Im Gegensatz zu Amazon weigerte sich Netflix die eigenen Filme auch im Kino zu veröffentlichen. Dies führte auch dazu, dass deren Filme nicht für viele Festivals zugelassen werden. So muss ein Film im Kino laufen, um auch für die Oscars berücksichtigt zu werden. Auch Cannes hat kürzlich bekannt gegeben, dass sie keine Filme nominieren werden, die es nur als Stream zu sehen gibt. Wir können dies nun als engstirnig sehen oder darüber diskutieren, dass das der Kinokultur nur guttut. Allerdings will Netflix ja auch neue Geldquellen finden und weitere Einnahmen durch Kinobesucher würde der Firma definitiv guttun.

Auch riefen viele Kinoketten zum Boykott einiger Filme auf, weil es eben der Kinokultur schade. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam der Film Roma von Cuaròn, weil dieser sich auch sehr enttäuscht zeigte. So meinte er, dass er es extrem schade findet, dass sein Film nicht im Kino läuft. Dieser bildgewaltige Film wäre für das Kino bestimmt und nicht für die kleinen Handy-Bildschirme. Besonders der Sound ist für diesen Film extrem wichtig und käme im Kinosaal viel besser an den Zuschauer.

Netflix hat nun drauf reagiert und bringt den Film in mehreren Städten in die Kinos zu limitierten Screenings. Auch in Europa soll es einige ausgewählte Kinos geben. Auch The Irish Man und The Ballad of Buster Scruggs werden dann einen Kinostart bekommen. Damit sind diese Filme auch für die wichtigen Preisverleihungen und Festivals relevant und vielleicht merkt Netflix auch, dass es noch genügend Zuschauer gibt, die sich für das Kino interessieren. Dies könnte auch Netflix stärken für den harten Konkurrenzmarkt, der bald ansteht.

Quelle: Deadline