder einfach ein Pferd in einem Stall kaufen. Dort habt ihr die Auswahl zwischen unterschiedlichen Rassen mit unterschiedlichen Eigenschaften, die ihr auch teilweise beeinflussen könnt, indem ihr beispielsweise einen besseren Sattel kauft. Gebt dem guten Tier einen Namen, füttert es, striegelt es und streichelt es. Auf Dauer wird sich seine Verbundenheit zu euch erhöhen, dann wird es auch aus größerer Entfernung auf eure Pfiffe reagieren und mehr Aktionen wie das seitliche Ausweichen auf Kommando ausführen. Vorsicht ist geboten, wenn Wildtiere das Pferd ängstigen oder auch wenn ihr böse seid und die Satteltasche eines fremden Pferdes untersucht. Ein präziser Tritt des Gauls kann nämlich überraschend plötzlich zum Ableben führen.

 

Fazit

Ich hätte noch seitenweise auf interessante Details über Red Dead Redemption 2 eingehen können, aber das hätte den Rahmen wohl endgültig gesprengt. Zusammengefasst kann ich sagen, dass wir es mit einem ausgezeichneten Spiel zu tun haben, das einfach ein atemberaubendes Erlebnis ist. Ihr werdet hineingezogen in eine packend inszenierte Geschichte rund um eine Outlaw-Bande, die den Weg in die Freiheit sucht, dabei aber immer wieder mit ihren Feinden und Gesetzeshütern in Konflikt gerät. Ihr reitet durch wunderschöne Landschaften, erledigt Missionen, habt nebenher aber immer Möglichkeiten, euch mit unzähligen Nebenbeschäftigungen die Zeit zu vertreiben. Alles zusammen erschafft einen hohen Grad an Immersion. Ihr seid mittendrin in einer lebendigen Welt. Das Ganze macht einfach Spaß und ich kann euch Red Dead Redemption 2 sehr empfehlen. Natürlich solltet ihr keine Scheu vor Gewalt haben, denn zimperlich ist das Spiel nicht. Es ist auch nicht gerade revolutionär, was Gameplay-Mechaniken betrifft. Beschreibt man neutral, wie viel Zeit der Spieler damit verbringt, in der Gegend herumzureiten und auf Gegner zu schießen, klingt das erstmal wenig spannend. Es sind die Erzählweise, die Abwechslung und die Detailverliebtheit, die die herausragende Qualität dieses Titels ausmachen. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken, so viele geplante und zufällige Begegnungen, dass jede Minute dieses extrem umfangreichen Abenteuers bestens zu unterhalten weiß.

Das sind die meistverkauften Spiele aus dem PlayStation Store im Oktober

Das sind die meistverkauften Spiele aus dem PlayStation Store im Oktober

Heute hat Sony PlayStation im offiziellen PlayStation-Blog die meistverkauften Spiele aus dem PlayStation Store für den Oktober bekanntgegeben. So konnte natürlich Call of Duty: Black Ops 4 die Spitze der PS4-Charts erklimmen, gefolgt von Red Dead Redemption 2, FIFA 19 und Assassin’s Creed OdysseyASTRO BOT Rescue Mission konnte in der PS VR-Liste den ersten Platz erreichen. Fortnite ist weiterhin an der Spitze der DLC-Charts zu finden.

PlayStation 4

  1. Call of Duty: Black Ops 4
  2. Red Dead Redemption 2
  3. FIFA 19
  4. Assassin’s Creed Odyssey
  5. Battlefield 1
  6. Grand Theft Auto V
  7. Marvel’s Spider-Man
  8. God of War
  9. The Last of Us Remastered
  10. Need for Speed Payback
  11. EA SPORTS UFC 3
  12. Horizon Zero Dawn
  13. The Witcher 3: Wild Hunt
  14. Minecraft: PlayStation 4 Edition
  15. Detroit: Become Human
  16. Gang Beasts
  17. Need for Speed
  18. Battlefield 4
  19. Tomb Raider: Definitive Edition
  20. Mortal Kombat XL

PlayStation VR

  1. ASTRO BOT Rescue Mission
  2. Creed: Rise to Glory
  3. Batman: Arkham VR
  4. Arizona Sunshine
  5. Job Simulator
  6. Until Dawn: Rush of Blood
  7. DOOM VFR
  8. Firewall Zero Hour
  9. Paranormal Activity: The Lost Soul
  10. Statik

DLC

  1. Fortnite Battle Royale – Das Ace-Paket
  2. Fortnite – Standard Gründerpaket
  3. Marvel’s Spider-Man: Die Stadt die niemals schläft
  4. Destiny 2: Forsaken
  5. Marvel’s Spider-Man: Der Raubüberfall
  6. Call of Duty: Black Ops 4 – Black Ops Pass
  7. Fortnite – Deluxe Gründerpaket
  8. Destiny 2 – Expansion Pass
  9. Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds
  10. Assassin’s Creed Odyssey – Season pass

Quelle: blog.de.playstation

Red Dead Redemption 2 gelingt bestes Entertainment-Startwochenende aller Zeiten [PM]

Red Dead Redemption 2 gelingt bestes Entertainment-Startwochenende aller Zeiten [PM]

Red Dead Redemption 2 ist letzte Woche Freitag weltweit für die PlayStation 4 und Xbox One erschienen. Und bereits jetzt hat Rockstar Games schon positive Nachrichten zu verkünden, denn Red Dead Redemption 2 hat weltweit das beste Startwochenende mit 725 Millionen US-Dollar Umsatz nach den Verkäufen im Handel erreicht. Das Ergebnis ist sogar so gut, dass es das bisher beste Startwochenende in der Geschichte des Entertainments ist. Aus der unteren Pressemeldung gingen noch weitere Informationen hervor, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

Diese Bestmarken hat Red Dead Redemption 2 in den ersten drei Tagen nach Erscheinen gesetzt:

  • Bestes Startwochenende* nach Durchverkäufen im Handel über alle Veröffentlichungen im Entertainmentbereich hinweg
  • Zweitbester Start** (über drei Tage) nach Durchverkäufen im Handel über alle Veröffentlichungen im Entertainmentbereich hinweg
  • Größte Veröffentlichung im Entertainmentbereich im Jahr 2018
  • Am häufigsten vorbestelltes Vollpreisspiel aller Zeiten im PlayStation Network
  • Am Erstverkaufstag am häufigsten verkauftes Spiel im PlayStation Network
  • In den ersten drei Verkaufstagen am häufigsten verkauftes Spiel im PlayStation Network

* Startwochenende beinhaltet die Tage Freitag, Samstag und Sonntag.

** hinter Grand Theft Auto V. Der “Start” umfasst die ersten drei Verkaufstage (Grand Theft Auto V wurde an einem Dienstag veröffentlicht, Red Dead Redemption 2 an einem Freitag).

Quelle: Rockstar Games-Pressemitteilung

 

 

Red Dead Redemption 2 ist ab jetzt erhältlich

Red Dead Redemption 2 ist ab jetzt erhältlich

Ab heute ist Red Dead Redemption 2 für die PlayStation 4 und Xbox One erhältlich. Passend zum Release gab Rockstar selbst nochmals einen kurzen Überblick, welche Story so im Vordergrund steht und wann die Red Dead Online Beta starten wird. Dies könnt ihr aus dem unteren Text entnehmen. Unsere playto-Redaktion erhielt ebenso einen Testcode zum Spiel und wird in naher Zukunft einen Spieletest anbieten können. Vielen Dank an dieser Stelle an Rockstar!

Red Dead Redemption 2 ist eine epische Erzählung über Ehre und Loyalität in den letzten Tagen der Outlaw-Ära und folgt Arthur Morgan und der Van-der-Linde-Gang, die sich raubend, stehlend und kämpfend einen Weg durch das erbarmungslose Herz Amerikas bahnen, um zu überleben. Nach einem fehlgeschlagenen Raub in der Stadt Blackwater befindet sich die Gang auf der Flucht. Während Bundesagenten und die besten Kopfgeldjäger des Landes ihr dicht auf den Fersen sind, drohen zunehmende interne Konflikte, die Gang auseinanderzureißen und Arthur muss sich zwischen seinen eigenen Idealen und der Loyalität zu der Gang, mit der er einst aufgewachsen ist, entscheiden.

 

Red Dead Redemption 2 beinhaltet auch den Zugang zu Red Dead Online. Die Red Dead Online Beta soll im November starten – Red Dead Online ist eine Evolution des klassischen Multiplayer-Erlebnisses des ursprünglichen Red Dead Redemption und verschmilzt narrative Elemente auf unterhaltsame Weise mit kompetitivem und kooperativem Gameplay.

 

Lest euch unsere wichtigen Informationen zur Veröffentlichung durch, inklusive der Details zum heutigen Titel-Update, zum Melden von Fehlern und Feedback zur neuen Rockstar-Support-Webseite und mehr.

 

Ladet euch außerdem die kostenlose Begleit-App für Red Dead Redemption 2 für iOS oder Android herunter und verbindet sie direkt mit dem Spiel und holt euch Red Dead Redemption 2: das offizielle Buch von Piggyback – es ist sowohl als Standard als auch Collector’s Edition im Rockstar Warehouse erhältlich.

Quelle: Rockstar-Pressemitteilung